World Anti-Communist League

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Die World Anti-Communist League (WACL) wurde 1966 in Taipeh, Republik China auf Taiwan als Erweiterung der Asian People’s Anti-Communist League (APACL) gegründet und am 23. Juli 1990 auf der 22. Generalversammlung in Brüssel in World League for Freedom and Democracy, mit in Kraft treten zum 1. Januar 1991, umbenannt.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Asian People's Anti-Communist League (APACL, heute als Asian-Pacific League for Freedom and Democracy bekannt) hatte ihre Wurzeln in der China-Lobby, einer Gruppe mit dem Ziel, eine offizielle internationale Anerkennung der chinesischen kommunistischen Regierung zu stoppen. Die China-Lobby hatte Verbindungen zur US-Regierung und CIA, deren Agent Ray Cline die Gruppe bei der Schaffung der Taiwanese Political Warfare Cadres Academy in den späten 1950er Jahren unterstützte.[1]

Die Gründer der APACL waren Mitglieder der Regierungen von Taiwan und Korea, darunter Park Chung Hee, später Präsident von Korea, Kodama Yoshio, später als Mitglied der organisierten Kriminalität in Japan identifiziert, Ryoichi Sasakawa, ein japanischer Milliardär und Krimineller, der als Kriegsverbrecher nach dem Zweiten Weltkrieg ins Gefängnis kam, Osami Kuboki, sowie andere Anhänger von Reverend Sun Myung Moon, damaliger Kopf der Unification Church.[2] Elpidio Quirino, vormaliger Präsident der Republik der Philippinen (1948–53), und Syngman Rhee aus Südkorea waren ebenfalls unter den Gründern der APACL, die schließlich am 15. Juni 1954 in Jinhae, Hauptstadt von Südkorea während der Kriegszeit, etabliert wurde. Die erste Generalkonferenz fand ebenfalls in Jinhae statt, an der sich Vertreter einer Vielzahl von Staaten beteiligte, darunter aus Vietnam, Thailand, Okinawa, Hongkong und Macao.

Im Jahr 1966 hatte sich die Zahl der Mitgliedsländer der APACL in Asien, Australien und Afrika auf 27 erhöht. Auf ihrer 12. Konferenz in Seoul am 3. November 1966 wurde ein fünfzehnköpfiger Ausschuss gebildet, um den Ausbau der Organisation zu diskutieren. Der Ausschuss entschied sich schließlich dafür, eine neue anti-kommunistische Organisation einschließlich der APACL, regionale Organisationen, und eine internationale antikommunistische Organisation zu etablieren. Am 7. November 1966 haben die Delegierten die "Charter of the World Anti-Communist League" in einer Plenarsitzung adoptiert. Es wurde ebenfalls beschlossen, dass Tawain für die Organisation der ersten Generalkonferenz sein sollte.

Die Charta der World Anti-Communist League (WACL), untergliedert in 8 Abschnitte und 32 Paragraphen, trat am 1. April 1967 in Kraft und definierte die Aufteilung der WACL in sechs regionale Organisationen: Asien (heute Asian Pacific League for Freedom and Democracy), Naher Osten (heute Middle East Solidarity Council), Afrika (heute African Organization for Freedom and Democracy), Europa (heute European Council for World Freedom), Nord-Amerika (heute North American Federation for Freedom and Democracy) und Lateinamerika (heute Federation of Latin American Democratic Organization). Die Vertreter asiatischer Regionen innerhalb der Organisation waren die Hauptantriebskraft, die Missionen der WACL auf den Weg zu bringen.

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsident der deutschen Sektion ist seit 2012 Axel Fischer (Politiker).

Umstrittene Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der World Anti-Communist League waren zahlreiche Nazikollaborateure und lateinamerikanische Todesschwadronen aktiv. Zu den prominenten Mitgliedern zählen:[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thomas Bodenheimer und Richard Gould, Rollback: Right-wing Power in U.S. Foreign Policy (Boston, MA: South End Press, 1989)
  2. World Anti-Communist League. Institute for Policy Studies, 9. Januar 1990 (englisch)
  3. Scott & Jon Lee Anderson – Inside the League (1986).pdf (PDFy mirror)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]