Yeshayahu A. Jelinek

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Yeshayahu Andrej Jelinek (geboren als Ješajahu Andrej Jelínek am 16. Juli 1933 in Prievidza, Tschechoslowakei; gestorben 21. Dezember 2016 in Be’er Scheva) war ein israelischer Historiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jelinek wurde 1933 in der heutigen Slowakei geboren. 1949 wanderte die Familie nach Israel aus. 1951 bis 1953 diente er in den Armee. Später studierte er Geschichte, Soziologie und zeitgenössisches Judentum an der Hebräischen Universität Jerusalem und schloss 1963 mit dem Magister ab. 1966 wurde er an der Indiana University Bloomington promoviert, die Dissertation verfasste er in Slowakisch.

Seit 1966 lehrte er an verschiedenen Universitäten, zunächst bis 1969 als Visiting Assistant Professor an der Universität Colorado in Denver und der University of Minnesota. Später lehrte er an der Universität Haifa, der Hebräischen Universität Jerusalem, der New Yorker Columbia University, der Denison University in Granville, Ohio, der Ben-Gurion-Universität des Negev und dem Hanegev College in Scha’ar HaNegev.

Seit 1988 war er Gastprofessor und Gastwissenschaftler unter anderem an der Universität Hamburg, der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg, der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, dem Simon-Dubnow-Institut in Leipzig und dem Herder-Institut in Marburg.

Er publizierte auf Englisch, Slowakisch und Deutsch zu den deutsch-israelischen Beziehungen und zur Geschichte der Juden in der Slowakei.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alexander Korb: Yeshayahu A. Jelinek (1933–2016), Pioneer Historian of Central Europe and the Holocaust, in: Yad Vashem Studies 45/1 (2017), S. 1–6.
  • Udo Wengst: Vorwort zu: Yeshayahu A. Jelinek: Deutschland und Israel 1945-1965. Ein neurotisches Verhältnis. Institut für Zeitgeschichte, R. Oldenbourg, München 2004, ISBN 3-486-56764-0, S. 13–15.