Zimmer 108

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Seriendaten
Deutscher TitelZimmer 108
OriginaltitelBeau Séjour
ProduktionslandBelgien
Originalsprache(Belgisches) Niederländisch
Jahr(e)seit 2017
Produktions-
unternehmen
VRT
De Mensen
mit Unterstützung von
VAF/Mediafonds
Länge50 Minuten
Episoden10 in 1 Staffel (Liste)
GenreKrimi-Fantasy-Serie
RegieNathalie Basteyns
Kaat Beels
DrehbuchBert Van Dael
Sanne Nuyens
Benjamin Sprengers
Kaat Beels
Nathalie Basteyns
ProduktionMarijke Wouters
Saskia Verboven
Pieter Van Huyck
MusikJeroen Swinnen
KameraAnton Mertens
Erstausstrahlung1. Januar 2017[1] auf Eén
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
2. März 2017 auf ARTE
Besetzung

Zimmer 108 (Originaltitel: Beau Séjour) ist eine belgische Fantasy-Krimi-Fernsehserie, von der bisher eine Staffel mit 10 Folgen erschien. Die Erstausstrahlung in niederländischer Sprache erfolgte ab dem 1. Januar 2017 auf dem belgischen Sender Eén. Die erste deutschsprachige Ausstrahlung folgte bei arte ab dem 2. März 2017. Seit 16. März 2017 ist die Serie auch bei Netflix abrufbar.[2][3]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zentrale Figur der Handlung ist Kato Hoeven aus einem Dorf in der Limburger Provinz nahe der Maas, die ihren eigenen Leichnam in Zimmer 108 des Hotels Beau Séjour entdeckt. Die junge Frau muss erkennen, dass sie das Opfer eines Mordes wurde und nun als Geist von den Toten erwacht ist. Sie kann sich weder an ihren Mörder noch an die Umstände ihres Todes erinnern und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln.

Das erweist sich als kompliziert, da Kato für die meisten Lebenden nicht wahrnehmbar ist. Nur eine Handvoll Menschen bilden eine scheinbar willkürliche Ausnahme: Wie sich später herausstellt, handelt es sich um jene Personen, die in Katos Todesnacht unwissentlich den Mord an ihr begünstigt haben und sich darum schuldig fühlen. Im Laufe der Handlung entdeckt Kato manches Geheimnis, das sich hinter den biederen Fassaden ihrer Heimat verbirgt. Am Ende stellt sich Katos psychisch gestörter Stiefvater, Marcus Otten, als Täter heraus, der weitere Morde auf dem Gewissen hat.

Besetzung und Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rolle Schauspieler Synchronsprecher
Kato Hoeven Lynn Van Royen Maximiliane Häcke
Kristel Brouwers Inge Paulussen Kathrin Zimmermann
Marcus Otten Jan Hammenecker
Luc Hoeven Kris Cuppens Bernd Vollbrecht
Alexander Vinken Johan Van Assche Axel Lutter
Marion Schneider Katrin Lohmann Claudia Gáldy
Dora Plettinckx Mieke De Groote
Bart Blom Roel Vanderstukken
Charlie Vinken Joren Seldeslachts Simon Derksen
Ines Anthoni Joke Emmers
Leon Vinken Maarten Nulens
Sofia Otten Charlotte Timmers
Cyril Otten Guus Bullen
Hild Jacobs Tiny Bertels
Renee Brouwers Reinhilde Decleir
Melanie Engelenhof Barbara Sarafian
Jefke Dirk Hendrikx

Episodenliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Deutscher Titel Original­titel Erstaus­strahlung Belgien Deutsch­sprachige Erstaus­strahlung (D)
1 Die Leiche Het lijk 1. Januar 2017 2. März 2017
2 Fünf De vijf 8. Januar 2017 2. März 2017
3 Das Medium Het medium 15. Januar 2017 9. März 2017
4 Die Eröffnung De opening 22. Januar 2017 9. März 2017
5 Vollmond Volle maan 29. Januar 2017 16. März 2017
6 Die Hochzeit De bruiloft 5. Februar 2017 16. März 2017
7 Der Film De film 12. Februar 2017 23. März 2017
8 Die Maasland-Morde De Maaslandmoorden 19. Februar 2017 23. März 2017
9 Das Geständnis De bekentenis 26. Februar 2017 30. März 2017
10 Die Nacht De nacht 5. März 2017 30. März 2017

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zimmer 108 erhielt wohlwollende Kritiken. Heike Hupertz befindet in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass „das Anschauen nicht nur für Liebhaber von Serien wie ‚Weinberg‘ oder ‚Broadchurch‘“ lohne. Zimmer 108 sei eine „realistisch-milieustarke Serie mit übersinnlichem Touch“.[4] Tagesspiegel-Redakteur Jan Freitag bezeichnet die Serie als „fabelhaft“ und „absolut sehenswert“, rügt aber „manche[...] Längen“ und nennt die Ermittlerinnen „eher blass[…]“.[5]

Auch die Frankfurter Rundschau fällt ein positives Urteil: „Wenngleich die Serie […] partiell dem Fantastischen Genre zuzurechnen ist, treten hier authentische, glaubwürdige Figuren in Erscheinung. Die Schauspieler liefern mehr als Routinevorstellungen, sie gehen in ihren Rollen auf.“ Und weiter: „Wer bereit ist, die auch anderweitig schon erprobte Idee, dass ein zwischen Diesseits und Jenseits weilender Mensch seinen Mörder sucht, zu akzeptieren und sich auf die Serie einlässt, begegnet einer hochklassigen Fernseherzählung. Spannung entsteht hier nicht durch aufgeputschte Aktion, sie liegt in der Freude an der Entdeckung, was die einzelnen Protagonisten treibt, welche Geheimnisse sie verbergen, welche Entscheidungen sie treffen werden. Die Konventionen des Krimigenres kommen keineswegs zu kurz, werden aber dramatisch angereichert.“ Einen Schwachpunkt hingegen sieht sie in der Art, „wie sich die Täterin oder der Täter ein Alibi verschafft“.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nieuw vanaf 1 januari. Abgerufen am 4. März 2017.
  2. From Iron Fist to Boardwalk Empire, here’s what’s new on Netflix, CraveTV and Shudder in March (en). In: National Post, 1. März 2017. Abgerufen am 1. April 2017. 
  3. "Beau séjour" krijgt miljoenenpubliek op Netflix (nl). In: De Redactie, 24. Februar 2017. Abgerufen am 1. April 2017. 
  4. Heike Hupertz: Die untote Detektivin ermittelt in eigener Sache. FAZ Online, 2. März 2017, abgerufen am 16. Oktober 2017.
  5. Jan Freitag: Eine Tote sucht ihren Mörder. (Nicht mehr online verfügbar.) Tagesspiegel.de, 2. März 2017, ehemals im Original; abgerufen am 16. Oktober 2017.@1@2Vorlage:Toter Link/www.tagesspiegel.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  6. Harald Keller: Tot unter Lebenden. Frankfurter Rundschau, 2. März 2017, abgerufen am 16. Oktober 2017.