Waltersberg (Deining)

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Waltersberg
Gemeinde Deining
Koordinaten: 49° 10′ 51″ N, 11° 31′ 27″ O
Höhe: 516 m ü. NN
Einwohner: 217 (1. Jul. 2011)
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 92364
Vorwahl: 09184
Karte
Waltersberg

Waltersberg ist ein Ort in der Gemeinde Deining im Oberpfälzer Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waltersberg liegt auf dem Oberpfälzer Jura, am Südhang zum Naturschutzgebiet der Weißen Laber.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waltersberg besaß sein eigenes Edelgeschlecht, das sich die "Waltersberger" nannte. Die Stammväter waren die Herren von Stein. Das Schloss stand einst hinter der Kirche und wurde "Steinerhaus" genannt. Walter von Stein fügte seinem Vornamen die Silbe "berg" an und nannte sich fortan Waltersberg. Nach ihm kam der Besitz durch Erbschaft an die Hohenfelser. Dann folgten die Gundelfinger, die das Gut aber mit ihrem Besitz in Holnstein vereinigten und die übrigen Güter zerstreuten.[1]

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Waltersberg in die Gemeinde Deining eingegliedert.[2]

Kirche St. Leonhard[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche St. Leonhard

Die barocke Pfarrkirche, die unter dem Patronat des heiligen Leonhard, wurde 1758/59 erbaut, konsekriert am 5. Oktober 1781 durch den Eichstätter Bischof Johann Anton III. Freiherr von Zehmen. Das Kirchenschiff misst 15 mal 11 Meter. Der Chor besteht aus einem Joch und einem dreiseitigen Schluss. Der Turm mit Sakristei befindet sich südlich vom Chor. An der Decke des Kirchenschiffes ist ein Fresko der Auferstehung, in einfachem Stuckrahmen, der leider durch Restauration verdorben wurde. In den Zwickeln sind stuckierte Rokokoornamente mit Vasen und kleinen, auf St. Leonhard bezogenen Fresken. An der Westempore befinden sich Fresken aus dem Leben des hl. Leonhard. Der Hochaltar auf sechs Säulen, bekrönt von Gott Vater auf der Weltkugel, der von Engeln getragen wird. Unten die Figuren der Hl. Margaretha, Nikolaus, Hippolitus und Michael. Der Altar wurde gefertigt von Ulrich Wiest aus Neumarkt für 355 Gulden, ebenso die Seitenaltäre und Beichtstühle für insgesamt 330 Gulden. Die Glocken stammen aus der Werkstatt von Gabriel Reinburg in Amberg, 1733. Die Orgel wurde 1884 von dem berühmten Orgelbaumeister Bittner aus Nürnberg geschaffen. Vor dem Eingang gibt es eine Seelenkapelle, darin eine bemalte Steinfigur des sich erbarmenden Christus, um 1400.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.deining.de
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 650.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Waltersberg (Oberpfalz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien