Werner Nerlich

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Werner Nerlich (* 3. Juli 1915 in Nowawes; † 15. September 1999) war ein deutscher Grafiker und Maler. Er war Ehrenbürger der Stadt Potsdam.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werner Nerlich studierte Kunst in Berlin, u. a. bei Hans Orlowski und Max Kaus. Nach der Beendigung seines Studiums wurde er zum Militärdienst einberufen. Im Kessel von Stalingrad wechselte er 1943 auf die Seite der Roten Armee und war am Juli 1944 für das Nationalkomitee Freies Deutschland im Fronteinsatz. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Nerlich vom Ministerpräsidenten Brandenburgs Karl Steinhoff mit dem Aufbau des Kraftverkehrswesens im Land beauftragt. Ab Januar 1946 gestaltete Werner Nerlich Plakate und Drucksachen. Mit Otto Nagel initiierte er Ausstellungen unter anderem in der Villa Kellermann und im Potsdamer Marstall mit Max Pechstein und Karl Hofer.

1947 gründete er die Landesmalschule Potsdam, deren künstlerischer Leiter er bis 1951 war. 1949 wurde er zum 2. Vorsitzenden des Schutzbundes Bildender Künstler gewählt. Von 1951 bis 1955 war Nerlich Direktor der Fachschule für angewandte Kunst (in Potsdam). In den Jahren 1955 bis 1973 leitete Nerlich die Fachschule für Werbung und Gestaltung in Berlin und die Außenstelle in Potsdam als Direktor.

1985 wurde er mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Gold ausgezeichnet.[1]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben seinen beruflichen Tätigkeiten war Werner Nerlich auch als freier Maler und Grafiker tätig. Einen wichtigen Platz in seinem Schaffen nimmt die baugebundene Kunst ein. So entstanden in Potsdam beispielsweise:

Sein Alterswerk umfasst Zeichnungen, Aquarell- und Pastellmalereien.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Werke von Werner Nerlich wurden unter anderem in Berlin, Leipzig, Dresden, Potsdam, Münster, Wien, Prag, Budapest, Opole, Moskau, Damaskus, Aleppo, Zagreb, Ljubljana und Uherske Hradiste ausgestellt.

  • „Werner Nerlich – Malerei und Grafik“, 2. Juli – 7. August 2005, Museumshaus „Im Güldenen Arm“, Potsdam

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Neues Deutschland, 27./28. April 1985, S. 2