Volker Kühn (Regisseur)

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Volker Kühn anlässlich der Verleihung eines Sterns der Satire, 2013

Volker Reinhard Kühn (* 4. November 1933 in Osnabrück; † 20. September 2015 in Berlin) war ein deutscher Autor, Fernseh- und Theaterregisseur sowie Filmproduzent mit dem Schwerpunkt Satire und Kabarett. Darüber hinaus war er auch literarischer Nachlassverwalter für das Werk von Wolfgang Neuss[1] und Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland.[2] Er galt in Deutschland zudem „als der große Kenner und Chronist der Kabarettgeschichte“.[3]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem vierjährigen Aufenthalt in den Vereinigten Staaten begann Volker Kühn als Redakteur beim Hessischen Rundfunk, für den er ab 1963 über zehn Jahre lang die satirische Monatsbilanz Bis zur letzten Frequenz schrieb und produzierte sowie ab 1967 auch als Hörspielregisseur arbeitete, u. a. für die Krimiserie nach historischen Vorbildern Fälle ohne Akten.[4] Ab 1970 veröffentlichte er als freier Autor und Regisseur zahlreiche Hörspiele und Features auch für diverse andere Rundfunksender.[5] Neben seinen Arbeiten für den Rundfunk war er zudem Mitautor und Regisseur von Programmen des von Volker Ludwig begründeten Berliner Reichskabaretts und schrieb bald auch Kabarett-Texte für Lore Lorentz, Wolfgang Neuss, Hanns Dieter Hüsch und Jürgen von Manger.

1973 hob er zusammen mit Dieter Hildebrandt für das ZDF die Notizen aus der Provinz aus der Taufe. Es folgten zahlreiche Fernsehsendungen, darunter Fernsehdokumentationen über 100 Jahre deutsches Kabarett, die Unterhaltung im Dritten Reich und das Kabarett im KZ sowie Film-Satiren und das Neuss-Porträt Ich lache Tränen, heule Heiterkeit.

Kühn schrieb und inszenierte Theater-Revuen und war Songtexter für Musicals und Spielfilme. Unter anderem seine Bühnenfassung von Marlene, die er für das Berliner Renaissance-Theater entwickelte, wurde zu Gastspielen in die Schweiz, nach Österreich und Japan eingeladen und brachte es vom 28. Juni 1998 bis zum Januar 2006 auf 533 Aufführungen.

Er produzierte Polit-Satire auf Schallplatten bzw. CDs und veröffentlichte als Autor wie als Herausgeber zahlreiche Bücher zum Thema Kabarett und Satire im 20. Jahrhundert.

Er trat mehrfach als Interviewpartner und Zeitzeuge in Fernseh- und Leinwand-Dokumentationen auf, darunter in mehreren Kinofilmen wie z. B. War’n Sie schon mal in mich verliebt?. Von 2008 bis 2011 war er zudem in vier Produktionen der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“[6] sowie zuvor (siehe Internet Movie Database) zwischen 1995 und 1997 in fünf weiteren Produktionen anderer Produzenten auch als Schauspieler zu erleben, u.a. in einer Nebenrolle als Drogenfahnder Stein in der Münchner Tatort-Folge „Der Teufel“ von 1997.

Im Jahr 2008 machte die historisch versierte „graue Eminenz des Kabaretts“[7] Schlagzeilen, als Johannes Heesters einen Prozess gegen ihn verlor und Kühn weiterhin behaupten durfte, Heesters sei 1941 in einem KZ aufgetreten.[8]

Mehrfach mit hohen Preisen ausgezeichnet, wurde ihm 2013, kurz vor seinem 80. Geburtstag, ein Stern der Satire auf dem „Walk of Fame des Kabaretts“ in Mainz verliehen und er Ende Oktober 2014 zum Ehrenmitglied der Kurt Tucholsky-Gesellschaft erhoben.[9]

