Wolfram Friedersdorff

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Wolfram Friedersdorff (* 16. März 1950 in Naundorf) ist ein deutscher Politiker (Die Linke). Er war von 2002 bis 2006 Staatssekretär im Ministerium für Soziales Mecklenburg-Vorpommern und war von Herbst 2014 bis Oktober 2020 Präsident der Volkssolidarität.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedersdorff war als ursprüngliches SED-Mitglied seit 1990 wirtschaftspolitischer Sprecher der PDS-Fraktion in der Ost-Berliner Stadtverordnetenversammlung. In Berlin-Lichtenberg wurde er 1992 Stadtrat für Wirtschaft und Finanzen. Von 1995 bis 2001 bekleidete er das Amt des Bezirksbürgermeisters in Lichtenberg, seit 2001 des aus den vormaligen Bezirken Lichtenberg und Hohenschönhausen gebildeten Bezirks Lichtenberg. Zum 15. November 2002 wechselte Friedersdorff ins Sozialministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern und übernahm dort bis 2006 die Funktion des Staatssekretärs.[1][2]

Am 24. April 2006 wählte die Schweriner Stadtvertretung Friedersdorff zum Beigeordneten und zum ersten Stellvertreter des Oberbürgermeisters.[3] Er leitete seitdem das Dezernat Bauen, Ordnung und Umwelt.[4] Nach dem Hungertod eines fünfjährigen Mädchens im November 2007 in Schwerin übernahm Friedersdorff im Januar 2008 zeitweilig die Zuständigkeit für das Jugendamt vom Dezernenten Hermann Junghans.[5][6] Als Folge dieser Ereignisse wurde auch der bisherige Oberbürgermeister Norbert Claussen am 27. April 2008 abgewählt. Friedersdorff war daraufhin vom 1. Mai bis zum 31. Oktober 2008 geschäftsführender Oberbürgermeister von Schwerin. Bis er 2014 Präsident der Volkssolidarität wurde, war er erster Stellvertreter des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Schwerin.

Friedersdorff ist verheiratet und Vater von fünf Kindern. Zu seinen Hobbys gehört der Marathonlauf.[7]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werner Breunig, Andreas Herbst (Hrsg.): Biografisches Handbuch der Berliner Abgeordneten 1963–1995 und Stadtverordneten 1990/1991 (= Schriftenreihe des Landesarchivs Berlin. Band 19). Landesarchiv Berlin, Berlin 2016, ISBN 978-3-9803303-5-0, S. 420.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter-Rudolf Zotl: Vor 15 Jahren auf zotl.de
  2. Bezirksbürgermeister Dr. Friedersdorff wird Staatssekretär im Sozialministerium Mecklenburg-Vorpommerns. In: berlin.de. 8. November 2002, archiviert vom Original am 7. August 2004; abgerufen am 11. Juli 2016.
  3. Kommunal-Newsletter der Linksfraktion im Bundestag Nr. 05/2006 – 17. August 2006 (Memento vom 17. Dezember 2015 im Internet Archive)
  4. Manfred Klaus: Auf dem Chefsessel. Amtsträgerinnen und Amtsträger der Partei DIE LINKE in kommunalen Verwaltungen. (Memento vom 1. April 2010 im Internet Archive) (PDF; 1,2 MB)
  5. Behörde gibt im Fall Lea-Sophie Fehler zu. tagesspiegel.de, 22. Januar 2008
  6. Hauptamtliche Beigeordnete, Dezernentinnen und Dezernenten, Bezirkstadträtinnen und Bezirksstadträte (Memento vom 1. April 2010 im Internet Archive) (PDF; 355 kB)
  7. Johanna Edelbloude: Les néo-socialistes est-allemands du Parti du Socialisme Démocratique (PDS) face à l’extrème droite. La figure de l’ennemi dans le jeu politique. (PDF) Diss. IEP Paris 2006, S. 335