Werner Schubert (Jurist)

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Werner Schubert (geboren 1936 in Patschkau) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler. Er war bis 2001 Inhaber eines Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Römisches Recht, Europäische Privatrechtsgeschichte der Neuzeit und Rechtsvergleichung an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Schubert studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Hamburg, Marburg  und Münster. 1966 wurde er mit einer Arbeit über „Die Entstehung der Vorschriften des BGB über Besitz- und Eigentumsübertragung“ bei Rudolf Gmür promoviert. 1974 habilitierte er sich in Bochum als Assistent von Hermann Dilcher mit einer Arbeit über „Französisches Recht in Deutschland zu Beginn des 19. Jahrhunderts“. 1977 wurde er auf einen Lehrstuhl für Rechtsgeschichte der Neuzeit, Römisches Recht, Bürgerliches Recht und Zivilprozessrecht berufen.

Schuberts Forschung befasst sich mit der Geschichte der Rezeption des Französischen Rechts in Deutschland, der Entstehung des Bürgerlichen Gesetzbuchs, zur preußischen Rechtsgeschichte, zum Reichsgericht sowie zur Gesetzgebungsgeschichte der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus.

Schubert gibt Quellen zur Entstehung des Bürgerlichen Gesetzbuchs von 1896, zur Preußischen Gesetzrevision, zu den Reichsjustizgesetzen, zur Strafrechtsreform der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, zum Aktienrecht, zum Ehescheidungs- und Nichtehelichenrecht sowie zu den Arbeiten der Akademie für Deutsches Recht und zu der Urteilstätigkeit des Reichsgerichts heraus.

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