Volker Kühn lebte ab den späten 1960er Jahren bis zu seinem Tod vornehmlich in Berlin,[10] während der 1980er Jahre hatte er seinen Wohnsitz einige Jahre in Schmitten/Taunus.[11] Kühn war mehrmals verheiratet, zuletzt mit der Schauspielerin Katherina Lange, und Vater von vier Kindern.[12] Er starb nach langer Krankheit im Alter von 81 Jahren.[10][13]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bühne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Da machste wat mit. Eine musikalische Revue. Mit Brigitte Mira, Ralf Wolter, Uta Hallant, Joachim Kemmer. Berliner Festspiele, 1987
  • EinsZweiDrei Musical. Mit Lambert Hamel, Pascale Camele, Helmut Baumann, Monica Solem, Cusch Jung, Silvia Wintergrün, Friedrich Schoenfelder u. a. Kennedy Center Washington, 1989; Theater des Westens, Berlin 1989
  • Bombenstimmung Eine Ufa-Revue. Mit Angelika Milster, Helmut Baumann, Hartwig Rudolz, Cusch Jung, Pascale Camele, Elke Rieckhoff u. a. Theater des Westens, Berlin 1992; Fernsehaufzeichnung ARD, 1993
  • Carl Maria von Weber: Der Freischütz. Text-Neufassung zum 175. Jahrestag der Uraufführung. Deutsche Oper Berlin, 1996
  • Bankers Opera – Ein Dreigroschen-Stück. Düsseldorfer Schauspielhaus, 1998
  • Marlene. Deutsche Fassung eines Gems-Stücks. Mit Judy Winter. Renaissance-Theater Berlin, 1998
  • Liebe, Marx & Coca Cola. Musical. Neufassung von EinsZweiDrei. Theater Ingolstadt, 1999

