William Bogert

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

William „Bill“ Bogert (geb. 24. Januar 1936 in New York City; gest. 12. Januar 2020 ebenda) war ein US-amerikanischer Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bill Bogert wirkte zwischen den 1960er- und 2010er-Jahren in vielen verschiedenen amerikanischen Fernsehserien als Gastdarsteller mit. In den 1980er-Jahren wurde er besonders durch seine Rolle als Brandon Brindle in der Fernsehserie Small Wonder bekannt.[1] Er spielte auch Nebenrollen in einigen Kinofilmen, so als Vater von Matthew Brodericks Hauptfigur in John Badhams WarGames – Kriegsspiele (1983).

Im Jahr 1964 drehte Bill Bogert – selbst langjähriger Anhänger der Republikaner – im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf im Auftrag der Demokraten einen Wahlwerbespot mit dem Titel „Confessions of a Republican“.[2] Er spielte in dieser Wahlwerbesendung einen Renegaten, der sich im Präsidentschaftswahlkampf aus Gewissensgründen für den Demokraten Lyndon B. Johnson einsetzt, weil ihm der Kandidat seiner eigenen Partei (damals Barry Goldwater) Angst mache.[3]

Nach 52 Jahren stand der inzwischen über 80-jährige Bogert im Jahr 2016 plötzlich wieder im Interesse der Medien, nachdem das Onlineportal Quartz diesen Wahlwerbespot wieder gezeigt hatte und dieser rasch über die Medien weiterverbreitet wurde.[4] Bogert wurde daraufhin in Fernsehshows wie der Rachel-Maddow-Show hinsichtlich der Relevanz dieses Werbespots für den Präsidentschaftswahlkampf 2016 interviewt. Im Rahmen der Wahlkampagne der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton entstand im Juli 2016 eine neue Fassung des alten Spots in ähnlicher Aufmachung und mit ähnlichen Grundaussagen, an dessen Ende Bill Bogert – diesmal in Bezug auf den republikanischen Kandidaten Donald Trump – auch wieder sagt: „Dieser Mann macht mir Angst. (Englisch: This man scares me.)“[5]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bogert hatte 1975 bei seiner Arbeit in einem Theater in Stamford (Connecticut) die Schauspielerin und Puppenspielerin Eren Ozker kennengelernt, die unter anderem in der Muppet Show mitwirkte.[6] Die beiden heirateten am 25. April 1977[7]; ihre Ehe hielt bis zu Ozkers Tod am 26. Februar 1993.[6]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. The Complete Directory to Prime Time Network and Cable TV Shows, 1946-Present, Ballantine Books, 2003, ISBN 0-345-45542-8, S. 1088
  2. Adam Freelander: A “Republican Confession” from 52 years ago has a lot to say about this year’s election. In: Quartz. Abgerufen am 10. März 2016.
  3. Heather Hendershot (2011): What's Fair on the Air?, Chicago: University of Chicago Press, S. 176.
  4. Ben Geier: Here's Why a 1964 Political Ad is Going Viral - Fortune. In: Fortune. 9. März 2016. Abgerufen am 10. März 2016.
  5. Clinton Coffee: Clinton Campaign Recreates 1964 'Confessions of a Republican’ Ad for the Trump Era – Adweek (mit den beiden Werbespots als Videos). In: adweek.com. 18. Juli 2016, abgerufen am 19. Februar 2017 (englisch).
  6. a b Eren Ozker, Actress And Puppeteer, 44; A Voice of Muppets. In: The New York Times, 27. Februar 1993. Abgerufen am 11. März 2016. 
  7. William Bogert: Remembering Eren. Abgerufen am 11. März 2016.