William Louis Dickinson

William Louis „Bill“ Dickinson (* 5. Juni 1925 in Opelika, Alabama; † 31. März 2008 in Montgomery, Alabama) war ein US-amerikanischer Rechtsanwalt, Richter und Politiker (Republikanische Partei).
Werdegang
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]William Louis Dickinson war der Sohn des Juristen Henry Kline Dickinson und dessen Frau Bernice Esther Lowe Dickinson. Sein Vater war von 1925 bis 1936 Bürgermeister von Opelika. William Louis Dickinson besuchte die öffentliche Schule Opelikas. Dann diente er zwischen 1943 und 1946 in der US-Navy und bekleidete später den Dienstgrad eines Majors im Air Force Reserve Command (AFRC). Dickinson graduierte 1950 an der juristischen Fakultät der University of Alabama mit einem Juris Doctor. Seine Zulassung als Anwalt bekam er im gleichen Jahr und fing dann in Opelika an zu praktizieren. Er war zwischen 1952 und 1954 Richter in Opelika, danach zwischen 1954 und 1958 Richter am Court of Common Pleas und Jugendgericht (Juvenile Court) in Lee County und zuletzt zwischen 1958 und 1962 Amtsrichter am 5. Gerichtsbezirk von Alabama. Ferner war er zwischen 1962 und 1964 stellvertretender Vizepräsident der Southern Railway System.
Dickinson war zwischen 1954 und 1962 Mitglied in Opelika Board of Education und 1961 dessen Präsident. Darüber hinaus war er zwischen 1960 und 1962 einer der Mitbegründer im Verwaltungsrats des Lee County Rehabilitation Centers. Danach war er 1963 ein Mitglied im Governor’s Industrial Development Committee of One Hundred. Dickinson nahm in den Jahren 1964, 1966, 1968 und 1970 als Delegierter an den State Republican Conventions teil sowie 1968 an der Republican National Convention.
Er kandidierte bei den Wahlen zum Repräsentantenhaus 1964 und schlug den Amtsinhaber George M. Grant. Sein Wahlsieg verdankte er der Unzufriedenheit im Tiefen Süden über den Civil Rights Act of 1964, der die gesetzliche Gleichstellung von Afroamerikanern zum Ziel hatte. Dickinson war klar dem konservativen Flügel der Republikanischen Partei zuzuordnen. Als Abgeordneter sprach er sich auch gegen den Voting Rights Act of 1965 und den Civil Rights Act of 1968 aus. Außerdem war ein Befürworter eines größeren Budgets für das Militär. Er wurde in die dreizehn nachfolgenden US-Kongresse wiedergewählt und diente von 1965 bis 1992 im Committee on House Administration und von 1969 bis 1992 im Committee on Armed Services. Dickinson entschied sich 1992 gegen eine Kandidatur für den 103. US-Kongress. Er war im US-Repräsentantenhaus vom 3. März 1965 bis zum 3. Januar 1993 tätig.
Dickinson heiratete 1948 Mary Patterson Stanfield. Sie hatten vier Kinder. Er ließ sich scheiden und heiratete 1977 Barbara Edwards. Er verstarb 2008 an Darmkrebs.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- William Louis Dickinson im Biographical Directory of the United States Congress (englisch)
- Brett J. Derbes: Bill Dickinson. In: Encyclopedia of Alabama, 27. September 2012, zuletzt aktualisiert am 7. Juli 2023, abgerufen am 7. September 2024.
- William Louis Dickinson in der Datenbank Find a Grave
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Dickinson, William Louis |
| ALTERNATIVNAMEN | Dickinson, Bill (Spitzname) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Rechtsanwalt, Richter und Politiker |
| GEBURTSDATUM | 5. Juni 1925 |
| GEBURTSORT | Opelika, Alabama |
| STERBEDATUM | 31. März 2008 |
| STERBEORT | Montgomery, Alabama |