Wir sind die Neuen

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Dieser Artikel beschreibt die deutsche Filmkomödie. Für den Krimi aus der Reihe München Mord siehe München Mord: Wir sind die Neuen
Filmdaten
Originaltitel Wir sind die Neuen
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2014
Länge 91 Minuten
Altersfreigabe FSK 0[1]
JMK 8[2]
Stab
Regie Ralf Westhoff
Drehbuch Ralf Westhoff
Produktion Ralf Westhoff,
Florian Deyle,
Martin Richter
Kamera Ian Blumers
Schnitt Uli Schön
Besetzung

Wir sind die Neuen ist eine deutsche Filmkomödie des Regisseurs und Produzenten Ralf Westhoff aus dem Jahr 2014. Der Film feierte seine Premiere am 29. Juni 2014 am Filmfest München.[3]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anne, eine etwa 60 Jahre alte Biologin, muss aus ihrer bisherigen Stadtwohnung in München ausziehen und kommt – auch aus finanziellen Beweggründen – auf die Idee, eine Wohngemeinschaft mit ihren Mitbewohnern aus der Studentenzeit zu gründen. Von ihren Jugendfreunden zeigen sich schlussendlich aber nur der Single und alte Frauenheld Eddi und der sozial engagierte, allerdings finanziell nicht erfolgreiche Jurist Johannes (ebenfalls Single) bereit, mit ihr zusammenzuziehen. Bei Eddi wurde vor kurzem eine schwere Krankheit diagnostiziert, er sagt den beiden anderen aber nichts davon.

Ihre neuen Nachbarn, die drei Studenten Katharina, Barbara und Thorsten, welche in der Examensphase nicht beim Lernen gestört werden wollen, beschweren sich schon bald bei den drei Neuankömmlingen über zu viel Lärm und verlangen, dass die Hausordnung penibel eingehalten wird. Der entstehende Generationenkonflikt führt zu zahlreichen Situationen, in denen sich die beiden Parteien in die Haare geraten. Doch eines Tages wendet sich das Blatt und die Alten müssen nun ihren jungen Mitbewohnern, die durch Stress und Liebeskummer aus der Spur geraten sind, helfend unter die Arme greifen.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wir sind die Neuen ist ordentlich gemachte, etwas zu dialoglastige Unterhaltung, aber der Generationskonflikt wird hier nur als Stichwortgeber und Pointenlieferant genutzt. Wer ein tiefergehendes Interesse an dem Thema hat, sitzt im falschen Film.“

Thomas Vorwerk, filmstarts.de[4]

„Wenn sich Anne, Eddie und Johannes zu Mentoren der gestressten und rückenlahmen Gegenwartsstudenten aufschwingen, zeichnet Ralf Westhoff etwas überdeutlich seine Überzeugung, dass echter Fortschritt und Ausgleich nur durch den Austausch zwischen den Generationen entstehen kann. Aber die Melancholie über verpasste Chancen und der leise Zweifel an der Richtigkeit des eigenen Tuns bleiben und machen aus Wir sind die Neuen ein kleines Komödien-Juwel. Genau der richtige Film für ein Land, das in seiner WM-Euphorie kurz vor der Hyperventilation steht und sich dringend wieder erden muss.“

Oliver Kaever, Die Zeit[5]

„Westhoff hat ihnen brillante Dialoge geschrieben – aber auch den Jungen. ‚By the way, wenn ihr damals ein bisschen flotter gewesen wärt, dann müssten wir heute nicht über Regelstudienzeiten und Studiengebühren diskutieren‘, sagt Thorsten – Treffer, versenkt. Er beherrscht die seltene Begabung, Dialoge glaubwürdig wirken zu lassen und sie gleichzeitig komisch zuspitzen zu können. Dass ‚Wir sind die Neuen‘ visuell nicht viel hergibt, fällt bei diesen Dialogen beinahe nicht auf.“

Martina Knoben, Süddeutsche Zeitung[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Wir sind die Neuen. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Mai 2014 (PDF; Prüf­nummer: 144 912 K).
  2. Alterskennzeichnung für Wir sind die Neuen. Jugendmedien­kommission.
  3. Elf BR-(Ko-)Produktionen feiern Premiere Bayerischer Rundfunk, abgerufen am 17. Juli 2014.
  4. Thomas Vorwerk: Wir sind die Neuen. In: http://www.filmstarts.de, abgerufen am 17. Juli 2014.
  5. Oliver Kaever: Die wilden Alten. Die Zeit, 16. Juli 2014, abgerufen am 30. Juli 2014.
  6. Martina Knoben: Jungspießer gegen Althippies. Süddeutsche Zeitung, 20. Juli 2014, abgerufen am 30. Juli 2014.