Wilhelm von Huene

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Heinrich Friedrich Ernst Georg Wilhelm von Hoiningen genannt Huene (* 6. Mai 1790 in Halle; † 6. März 1857 in Koblenz) war ein preußischer General.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilhelm von Huene war der Sohn des preußischen Capitäns Christopher Wilhelm von Huene und Gustava Wilhelmine Margarethe Rosenkranz und gehörte einem vor allem in Kurland ansässig gewesenen Adelsgeschlecht an. Mit elf Jahren trat er ins Kadettenhaus in Potsdam ein, besuchte ab Mai 1806 die preußische Ingenieurakademie und von 1810 bis 1812 die neue Preußische Kriegsakademie in Berlin. Seine praktische Ausbildung erhielt er an verschiedenen Festungen in Schlesien.

Seit 8. November 1809 zum Leutnant befördert, nahm er an den Befreiungskriegen teil. Im März 1813 leitete er einen Brückenbau in Meißen und anschließend Schanzarbeiten in Berlin. Für seinen Einsatz bei der Völkerschlacht bei Leipzig erhielt er am 29. Januar 1814 das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Während des Vormarschs der Koalitionstruppen nach Frankreich kam er am 19. Januar 1814 erstmals nach Koblenz-Ehrenbreitstein. Seit 30. Dezember 1813 zum Premierleutnant befördert, war er bis Ende 1814 am Ausbau der Festung Mainz tätig.

Im Juni 1815 erhielt er seine Kommandierung nach Koblenz und den Auftrag zur Wiederherstellung der Festung Ehrenbreitstein. Von der Grundsteinlegung (17. Juni 1817) bis zur Fertigstellung (3. August 1828) war er maßgeblich am Aufbau der Anlage beteiligt. Gleichzeitig wurde er zum Platzingenieur der rechtsrheinischen Festungen und 1825 für die gesamte Großfestung Koblenz ernannt. Weitere Beförderungen erfolgten am 22. April 1816 zum Capitän 2. Klasse, am 25. August 1818 Capitän 1. Klasse und am 23. März 1828 zum Major.

Am 14. Januar 1838 verließ er Koblenz, um als Inspekteur die 6. Festungsinspektion in Köln zu übernehmen. Dort leitete er vor allem die Arbeiten am Festungsring Köln und an der Festung Minden. Seit 30. März 1839 Oberstleutnant und seit 10. November 1840 Oberst, übernahm er am 25. November 1843 die 2. Ingenieur-Inspektion in Breslau.

Schließlich kehrte er am 26. Februar 1846 als Inspekteur der 3. Ingenieur-Inspektion nach Koblenz zurück, erhielt dort am 27. März 1847 seine Ernennung zum Generalmajor und schied krankheitsbedingt bereits am 25. November 1851 mit dem Rang eines Generalleutnants aus dem Dienst. Er verstarb am 6. März 1857 und wurde auf dem Koblenzer Hauptfriedhof beerdigt.

Wilhelm von Huene war seit 13. März 1817 mit Charlotte Franziska Lossen verheiratet und wohnte zuletzt in Koblenz, Neustadt Nr. 14. Seine Nachkommen erhielten am 22. August 1863 die preußische Anerkennung des Freiherrenstandes[1].

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christian v. Stramberg: Der General-Leutnant Wilhelm von Huene. In: Das Rheinufer von Coblenz bis Bonn. Nr. 7, 1860, S. 712–720.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Familie führte zwar bereits im Baltikum den Titel als Freiherr bzw. Baron, es bedurfte jedoch einer offiziellen Anerkennung des preußischen Königs, um dies auch in Preußen tun zu dürfen.