Xfire

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Xfire Gamer Messenger

Logo Xfire
Basisdaten

Entwickler Xfire Team
Aktuelle Version 1.155 (letzte Version)
(21. März 2013)
Betriebssystem Windows, Mac OS (iFire, nicht offiziell), iOS, Android
Kategorie Instant Messaging
Lizenz Proprietär
deutschsprachig ja
de.xfire.com

Xfire war ein kostenloser Instant-Messaging-Dienst zur Kommunikation zwischen Computerspielern via Internet. Das Programm nutzte ein proprietäres Netzwerkprotokoll. Am 12. Juni 2015 wurde der Xfire-Client eingestellt.[1] Als besonderes Alleinstellungsmerkmal besitzt das Programm die Möglichkeit, die aktuell vom Spieler geöffneten Spiele zu ermitteln und diese den Kontakten anzuzeigen, um anderen Freunden Instant-Messages ingame (engl. in game: 'im Spiel') schicken zu können. Der Messenger war ursprünglich nur für Windows verfügbar, es existieren aber mittlerweile auch inoffizielle Versionen für Mac OS, iOS (Xblaze) und Android (XFMobile). Zusätzlich sind Open-Source-Plug-ins für Pidgin, Miranda IM, Miranda NG, Adium und Trillian verfügbar.

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Indem Xfire laufende Prozesse analysiert, kann das Programm das aktive Spiel ermitteln und schickt diese Information zum Xfire-Server. Dabei werden zusätzliche Metadaten übermittelt, beispielsweise der aktuell verwendete Spiele-Server, das Level, die Karte und die Spieleranzahl. Xfire kann diese Informationen dann anderen Benutzern der eigenen Kontaktliste oder allen Benutzern ersichtlich machen, sodass ein Freund auf den jeweiligen Server beitreten kann.

Dies machte die lange Zeit gehandhabte Praxis des Copy'n'Paste und Austauschen der Server-Informationen unter den Spielern überflüssig.

Das Programm unterstützt das sofortige Verbinden zu einem Spiele-Server für viele Spiele. Das bedeutet, dass Kontakte direkt einem Server beitreten können. Xfire erlaubt Benutzern Nachrichten von anderen Messenger-Diensten - zum Beispiel Steam - direkt ins Spiel zu schreiben, da es eine unabhängige Anwendung ist.

Xfire gibt unter anderem an, wie viele Stunden man welche Spiele gespielt hat. Auch kann man Bildschirmfotos (Standardkombination „Rollen-Taste + S“) und Videos im Spiel erzeugen, die auf der Xfire-Profilseite veröffentlicht werden können.

Eine zusätzliche Option, ist das Streamen auf bestimmte Plattformen, wie zum Beispiel Twitch.

Ein weiteres Feature von Xfire ist der Downloadteil. Man kann sich in sogenannte Channels jeglicher Themata einschreiben (z. B. „eSports-Movies“, „WOW-Movies“, „First Person Shooters Trailers“) in denen zu dem jeweiligen Thema, Filme automatisch heruntergeladen werden, die von Moderatoren hinzugefügt wurden. Neben den automatischen Channels kann man auch noch Dateien aus einer Datenbank von Movies, Trailern, Demos etc. über Xfire herunterladen.

Außerdem werden für manche Spiele automatisch Aktualisierungen heruntergeladen. Der Ladevorgang an sich ist dabei mit BitTorrent oder einem Filesharing-Netzwerk zu vergleichen (siehe P2P). Während eine Datei am Anfang von den Xfire-Servern „geseedet“ (d. h. verteilt) wird, werden alle Downloader selbst zu Servern und tragen einen Teil zu der recht hohen Datenübertragungsgeschwindigkeit im Xfire-Netzwerk bei. Die Download-Upload-Begrenzung kann je nach eigenem Status (Spielt, am PC und abwesend) voreingestellt werden.

Xfire unterstützt über 3500 Spiele und über 200, die man durch den Xfire-Client bedienen kann. Diese unterstützten Spiele sind von den verschiedensten Genres und umfassen populäre Spiele wie Teile der Counter-Strike-, der kompletten Call-of-Duty- sowie der Battlefield-Serie, World of Warcraft und Guild Wars - aber auch unbekanntere Spiele wie das Open-Source-Spiel Warsow.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Xfire wurde Anfang 2004 entwickelt. Seither haben sich über 24 Millionen Nutzer registriert.

Mit der Version 1.43 im August 2005 führte die Xfire Inc. eine Beta-Voice-Chat über VoIP ähnlich wie (unter anderem) TeamSpeak ein. Auch der Dateiversand wurde per Update hinzugefügt. Seit Januar 2008 ist es nun auch möglich Videoaufnahmen des laufenden Spiels zu machen und diese wahlweise auf der Xfire Website ähnlich wie bei YouTube anderen Spielern zugänglich zu machen, oder per Stream Freunden ermöglichen das Geschehen live zu verfolgen.

Aufgrund eines sehr langen Ausfalls des „Steam Friends“-Messengers, mit dem man innerhalb der von Steam unterstützen Spiele chatten konnte, wurde oft Xfire als Ersatz benutzt und konnte so einen höheren Verbreitungsgrad erreichen.

Ende April 2006 wurde Xfire an Viacom für 102 Millionen US-Dollar verkauft. Man erhofft sich dadurch, die Online-Community weiter auszubauen.

Das Protokoll wurde teilweise dokumentiert und von gfire, einem OpenSource-Plugin für Pidgin, implementiert.

Mit XfirePlus kommen seit November 2006 nun auch kleine Plug-Ins zu Xfire dazu, welche unter anderem den anderen Spielern zeigen welche Musik man am PC gerade hört, allerdings bietet XFire selbst seit geraumer Zeit die Möglichkeit, aktuelle Titelinformationen von den verbreitetsten Mediaplayern wie iTunes, Windows Media Player oder Winamp zu übernehmen. Es sollen weitere folgen, mit dem Fernziel, dass der Nutzer kein Teamspeak, ICQ, MSN, AIM etc. mehr parallel laufen haben muss, da Xfire mit all diesen kompatibel ist.

XFire unterstützt aktuell mittlerweile viele davon, wie AIM (und damit ICQ), den Windows Live Messaging Service (MSN), den Yahoo Messenger (Y!M) und bietet selbst auch eine integrierte VoIP-Integration.

Am 2. August 2010 wurde Xfire von Titan Gaming übernommen. Dabei wurde gegen Abend folgende Nachricht an alle Usern gesendet, „Xfire was bought by new owners today. Most of the team that has built Xfire over the last six years is leaving. We enjoyed working for you for the last 127 releases and wish we could stay to create the next 127. Good bye, good luck, and game on. --- The Xfire Team“.

Am 12. Juni 2015 wurde der Xfire-Client samt Webseite eingestellt. Grund dafür ist der zukünftige Fokus auf die Xfire Tournament Platform.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Abschiedsmeldung zur Xfire-Client Einstellung. Archiviert vom Original am 11. Juni 2015. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/social.xfire.com Abgerufen am 18. Juni 2015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]