Regie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buch und Regie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hab Bildung im Herzen. Kabarett-Programm. Co-Texter: Dieter Kursawe, Detlef Michel, Volker Ludwig. Berliner Reichskabarett, 1967
  • Der Guerilla läßt grüßen. Kabarett-Programm. Co-Texter: Dieter Kursawe, Detlef Michel, Volker Ludwig. Berliner Reichskabarett, 1968
  • Ex und hopp!. Kabarett-Programm. Co-Texter: Dieter Kursawe, Detlef Michel, Volker Ludwig. Kabarett-Programm für Berliner Reichskabarett, 1970
  • Deutschland – wir kommen!. Kabarett-Programm. Mit Dieter Hallervorden, Wolfgang Immenhausen, Rotraud Schindler. Berliner Wühlmäuse, 1971
  • Herzeleid und Tränenbäche. Eine feucht-traurige Revue. Mit Maria Schell, Karl Friedrich, Hanns Dieter Hüsch, Roland Schneider. Comoedienhaus Wilhelmsbad, 1976; Fernsehaufzeichnung ARD, 1976
  • Einmal vor und Revue. – Ein Show-Effekt mit anderen Mitteln. Mit Angelika Milster, Su Kramer, Okko, Lonzo, Berry, Chris und Timpe, Gottfried Böttger, Nemo u. a. Comoedienhaus Wilhelmsbad, 1978; Fernsehaufzeichnung ARD, 1978
  • Die Welt als Überbrettl – Das Kabarett der frühen Jahre. Eine szenische Collage. Mit Karl Friedrich, Karin Schroeder, Toni Slama, Peter Schlesinger u. a. Berliner Festspiele, 1984; Fernsehaufzeichnung ZDF, 1984
  • Der Name war Schall und Rauch – Max Reinhardts kabarettistisches Theater. Eine szenische Collage. Mit Karl Friedrich, Karin Schroeder, Toni Slama, Peter Schlesinger u. a. Berliner Festspiele, 1984; Fernsehaufzeichnung ZDF, 1984
  • Cabaret zum Hungrigen Pegasus – Die Boheme gibt sich die Ehre. Eine szenische Collage. Mit Karl Friedrich, Peter Schlesinger, Rolf Schwendter, Alfred Edel, Mathias Koeppel, Elke und Alexander u. a. Berliner Festspiele, 1984; Fernsehaufzeichnung ZDF, 1984
  • Proleten-Pointen – Kabarett von unten. Eine szenische Collage. Mit Karl Friedrich, Peter Schlesinger, Alfred Edel, Helmut Krauss, Elke und Alexander, Horst Koch u. a.; Berliner Festspiele, 1984; Fernsehaufzeichnung ZDF, 1984
  • Quaale Traum erdrosselt meine Singe. Ein szenisches Apocalyptical. Mit Hanns Dieter Hüsch, Marianne Mosa, Michael Thomas, Alfred Edel, Emil Mangelsdorff, dem Ensemble modern u. a. Alte Oper Frankfurt, 1985
  • Vom Leben und Sterben des armen Poeten Eine szenische Collage. Mit Katharina Thalbach, Uwe Karsten Koch, Detlef Kügow, Peer Raben u. a. Dortmund, Fernsehaufzeichnung ARD, 1987
  • Libertäterä oder: Die Revolution findet im Saale statt. Eine Revolutions-Revue. Mit Gisela May, Dieter Süverkrüp, Alfred Edel, Michael Thomas, Hans-Peter Minetti, Werner Kreindl, Claus Kühnl, dem Kammerorchester und Jugendblasorchester Schloß Werneck, dem Collegium vocale Köln, dem Wiener Maskentheater u. a. Alte Oper Frankfurt, 1989
  • Jahrhundertmai. Eine Mai-Revue. Mit Sabine Sinjen, Werner Kreindl, Michael Thomas, Heinrich Pachl, Helmut Krauss, Marianne Mosa u. a. Freie Volksbühne, Berlin 1990; Fernsehaufzeichnung ARD, 1990
  • Bleib erschütterbar und widersteh. Eine Text-Musik-Collage. Mit Senta Berger, Erika Pluhar, Elisabeth Trissenaar, Jutta Wachowiak, Karl-Michael Vogler, Ingo Hülsmann, Albert Mangelsdorff, Walter Norris, Aladár Pege, Conny Bauer; Gethsemane-Kirche Berlin, Schauspiel Frankfurt/M.; 1990; Fernsehaufzeichnung DFF/ARD, 1990
