Irmgarteichen

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Irmgarteichen
Stadt Netphen
Koordinaten: 50° 51′ 23″ N, 8° 11′ 52″ O
Höhe: 408 (380–440) m
Fläche: 2,51 km²
Einwohner: 825 (31. Dez. 2014)
Bevölkerungsdichte: 329 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1969
Postleitzahl: 57250
Vorwahl: 02737

Irmgarteichen ist ein Stadtteil von Netphen im Kreis Siegen-Wittgenstein in Nordrhein-Westfalen mit 825 Einwohnern (31. Dezember 2014).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Irmgarteichen hat eine Fläche von 2,5 km². Die Bebauung befindet sich auf einer Höhe zwischen 380 und 440 m ü. NHN, während der höchste Berg in der Gemarkung, der Pfarrbergskopf eine Höhe von 512,8 m ü. NHN erreicht. Durch den Ort fließt der Geiersgrundbach, der etwas weiter nördlich in den Werthenbach mündet. Im Ort fließt ihm der Seifenbach zu.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbarorte von Irmgarteichen sind Nenkersdorf im Norden, Werthenbach im Nordosten, Hainchen im Osten, Offdilln im Südosten, Dillbrecht im Süden, Gernsdorf im Südwesten, Anzhausen im Westen und Helgersdorf im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 30. August 1270 wurde Irmgarteichen erstmals urkundlich als „Irmengartechen“ erwähnt.[1] Früher hatte die Gemeinde Irmgarteichen eine große (kirchliche) Bedeutung, die Pfarrei war bis 1349 von Netphen abhängig und erschien laut Aufzeichnungen ab dann gleichberechtigt zu sein. 1725 wurde auf dem Grund der alten Kirche eine neue errichtet.

Am 1. Januar 1969 wurde das Amt Netphen aufgelöst und der Ort im Zuge der kommunalen Neugliederung in die neue Großgemeinde Netphen eingegliedert[2], seit 2000 ist Irmgarteichen ein Stadtteil.

Im April 2008 brannte das unter Denkmalschutz stehende Gebäude des Gasthofs „Ley“ aus, wurde aber originalgetreu wiedererrichtet.[3]

Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerzahlen des Ortes:[4]

Jahr Einwohner
1818 203
1885[5] 243
1895[6] 219
1905 233
1910[7] 258
1925[8] 329
Jahr Einwohner
1933[9] 336
1939[9] 334
1950 333
1961[10] 508
1967 470
1994[11] 862
Jahr Einwohner
2006 921
2009 888
2012 840
2013 828
2014 825

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An die Autobahn 45 ist der Ort über Wilnsdorf angebunden. Im Gebiet zwischen Irmgarteichen, Helgersdorf und Werthenbach endete die Strecke der Kleinbahn Weidenau–Deuz, ein Bahnhof befindet sich in Helgersdorf. Auch das Gebäude des Endbahnhofes in Werthenbach ist noch vorhanden und befindet sich in Privatbesitz. Der Busverkehr wurde von der VWS übernommen.

Soziale und öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Soziale und öffentliche Einrichtungen im Ort sind unter anderem ein Jugendheim, ein Schützenhaus, eine Grillhütte, ein Bolzplatz, drei Kinderspielplätze und ein Friedhof.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regional im Siegerland ist Irmgarteichen bekannt für den viermal im Jahr stattfindenden „Kleintier-, Bauern-, Öko- und Trödelmarkt“ im Ort. Der Markt ist eine Mischung aus Flohmarkt und Kleintiermarkt, auf dem man neben Trödel und Kleintiere wie Hühner oder Hasen Essensstände und Marktstände von Händlern vorfindet.

Seit 1950 findet jährlich der „Drette Krestach“ statt. Die Junggesellen aus dem Ort versammeln sich am 27. Dezember, ziehen durch den Ort und erzählen Dorfgeschichten- und peinlichkeiten.

Seit 1998 gibt es in Irmgarteichen jährlich eine „Oldie-Night“. Ebenfalls jährlich finden ein Osterfeuer und ein Weihnachtsmarkt statt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Siegener Urkundenbuch Band I, Siegen, 1887, S. 27–28, Nr. 40.
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 71.
  3. Gasthof Ley - Vom Brand zur Wiedereröffnung
  4. Otto Schaefer: Der Kreis Siegen, Siegen 1968
  5. Westfälisches Gemeindelexikon 1887, S. 110 / 111
  6. Westfälisches Gemeindelexikon 1897, S. 112 / 113
  7. gemeindeverzeichnis.de: Landkreis Siegen
  8. genealogy.net: Amt Netphen
  9. a b verwaltungsgeschichte.de: Stadt und Landkreis Siegen
  10. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 207.
  11. Bernhard Oltersdorf: Netphen (PDF; 9,0 MB), ca. 1995