Wendischhorst

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Wendischhorst
Gemeinde Dähre
Koordinaten: 52° 48′ 41″ N, 10° 53′ 14″ O
Höhe: 54 m ü. NHN
Fläche: 71 ha[1]
Einwohner: 15 (Jan. 2016)[2]
Bevölkerungsdichte: 21 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Oktober 1912
Postleitzahl: 29413
Vorwahl: 039031
Wendischhorst (Sachsen-Anhalt)
Wendischhorst
Wendischhorst
Lage von Wendischhorst in Sachsen-Anhalt

Wendischhorst ist ein Ortsteil der Gemeinde Dähre im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das altmärkische Dorf Wendischhorst liegt zwei Kilometer nordwestlich von Dähre und etwa 18 Kilometer westlich der Kreisstadt Salzwedel am Grabower Graben, der in die Salzwedeler Dumme mündet.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wendischhorst wird erstmals im Jahre 1366 als uth der Horst zusammen mit de Stenlake (Steinlage) erwähnt, als Paridam von dem Knesebeck dem Kloster Diesdorf Hebungen (Einnahmen) aus dem Ort schenkt.[4] Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wird der Ort als Horst, alio nomine dicta Steynlage aufgeführt.[5] Im Jahre 1458 wird eine Mühle in wendesche Horst genannt, das Dorf ist unbewohnt (verödet).[6] Von dem mittelalterlichen Dorf blieb bis heute nur noch ein Vorwerk mit einer Einzelsiedlung übrig.[1]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Oktober 1912 wurde der Gutsbezirk Wendischhorst mit der Landgemeinde Dähre vereinigt[7] und damit ein Ortsteil der Gemeinde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1734 6
1774 13
1789 9
Jahr Einwohner
1798 15
1801 14
1818 14
Jahr Einwohner
1840 22
1864 15
1871 13
Jahr Einwohner
1885 17
1895 18
1905 17

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelischen Christen aus Wendischhorst gehören zu Kirchengemeinde Dähre, die zur Pfarrei Dähre gehörte.[8] Heute gehört die Kirchengemeinde zum Pfarrbereich Osterwohle-Dähre[9] des Kirchenkreises Salzwedel im Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil XII). In: Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs. Berliner Wissenschafts-Verlag, 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 997–999.
  2. Verwaltungsgemeinschaft Beetzendorf-Diesdorf (Hrsg.): Findling: Amtsblatt mit Informationsteil. Die aktuellen Einwohnerzahlen. 10. Jahrgang, Nr. 2. Beetzendorf 3. Februar 2016, S. 15 (PDF; 4,7 MB [abgerufen am 25. Februar 2018]).
  3. Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)
  4. Adolph Friedrich Riedel: Codex diplomaticus Brandenburgensis: Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Quellschriften. Hauptteil 1. Hrsg.: Berlin. Band 22, 1862, S. 172 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10001038_00180~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).
  5. Johannes Schultze: Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, S. 410 (uni-potsdam.de).
  6. Adolph Friedrich Riedel: Codex diplomaticus Brandenburgensis: Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Quellschriften. Hauptteil 1. Hrsg.: Berlin. Band 16, 1859, S. 490 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10000994_00498~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).
  7. Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1912, ZDB-ID 3766-7, S. 370.
  8. Haase, Hilbert: Pfarr-Almanach oder die evangelischen Geistlichen und Kirchen der Provinz Sachsen der Grafschaften Wernigerode, Rossla und Stolberg. 19. Jahrgang, 1903, ZDB-ID 551010-7, S. 97 (wiki-de.genealogy.net [abgerufen am 16. Februar 2018]).
  9. Pfarrbereich Osterwohle-Dähre. Abgerufen am 16. Februar 2018.