  • Der Spuk ist aus. Ein Kabarett-Programm der letzten Stunde. Mit Gisela May, Erwin Geschonneck, Hermann Treusch, Michael Schweighöfer u. a. Berliner Festspiele, 1995
  • Rückblick nach vorn. Ein Kabarett-Programm der ersten Stunde. Mit Jutta Wachowiak, Götz Schubert, Petra Hartung, Michael Schweighöfer, Udo Kroschwald. Berliner Festspiele, 1995
  • Zores haben wir genug…. Gelächter am Abgrund. Mit Cathlen Gawlich, Petra Hartung, Bernd Stempel, Otto Mellies. Deutsches Theater Berlin, 1995
  • Hurra, wir singen noch! Eine kabarettistische Zeitreise. Mit Heribert Sasse, Gina Pietsch, Till Sarrach u. a. Schloßpark-Theater Berlin, 1995
  • Wir Hinterbliebenen – Kabarett im zerstörten Deutschland. Mit Gisela May, Petra Hartung, Michael Schweighöfer, Udo Kroschwald. Deutsches Theater Berlin sowie. mit Katherina Lange, Dorothee Hartinger, Wolfgang Gorks, Christoph Hohmann. Schauspiel Frankfurt/M., 1995
  • Das Wunderkind. Ein Stück Musik um Hollaenders „Lieder eines armen Mädchens“. Mit Katherina Lange. Schauspiel Frankfurt/M., 1996
  • Soldaten sind Mörder – Tucholsky und kein Ende. Lieder und Texte gegen den Krieg. Eine Zitat-Collage. Mit Jutta Wachowiak, Dieter Mann, Götz Schubert. Deutsches Theater Berlin, 1996
  • Wortschmatz Ein kabarettistisch-musikalischer Lyrik-Abend. Mit Claudia Burckhardt, Helmut Mooshammer, Thomas Huber, Klaus-Lothar Peters. Düsseldorfer Schauspielhaus, 1997
  • Wie ungerecht! Wie ungerecht!!. Ein Programm mit Tucholsky-Texten und Hollaender-Liedern. Mit Katherina Lange und Jürgen Holtz. Deutsches Theater Berlin, 1997
  • Es liegt in der Luft was Idiotisches … Mischa-Spoliansky-Revue. Mit Barbara Schnitzler, Katrin Klein, Cusch Jung. Akademie der Künste, Renaissance-Theater, Deutsches Theater, Berlin 1998/99
  • … und Rudi macht Musik dazu Eine kleine Nelson-Revue. Mit Katherina Lange, Barbara Schnitzler, Uwe Kroschwald. Akademie der Künste, Berlin 1999
  • Der verrückte Salon Eine musikalische Revue. Mit Judy Winter, Ralf Wolter, Katherina Lange, Uli Scherbel, Adam Benzwi, Schall und Hauch, Boris Aljinovic. Renaissance-Theater, Berlin 1999/2000
  • G wie Gustav. Mit F. Eine Gustaf-Gründgens-Revue. Mit Georg Preuße, Margit Bendokat, Horst Hiemer, Wilhelm Eilers, Michael Gerber. Deutsches Theater, Berliner Festspiele 1999/2000
  • Das gab’s nur einmal …. Eine kleine Werner Richard Heymann-Revue. Mit Katherina Lange, Cathlen Gawlich, Cusch Jung, Matthias Günther. Akademie der Künste, Berlin 2000
  • G wie Gustav. Mit F.. Gründgens – Das Leben als Spiel. Ein Theater-Monolog. Mit Helmut Baumann. Renaissance-Theater Berlin, 2000
  • Wir Hinterbliebenen Kabarett der Stunde Null. Mit Gisela May, Cathlen Gawlich, Hermann Treusch, Wolfgang Häntsch. Akademie der Künste, Berlin, 2001
  • Ich bin der größte Idiot des Jahrhunderts – Wolzogen und sein Überbrettl. Mit Lena Stolze, Thomas Schendel, Dieter Mann/Otto Sander. Akademie der Künste, Berlin 2001
  • Hello, I’m Johnny Cash. Mit Gunter Gabriel in der Titelrolle und Helen Schneider als Cashs Ehefrau June Carter. Renaissance-Theater, Berlin 2010
  • Ich, Gunter Gabriel. Mit Gunter Gabriel in der Titelrolle und Barbara Felsenstein. Theater am Kurfürstendamm, Berlin 2013

Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buch und Regie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dokumentationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörfunk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feature[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Und wo hab ick Murmeln jespielt? Vom Heimweh des Schauspielers Paul GraetzRadio-Feature, DLF, DVD-Edition Mnemosyne, 2002
  • Ich bin nicht immer laut. Von der Katakombe ins Kloster – Isa Vermehren zum 85. Geburtstag, Feature, DLF, 2003
  • Lachen am Abgrund. Der Lebensweg des Kabarettisten Fritz Grünbaum. Feature, DLF, 2004
  • Der Kompaß pendelt sich ein. Von leichter Muse in schwerer Zeit: Unterhaltung und Kabarett im Dritten Reich. Feature, hr, 2004

Redaktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bis zur letzten Frequenz. Eine kabarettistische Monatsbilanz. Mit Wolfgang Neuss, Thierry, Hans Timerding, Margret Gute, Dieter Hildebrandt, Hanns Dieter Hüsch u.v.a. HR 1965–1972
  • Einer sorgt vor oder wie Mann sich bettet, so liegt man. Hörspiel. Mit Joseph Offenbach u. a. HR, 1972
  • Endstation: Happy End. Eine akustische Lektion in sex Stationen. Mit Ursula Heyer und Hans-Joachim Krietsch. HR, 1973

Regie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fälle ohne Akten. Mehrteilige Krimiserie nach historischen Vorbildern, HR 1967-1968
  • Tod in der Schublade. Von Kenneth Bird, HR 1971
  • Die Vögel. Nach Aristophanes, SDR 1980

Buchveröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Kabarett der frühen Jahre – Ein freches Musenkind macht erste Schritte. Quadriga Verlag, Weinheim/Berlin, 1984
  • Leise rieselt der Schmäh. Wende-Parodien zur Lage der Nation. Rowohlt Verlag, Reinbek, 1985
  • Gedicht aus Bonn. Wegwerf-Lyrik aus dem Bundestag. Rowohlt Verlag, Reinbek, 1985
  • Ich bejahe die Frage rundherum mit Ja. Einführung in die Kanzlersprache. Co-Autor: Günter Walter. Rasch und Röhring Verlag, Hamburg, 1985
  • Schöner wählen. Ratgeber für den mündigen Staatsbürger. Co-Autor: Günter Walter. Rasch und Röhring Verlag, Hamburg, 1986
  • Die bissige Muse – 111 Jahre Kabarett. vgs Verlag, Köln, 1993
  • Spötterdämmerung. Vom langen Sterben des großen kleinen Friedrich Hollaender. Parthas Verlag, Berlin; 1997

Herausgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Wolfgang Neuss Buch. Eine Satire-Sammlung, herausgegeben, dokumentiert und kommentiert von Volker Kühn. Satire Verlag, Köln, 1981
  • Wir Kellerkinder. Drei Satiren von Wolfgang Neuss. Syndikat Verlag, Frankfurt/M., 1983
  • Neuss Testament. Eine satirirische Zeitbombe von Wolfgang Neuss. Syndikat Verlag, Frankfurt/M., 1985
  • Tunix ist besser als arbeitslos. Sprüche eines Überlebenden von Wolfgang Neuss. Rowohlt Verlag, Reinbek, 1985
  • Briefe aus der Schwarzwaldklinik. Herausgegeben von Jürgen von der Lippe, Elke Heidenreich und Volker Kühn. Rasch und Röhring, Hamburg, 1986
  • Zurück, Genossen, es geht vorwärts. Satiren, Songs, Sarkasmen – uns Sozis ins Stammbuch. Rasch und Röhring Verlag, Hamburg, 1986
  • Kleinkunststücke – Kabarett-Bibliothek in fünf Bänden (1900–2000). Quadriga Verlag, Weinheim/Berlin, 1987/1994 / Zweitausendeins, Ffm., 2001
Band 1: Donnerwetter – tadellos – Kabarett zur Kaiserzeit. 1900–1918.
Band 2: Hoppla, wir beben – Kabarett einer gewissen Republik. 1918–1933.
Band 3: Deutschlands Erwachen – Kabarett unterm Hakenkreuz. 1933–1945.
Band 4: Wir sind so frei – Kabarett in Restdeutschland. 1945–1970.
Band 5: Hierzulande – Kabarett in dieser Zeit. ab 1970.
  • Friedrich Hollaender: Menschliches Treibgut. Mit einem Vorwort von Thomas Mann. Weidle Verlag, Bonn, 1995
  • Friedrich Hollaender: Von Kopf bis Fuß – Mein Leben mit Text und Musik. Weidle Verlag, Bonn, 1996; Aufbau Taschenbuch-Verlag, Berlin, 2001
  • Und sonst gar nichts … Das Friedrich Hollaender-Chanson-Buch. Fackelträger Verlag, Hannover, 1996
  • Wolfgang Neuss: Der totale Neuss. Gesammelte Werke. Rogner und Bernhard, Frankfurt 1997
  • Claire Waldoff: Weeste noch…? Erinnerungen und Dokumente. Parthas Verlag, Berlin 1997
  • Otto Schneidereit: Richard Tauber. Ein Leben, eine Stimme. Parthas Verlag, Berlin; 2000
  • Matthias Beltz: GUT und BÖSE. Gesammelte Untertreibungen. Werkausgabe in zwei Bänden. Zweitausendeins, Frankfurt/M., 2004

Schallplatten / CD / Tonkassetten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Textautor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Turos Tutti: Halbzeit Musik: Matthias Thurow. Biber/Bellaphon-LP Bi 6040, 1980
  • Lyrics. Texte und Musik live. Von und mit Dieter Hildebrandt, Konstantin Wecker, Matthias Koeppel, Wolfgang Neuss, Uli Becker, Oskar Pastior, Heiner Müller, Volker Kühn u. a.; Ausschnitte aus der gleichnamigen Fernsehsendereihe des WDR; Rillenschlange/Pläne 730005, 1985
  • EinsZweiDrei. Songs aus dem gleichnamigen Musical. Musik: Birger Heymann, Texte: Volker Kühn. Mit Pascale Camele, Cusch Jung, Chor und Orchester des Theater des Westens, Berlin. TdW-TK, 1989
  • Die Hallo-Sisters. Songs aus dem gleichnamigen Spielfilm von Ottokar Runze. Musik: Birger Heymann, Texte: Volker Kühn. Mit Gisela May, Ilse Werner, Harald Juhnke. Prod.-TK, 1990
  • Mir geht’s gut. Songs aus „Bankers Opera“ von Volker Kühn, Musik: Atomic B. & The Huguenots. Mit Dolly S. and Dollies. Hessisches Landestheater Marburg; CD Rol 001, 1999
  • Judy meets Marlene. Judy Winter liest und singt Marlene Dietrich. Hörbuch-Manuskript: Volker Kühn. duo-phon records, Berliner Musenkinder spezial,. CD 07 04 3., 2003

Regie und Textautor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hab Bildung im Herzen. Ausschnitte aus dem Programm des Berliner Reichskabarett. Reichskabarett-LP 12/056, 1967
  • Der Guerilla läßt grüßen. Ausschnitte aus dem Programm des Berliner Reichskabarett. Bellaphon BP 002, 1968
  • Ich bin Kohl, mein Herz ist rein. Mit Texten von Elke Heidenreich, Thomas Freitag, Helmut Kohl, Volker Kühn, Ronald Reagan, Walter Schumacher, Stephan Wald, Günter Walter. Musik: Uschi Flacke. T&K/Rillenschlange 5609, 1984
  • Das Wunderkind. Ein Stück Musik um Hollaenders „Lieder eines armen Mädchens“ von Volker Kühn. Mit Katherina Lange. Live-Aufnahme der UA im Schauspiel Frankfurt/Main. Bear Records-CD BCD 16025, 1996

Produktion / Features[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

CD1: Schmähgesänge im Alleingang.
CD2: Immer, wenn ich „drüben“ sage … Wolfgang Neuss und das „Jüngste Gerücht“ in Ostberlin (1965)
  • NEUSS TOTAL. Wolfgang Neuss, der Mann mit der Pauke. Ein Porträt von Volker Kühn. Mit Dieter Mann und Robert Gallinowski. Bear-Family-Records; BCD 16077 BH
  • Paul Graetz – Heimweh nach Berlin. Doppel-CD. Edition Mnemosyne, 2000, ISBN 3-934012-14-0.
CD1: Chansons und Texte von Paul Graetz, Friedrich Hollaender, Walter Mehring, Kurt Tucholsky u. a.
CD2: …und wo hab ick Murmeln jespielt?. Feature über Paul Graetz von Volker Kühn.
  • Fritz Grünbaum – Das Cabaret ist mein Ruin. Edition Mnemosyne, 2003
CD1: Kabarettistisches, Conferencen, Chansons und Schlager von und mit Fritz Grünbaum
CD2:Lachen am Abgrund. Feature über Fritz Grünbaum von Volker Kühn.
  • Die May. Gisela Mays Schallplattenaufnahmen in einer CD-Box. 8 CDs, eine DVD, Begleitbuch, 170 S. zusammengestellt, kommentiert und herausgegeben von Volker Kühn. Bear Family-Records, BCD 16064
  • Ich bin nicht immer laut. Vom Kabarett ins Kloster – Der lange Weg der Isa Vermehren. Ein Portrait von Volker Kühn, gelesen von Judy Winter. Edition Berliner Musenkinder, duo-phon records 07093
  • Zores haben wir genug…. Kabarettistisches im Jüdischen Kulturbund. Hörbild von Volker Kühn. Mit Judy Winter, Katherina Lange, Cathlen Gawlich und Ilja Richter. Edition Berliner Musenkinder, duo-phon records 07083

