Werthenbach (Sieg)

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Werthenbach
Lützelbach (im Oberlauf)
Daten
Gewässerkennzahl DE: 27212
Lage Stadtgebiet von Netphen;
Kreis Siegen-Wittgenstein, Nordrhein-Westfalen (Deutschland)
Flusssystem Rhein
Abfluss über Sieg → Rhein → Nordsee
Quelle im Rothaargebirge an der Stiegelburg
50° 53′ 21″ N, 8° 14′ 27″ O
Quellhöhe ca. 577 m ü. NHN[1]
Mündung bei Deuz in die SiegKoordinaten: 50° 52′ 55″ N, 8° 8′ 35″ O
50° 52′ 55″ N, 8° 8′ 35″ O
Mündungshöhe ca. 314 m ü. NHN[1]
Höhenunterschied ca. 263 m
Länge 9,7 km[2]
Einzugsgebiet 27,705 km²[2]

Der Werthenbach, im Oberlauf oberhalb von Werthenbach auch Lützelbach genannt, ist ein 9,7 km[2] langer, südöstlicher und orographisch linker Nebenfluss der Sieg im Gebiet der im nordrhein-westfälischen Kreis Siegen-Wittgenstein liegenden Stadt Netphen.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bach entspringt im Südteil des Rothaargebirges als Lützelbach auf der Südostflanke der Stiegelburg (637,8 m) auf etwa 577 m ü. NHN; im Übergangsbereich zu deren nordöstlicher Nebenkuppe Lahnkopf (624,9 m) liegt die Lahnquelle.

Anfangs wendet sich der Werthenbach nach Südwesten. Schon etwa einen Kilometer hinter seiner Quelle nimmt er linksseitig einen seiner ersten Zuflüsse auf, der vom Nordhang des Bockenberg herabrinnt. Ein paar Meter weiter folgt rechtsseitig ein weiterer, etwas längerer Zufluss. Danach münden noch mehrere kurze Zuflüsse von den umliegenden Bergen ein. Kurz, bevor der Lützelbach die Ortschaft Werthenbach erreicht, nimmt er rechtsseitig noch einen weiteren Zufluss auf, der sich aus zwei Quellen speist. In Werthenbach folgt schließlich der Breitenbach, der wie auch der Lützelbach von der Stiegelburg herabrinnt. Spätestens mit der Mündung des Breitenbachs wird der Flusslauf auch Werthenbach genannt.

Nachdem der Werthenbach noch einige weitere kleine Zuflüsse aufgenommen hat, fließt ihm unterhalb von Werthenbach Bahnhof sein längster Zufluss, der Geiersgrundbach, linksseitig zu. Von Werthenbach wendet sich der Flusslauf nach Westen und später nach Nordwesten. Danach nimmt der Werthenbach noch einige kleinere Zuflüsse auf, dann erreicht er die Ortschaft Helgersdorf. Dort fließt ihm linksseitig der Ochsenbach zu. Zwischen Helgersdorf und Salchendorf folgt rechtsseitig der Schalkenbach, der am Heinenberg entspringt. In Salchendorf fließt ihm dann noch der Mittelbach zu. Danach fließt er durch ein Wiesental parallel zur Johannlandstraße (später Herborner Straße genannt).

Nach Speisung eines Naturfreibades und Unterquerung der Albert-Irle-Straße in Deuz mündet der Werthenbach auf rund 314 m Höhe linksseitig in die Sieg.

Einzugsgebiet und Nebenflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf seinem 9,7 km langen Weg überwindet der Werthenbach einen Höhenunterschied von 263 m, was einem mittleren Sohlgefälle von 27,1 ‰ entspricht. Er entwässert ein 27,705 km²[2] großes Einzugsgebiet über Sieg und Rhein zur Nordsee.

Wichtigster Nebenfluss des Werthenbachs ist der 7 km lange Geiersgrundbach. Mit einem 10,089 km² großen Einzugsgebiet hat er einen Anteil von mehr als 1/3 an dem des Werthenbachs. Seine Länge ist an der Mündung länger als die Flussstrecke des Wertenbachs.

Zu den Nebenflüssen des Werthenbachs gehören (flussabwärts betrachtet):

Name Seite Länge

(km)[2]
EZG

(km²)[2]
Mündungs-
höhe
(m ü. NHN)[1]
GKZ[2][3]
Breitenbach rechts 2,5 1,264 388 27212-12
Demmbach rechts 3,5 2,388 376 27212-14
Geiersgrundbach links 7,0 10,089 361 27212-2
Ochsenbach links 1,4 345 27212-32
Schalkenbach rechts 2,3 1,714 338 27212-4
Mittelbach links 1,7 336 27212-92
Simmelsbach links 1,2 332 27212-94

Verkehrswege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Werthenbach wird im Unterlauf begleitet von der Landesstraße 729, die Deuz mit Hainchen verbindet. Von Irmgarteichen nach Werthenbach führt die Kreisstraße 11 durch das Werthenbachtal. Zwischen Deuz und Irmgarteichen betrieb bis 2004 die Kleinbahn Weidenau–Deuz bis 2004 eine normalspurige Kleinbahn.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Deutsche Grundkarte (DGK 5) in Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  2. a b c d e f g Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  3. Zur besseren Übersicht und Sortierung flussabwärts ist pro Fließgewässer in die Gewässerkennzahl (GKZ) nach der Ziffer „27212“, die für den Werthenbach steht, jeweils ein Bindestrich eingefügt.