Wolf-Rüdiger von Bismarck

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Wolf-Rüdiger von Bismarck (* 28. Juli 1931 in Stolp, Pommern) ist ein deutscher Verwaltungsjurist und ehemaliger Landrat in Schleswig-Holstein.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Sohn des Generalmajors Georg von Bismarck erlebte er den Zweiten Weltkrieg in Königsberg (Preußen), das Kriegsende und die Nachkriegszeit in Pommern. Nach Flucht und Vertreibung fand sich die Familie in Flensburg wieder. Bismarck studierte an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Rechtswissenschaft und wurde 1955 Mitglied des Corps Palaiomarchia-Masovia Kiel, das ihm später die Ehrenmitgliedschaft verlieh.[1] Nachdem er im schleswig-holsteinischen Landesdienst Ministerialdirigent geworden war, wurde er als ehrenamtlicher Abgeordneter des Plöner Kreistags 1979 zum Landrat im Landkreis Plön gewählt. Dass die von ihm geleiteten Ausschüsse öffentlich tagten, wurde vom CDU-Innenminister förmlich kritisiert. Zum Missfallen seiner „Parteifreunde“ richtete er das erste eigenständige Umweltamt in Schleswig-Holstein ein.[2] Zwar allseits geschätzt, musste er sein Amt 1988 aufgeben, als die Kreistagswahlen eine rot-grüne Mehrheit ergeben hatten. In seinen 2009 erschienenen Memoiren berichtet Bismarck auch über die notorischen Intrigen der CDU zwischen den Meeren; besonders „würdigt“ er den Landtagsabgeordneten und früheren Kreisvorsitzenden Werner Kalinka. Auf dessen Intervention nahm der Verlag das (weitgehend abverkaufte) Buch aus dem Handel. Bismarck engagiert sich in der von Bismarck-Briest'schen Familienstiftung der Familie von Bismarck.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Von Pommern nach Plön. Erinnerungen eines Landrats aus acht Jahrzehnten, Autobiografie. Wachholtz, Neumünster 2009. ISBN 9783529061240.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kösener Corpslisten 1996, 114/64
  2. Kieler Nachrichten (7. November 2009)