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Auch Wolfgang Neuss klaute wie ein Rabe. Gespräch zwischen Ilja Richter und Volker Kühn zum 20. Todestag von Wolfgang Neuss in: Die Welt, 5. Mai 2009, abgerufen am 20. September 2015.
  2. Mitglieder des PEN-Zentrums Deutschland
  3. „Bis zur letzten Frequenz“ – Zum Tod des Kabarett-Autors Volker Kühn. In: Bayern 2, 22. September 2015.
  4. ARD-Hörspieldatenbank: Suchergebnis Volker Kühn als Hörspielregisseur beim Hessischen Rundfunk, online unter hoerspiele.dra.de
  5. ARD-Hörspieldatenbank: Suchergebnis Volker Kühn als Hörspielregisseur bei diversen Rundfunksendern, online unter hoerspiele.dra.de
  6. Suche Kühn, Volker in Gesamtkatalog der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“, online unter filmuniversitaet.de
  7. Katinka Strassberger: Volker Kühn: Die graue Eminenz des Kabaretts. (Memento vom 22. Oktober 2014 im Internet Archive) In: Bayern 2, radioThema, 29. November 2013.
  8. Christian Schröder: Mit den Nazis ist jetzt aber Schluss. In: Der Tagesspiegel, 17. Dezember 2008 (zum Prozess zwischen Johannes Heesters und Volker Kühn).
  9. fbh: Pfeift im Sturm ein Liedchen! In: Das Blättchen, 17. Jahrgang, Nummer 22, 27. Oktober 2014, abgerufen am 6. November 2014 (zur Ehrenmitgliedschaft V. Kühns in der Kurt Tucholsky-Gesellschaft).
  10. a b Christian Schröder: Zum Tod von Volker Kühn: Ich lache Tränen, heule Heiterkeit. In: tagesspiegel.de. Der Tagesspiegel GmbH, 22. September 2015, abgerufen am 24. September 2015.
  11. Im Autorentext des Buches Leise rieselt der Schmäh (1985) sowie in Kürschners Deutscher Literatur-Kalender von 1988 wird auf den Wohnort Schmitten/Taunus hingewiesen.
  12. Eigene Angabe von Kühn zu seinen Kindern in: Stephan Göritz: Gedenksendung zum Tod von Volker Kühn – „Kleinkunst? Was, um alles in der Welt, ist dann Großkunst?!“ (54:32 Min.), im Deutschlandfunk am 23. September 2015, online unter deutschlandfunk.de
  13. Kabarett-Autor und Regisseur Volker Kühn gestorben. In: sz-online.de, Sächsische Zeitung, 20. September 2015, abgerufen am 24. September 2015.
  14. a b c Siehe Eintrag zu Volker Kühn im Who’s Who, online unter whoswho.de
  15. Volker Kühn: Wowereit überreichte ihm das Bundesverdienstkreuz. berlin.de, 1. März 2007.
  16. Katinka Strassberger: Ehre für Volker Kühn – Stern auf dem Walk of Fame in Mainz. Bayern 2, 25. Oktober 2013 (Online nicht mehr abrufbar.)