Windows Subsystem for Linux

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Windows Subsystem for Linux

Screenshot of ‘Bash on Ubuntu on Windows’.png
Bash unter Windows 10
Basisdaten

Entwickler Microsoft
Erscheinungsjahr 2016
Betriebssystem Windows 10
Kategorie Kompatibilitätsschicht
Lizenz Q63130800
blogs.msdn.microsoft.com/wsl/

Das Windows Subsystem for Linux (WSL) ist eine Kompatibilitätsschicht zum Ausführen von Linux-Executables im ELF-Format in Microsoft Windows 10. Microsoft und Canonical gingen hierzu eine Partnerschaft zu dem Zweck ein, in Windows 10 ein Ubuntu 14.04 „Trusty Tahr“-Image herunterladen und installieren zu können. Die in diesem Image enthaltenen Anwendungen können nativ auf dem Windows Subsystem for Linux ausgeführt werden.[1][2][3] WSL beinhaltet eine Linux-kompatible Kernelschnittstelle, die von Microsoft entwickelt worden ist, die selbst aber keinen Code des Linux-Kernels enthält. Von Ubuntu bereitgestellte ausführbare Dateien laufen im User Mode darauf.[4]

Weitere Einzelheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Subsystem führt nicht alle Linux-Programme aus, davon betroffen sind insbesondere solche, die eine grafische Benutzeroberfläche (GUI) voraussetzen oder Kernelfunktionen nutzen, die von der WSL-Kernelschnittstelle nicht implementiert worden sind.[5] GUI-Programme können aber einen externen X-Server wie beispielsweise VcXsrv oder Xming verwenden.[6] WSL benutzt weniger Ressourcen als eine komplette virtuelle Maschine und dürfte der direkteste Weg sein, Linux-Software auf einem Windows-System laufen lassen zu können. Linux- und Windows-Anwendungen können so beispielsweise in einem Skript nacheinander an den gleichen Dateien Manipulationen vornehmen.[7]

Das Subsystem hat seinen Ursprung im nicht freigegebenen „Project Astoria“, das Android-Anwendungen auf Windows 10 Mobile ermöglichen sollte.[5] WSL wurde mit Windows 10 Insider Preview Build 14316 veröffentlicht.[8]

Windows Subsystem for Linux ist nur auf 64-bit-Versionen von Windows 10 verfügbar[7] und kann in Windows 10 Anniversary Update und neueren Versionen aktiviert werden.

In einem Geschwindigkeitsvergleich mit Windows 10 und nativen Versionen von Ubuntu, Suse, Debian und Intel Clear Linux fanden sich die WSL-Varianten nur wenig hinter den Besten.[9]

Ein Teil davon ist auch das sogenannte LXSS, was wohl für Linux-Subsystem steht,[10] und womit eine Bash (in einer Ubuntu-Umgebung) gemeint ist.[11]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mike Harsh: Run Bash on Ubuntu on Windows. In: Building Apps for Windows. Microsoft. 30. März 2016.
  2. Klint Finley: Why Microsoft Making Linux Apps Run on Windows Isn’t Crazy. In: Wired. Condé Nast. 30. März 2016.
  3. Dustin Kirkland: Ubuntu on Windows – The Ubuntu Userspace for Windows Developers. In: Ubuntu Insights. Canonical. 30. März 2016.
  4. Jack Hammons: Bash on Ubuntu on Windows. In: Microsoft Developer Network. Microsoft. 9. April 2016.
  5. a b Peter Bright: Why Microsoft needed to make Windows run Linux software. In: Ars Technica. Condé Nast. 6. April 2016.
  6. Daniel Aleksandersen: Running Linux desktop apps on the Windows Subsystem for Linux. In: Slight Future. 7. April 2016.
  7. a b Frequently Asked Questions for WSL. Microsoft.
  8. Gabe Aul: Announcing Windows 10 Insider Preview Build 14316. In: Windows Experience Blog. Microsoft. 6. April 2016.
  9. phoronix.com: Windows 10 vs. Windows WSL vs. Linux - Ubuntu / openSUSE / Debian / Clear Linux
  10. Windows Subsystem for Linux Overview (englisch) – MSDN-Blogeintrag, am 22. April 2016; u. a. mit LXSS Manager Service und Linux subsystem driver
  11. Schneller Fortschritt: WinBtrfs 0.7 bietet RAID5/6Heise, am 25. Oktober 2016