Widerspruch – Münchner Zeitschrift für Philosophie

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Widerspruch – Münchner Zeitschrift für Philosophie ist eine Münchner Philosophiezeitschrift. Ihr Schwerpunkt ist die kritische Sozialtheorie. Die 1981 gegründete Zeitschrift erscheint halbjährlich in einer Auflage von 500 Stück.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Zeitschrift wurde 1980 insbesondere von Studenten und Dozenten der Ludwig-Maximilians-Universität München gegründet, unter ihnen waren Konrad Lotter, Alexander von Pechmann, Martin Schraven und Elmar Treptow. Seit Bestehen der Zeitschrift haben u.a. folgende Autoren in der Zeitschrift veröffentlicht: Afe Adogame, Roger Behrens, Alex Demirović, Iring Fetscher, Wolfhart Henckmann, Axel Honneth, Oskar Negt, Jean-Luc Nancy, Julian Nida-Rümelin, Christoph Türcke, Michael Schmidt-Salomon, Kwasi Wiredu, Johannes Rohbeck und Hou Cai. 2014 erschien das achtundfünfzigste Heft.

Aufgrund der behandelten Themen erregte die Zeitschrift wiederholt Aufsehen: 1987 durch die Aufarbeitung der Philosophie im deutschen Faschismus, 1997 durch die Darstellung der afrikanischen Philosophie, 2007 durch eine Dokumentation über die Konkordatslehrstühle an den bayerischen Universitäten oder 2013 durch die Behandlung der "Philosophie in China", nicht der traditionellen Philosophie (Konfuzianismus, Daoismus, Buddhismus), sondern der aktuellen Debatten. Die beiden letzten Hefte tragen die Titel "DemoKratie" (2013) und "Kulturindustrie heute" (2014).

Programm[Bearbeiten]

Die Zeitschrift veröffentlicht Beiträge, die Orientierungen aus der Reflexion der Widersprüche der gesellschaftlichen Gegebenheiten ableiten. Damit will die Zeitschrift Anregungen zur Veränderung von gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Verhältnissen geben. Die Zeitschrift versteht sich als Forum des offenen gesellschaftstheoretischen Diskurses, Zielgruppe in Leserschaft und Beitragenden sind ausdrücklich nicht nur Fachphilosophen.

Jedes Heft ist einem Schwerpunktthema gewidmet. Veröffentlicht werden bisher unveröffentlichte Artikel, Interviews, Umfragen und Rezensionen einschlägiger Bücher zum Thema. Darüber hinaus werden interessante Neuerscheinungen besprochen. In jedem Heft findet sich eine Rubrik "Münchner Philosophie", in der Dozenten oder Studenten Gelegenheit gegeben wird, sich vorzustellen und über ihre Erfahrungen zu berichten. Diese Rubrik wurde in den beiden letzten Heften zu einer Art "Philosophischer Heimatkunde" erweitert, in denen Themen wie "Walter Benjamin in Dachau" oder "Das Grab Julius Langbehns in Puch bei Fürstenfeldbruck" behandelt wurden

Träger und Erscheinen[Bearbeiten]

Herausgeber und Träger der Zeitschrift ist die Münchner Gesellschaft für dialektische Philosophie e.V. mit Sitz in München. Druck und Vertrieb erfolgen im Selbstverlag. Die Abgabe von Beiträgen und der Bezug – auch von Einzelbeiträgen – sind über die Internetseite des Trägervereins möglich.

Weblinks[Bearbeiten]