Zechenbahn Lohberg

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Zechenbahn Lohberg
Streckenlänge: ca. 10 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem: 600 V =
Bundesland (D): Nordrhein-Westfalen
   
Zeche Lohberg
   
L 4
   
L 462
   
Rotbach
   
Bahnstrecke Oberhausen–Arnhem
   
zum Bahnhof Dinslaken
   
L 21
   
Emscher
   
Halde Wehofen
   
Stadtgrenze Dinslaken/Duisburg
   
Anschlussgleis zur Zeche Walsum
   
Zeche Wehofen
   
L 155 von Walsum nach OB – Holten
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Bahnstrecke Oberhausen–Walsum Südhafen
  – HOAG-Trasse
BSicon STR.svg
   
A 59
   
Kleine Emscher
   
Bahnstrecke Oberhausen–Wesel
   
zur Schachtanlage Friedrich Thyssen 2/5
   
von Schachtanlage Friedrich Thyssen 2/5
Bahnübergang
B8 und Straßenbahn SL 903
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
Thyssen Krupp, Werk Hamborn-Fahrn
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
zum Thyssen Krupp-Stahlwerk Schwelgern
Strecke – geradeaus
zum Hafen Schwelgern und Walsumer Südhafen

Die Zechenbahn Lohberg war eine 1906–1912 errichtete Kohlenbahn (Werksbahn), die die Zeche Lohberg in Dinslaken über die Duisburger Ortsteile Wehofen und Walsum mit den Schwesternzechen, der Zeche Wehofen und der Zeche Neumühl, der Zeche Friedrich Thyssen und mit den Hüttenwerken in Duisburg-Hamborn verband.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bahnstrecke wurde von Eisenbahn und Häfen, einem Tochterunternehmen von ThyssenKrupp, bis zur Stilllegung der Lohberger Zeche betrieben und sie diente der Aufschließung des nördlichen Bereichs des rechtsrheinischen Kohlegebietes.

Die Gleisanlagen auf der Trasse sind inzwischen abgebaut. Der noch vorhandene, in nord-südlicher Richtung verlaufende Bahndamm teilt das Dinslakener Stadtgebiet in Dinslaken–Mitte und dem Ortsteil Hiesfeld. Das Gewerbegebiet Dinslaken–Mitte grenzt in Höhe der L 462 an die Trasse. Sie verläuft in Dammlage und ist bis auf zwei niveaugleiche Bahnübergänge, in Höhe der Wehofener Halde und in Höhe Fliehburg, kreuzungsfrei und sie überquert vor dem Gelände der Wehofener Halde die Emscher. Der Bahndamm war so ausgelegt, dass die Bahnstrecke bis Lohberg auch zweigleisig ausgebaut werden konnte. Sie war ab Abzweig Fliehburg bis Hamborn auch tatsächlich zweigleisig und bis nach Lohberg durchgehend elektrifiziert.

Eine Verbindungsstrecke führte von Wehofen aus in Richtung Zeche Walsum und dem Walsumer Nordhafen und war auch an die Walsumbahn angeschlossen. Ab Wehofen führte sie der A 59 entlang und unterquerte dort auch die L 155 und die Trasse der ehemaligen HOAG- Werksbahn.

Die Bahn war über den Abzweig Fliehburg mit dem Alten Walzwerk, der späteren Werksniederlassung von Mannesmann, verbunden und in Höhe des Dinslakener Bahnhofs an die Oberhausener-Arnheimer Strecke angeschlossen.

Da der Deponiestandort der Wehofener Halde um den Abschnitt an der Nordseite unter der Bezeichnung Wehofen-Nord als dritter Bauabschnitt erweitert werden soll, soll die Bahntrasse, die von der ehemaligen Schachtanlage Lohberg bis nach ThyssenKrupp führt und noch im Regionalplan enthalten ist, im Falle einer Reaktivierung durch einen Tunnel durch die Deponie geführt werden, der vor der Aufschüttung oder nachträglich zu bauen ist.[1][2]

Kartenwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.rp-online.de Runder Tisch-zur Deponie Erweiterung 17. Juni 2014
  2. deponie-wehofen.de Runder Tisch Dinslaken.pdf 24. Juni 2014