William Edmunds

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William Edmunds (* 15. Juli 1886 in San Fele, Potenza als Guillermo Bocconcini; † 7. Dezember 1981 in Los Angeles, Kalifornien) war ein italienisch-amerikanischer Schauspieler, welcher zwischen 1934 und 1959 fast 100 Film- und Fernsehauftritte absolvierte. Meistens wurde er als Südeuropäer in kleineren Nebenrollen besetzt.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

William Edmunds wurde unter seinem Geburtsnamen Guillermo Bocconcini im italienischen Dörfchen San Fele geboren. Allerdings gibt es über sein genaues Geburtsdatum einige Unstimmigkeiten: Es gibt Quellen, welche vom 1. Januar 1885 als Edmunds Geburtstag ausgehen, die große Mehrzahl geht jedoch davon aus, dass Edmunds am 15. Juli 1886 geboren wurde. Der Schauspieler emigrierte bereits vor dem Ersten Weltkrieg in die Vereinigten Staaten, wo er in den folgenden Jahrzehnten als Theaterschauspieler arbeitete. Im Januar 1910 war er mit dem Stück The Young Turk erstmals am Broadway in New York zu sehen, wo er auch in den nächsten Jahrzehnten noch gelegentlich auftrat.[1] Sein Filmdebüt gab Edmunds hingegen erst 1934 – im Alter von fast 50 Jahren – an der Seite von Bob Hope in Going Spanish, welcher ebenfalls in New York gedreht wurde. Nachdem der Charakterdarsteller im Dezember 1937 noch im Broadway-Stück Siege gespielt hatte, zog es ihn im Jahre 1938 zur Filmindustrie nach Hollywood.

Dort übernahm er im nächsten Jahrzehnt kleinere Nebenrollen in zahlreichen Spielfilmen, häufig ohne dafür eine Nennung im Abspann zu erhalten. Mit seinem hageren, südländischen Aussehen und seinem schweren Akzent verkörperte er stets Ausländer: meistens Südeuropäer wie Italiener, Spanier und Franzosen; gelegentlich aber auch exotischere Figuren wie Araber und Polynesier. Seine wohl bekannteste Rolle ist der italienische Barbesitzer Mr. Martini im Filmklassiker Ist das Leben nicht schön? aus dem Jahre 1946. Einen weiteren Restaurantbesitzer hatte er bereits fünf Jahre zuvor in Alfred Hitchcocks Komödie Mr. und Mrs. Smith gespielt. Er verkörperte ebenfalls einen Zigeunerführer im Horrorfilm Frankensteins Haus (1944) sowie Groucho Marxs bemitleidenswerten Vorgesetzten in der Komödie Doppeltes Dynamit (1951). Er hat ebenfalls einen Kurzauftritt im Kultfilm Casablanca, in welchem er als zwielichtiger Schmuggler einem Flüchtling eine illegale Schiffspassage nach Amerika verspricht.

In den 1950er-Jahren zog Edmunds sich zunehmend aus dem Schauspielgeschäft zurück, absolvierte aber noch einige Gastauftritte im US-Fernsehen. 1959 verabschiedete er sich nach fast 100 Film- und Fernsehauftritten von der Leinwand. Nachdem William Edmunds 1981 im hohen Alter von 95 Jahren verstorben war, wurde seine Asche in die See gestreut.[2]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. William Edmunds bei der Internet Broadway Database
  2. William Edmunds bei Find A Grave