Karl von Huene

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Karl von Huene (* 24. Oktober 1837 in Köln; † 13. März 1900 in Gossensaß, Tirol) war ein preußischer Politiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl Adolf Eduard Freiherr von Hoiningen genannt Huene war der Sohn des preußischen Generals Wilhelm von Huene, besuchte das Gymnasium in Koblenz und anschließend in Berlin, trat 1859 als Avantageur (Fähnrich) beim Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1 ein, wurde 1860 Leutnant im Elisabeth-Regiment, 1869 in den Generalstab und schließlich 1871 als Hauptmann in das 82. Regiment versetzt.

Er nahm an den Feldzügen gegen Dänemark 1864, Österreich 1866 und Frankreich 1870/71 teil. 1873 schied als Major er aus dem Militärdienst aus und übernahm die Bewirtschaftung seines Gutes Groß-Mahlendorf im Kreis Falkenberg in Oberschlesien.

Bei den Neuwahlen 1876 wurde er zum Abgeordneten gewählt und schloss sich der Fraktion des Zentrums im preußischen Abgeordnetenhaus an; er zeichnete sich durch Sachkenntnis, besonders in finanziellen und volkswirtschaftlichen Fragen, durch Rednergabe und Mäßigung aus.

Um die Verwaltung der Güter des Fürsten von Thurn und Taxis zu übernehmen, legte er 1882 sein Mandat nieder, wurde aber schon 1883 von dem inzwischen großjährig gewordenen Fürsten aus dieser Stellung entlassen und trat durch Neuwahl wieder in den Landtag und den Reichstag ein, dem er als Abgeordneter des Wahlkreises Breslau 8 (Breslau Land - Neumarkt) von 1890 bis 1893 angehörte.[1] In ersterem stellte er 1885 den Hueneschen Antrag (lex Huene) über Verteilung des Mehrertrags der im Reich neu eingeführten Zölle für Preußen an die Kommunen, der angenommen wurde.

Von 1895 bis zu seinem Tod war Huene der erste Präsident der Preußischen Zentralgenossenschaftskasse.

Karl von Huene, seit 22. August 1863 durch königlich-preußischer Anerkennung auch Freiherr, war seit 10. Oktober 1864 verheiratet mit Johanna Agnes Maria Eveline von Blacha aus dem Hause Thule.

Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888 bis 1890.
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Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Specht, Fritz / Schwabe, Paul: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Aufl. Berlin: Verlag Carl Heymann, 1904, S.71

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]