Vlaamse Radio- en Televisieomroep

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Vlaamse Radio- en Televisieomroep
Senderlogo
VRT-Logo.svg
Allgemeine Informationen
Empfang: DVB-T, DVB-S, DVB-C, Kabel
Sitz: Brüssel
Sprachen: Niederländisch
Sendebeginn: 1930
Rechtsform: öffentlich-rechtlich
Programmtyp: Vollprogramm
Website: www.vrt.be
Liste von Fernsehsendern

Vlaamse Radio- en Televisieomroep (VRT; deutsch Flämischer Rundfunk) ist eine öffentlich-rechtliche, größtenteils durch Steuern finanzierte,[1] Rundfunkanstalt der Flämischen Gemeinschaft. Von 1960 bis 1998 nannte sich der Sender Belgische Radio- en Televisieomroep (BRT; 1991–98 mit einem zusätzlichen N für Nederlandstalige uitzendingen). Der Sender produziert Hörfunk- und Fernsehprogramme in niederländischer Sprache für Belgien.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vlaamse Radio- en Televisieomroep (Belgien)
Edegem
Edegem
Vichte
Vichte
Gent
Gent
Loksbergen
Loksbergen
Liège
Liège
Cointe
Cointe
Micheroux
Micheroux
Plainevaux
Plainevaux
Beaufays
Beaufays
Andrimont
Andrimont
Libramont
Libramont
Châtelineau
Châtelineau
Binche
Binche
Vellereille
Vellereille
Kraainem
Kraainem
Meise
Meise
Veltem
Veltem
Belgische Rundfunksender der 1930er-Jahre

Bereits 1908 experimentierte der Ingenieur Robert Goldschmidt in Brüssel mit Funkwellen. 1913 kam es im königlichen Garten in Laeken/Laken zu ersten Übertragungen von Sprache und Musik über Langwelle; am 28. März 1914 wurde für die königliche Familie ein Konzert gesendet. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs ließ König Albert die Anlage jedoch zerstören, um sie nicht in deutsche Hände gelangen zu lassen.

Die Anfänge des niederländischsprachigen Rundfunks in Belgien gehen auf den 1926/27 auf einer Antwerpener Kirche eingerichteten Sender Radio Antwerpen zurück, bekannt als Radio Kerkske („Radio Kirchlein“), 1935 verlegt nach Edegem. Der 1928 gestartete flämische Anbieter N.V. Radio („Radio-AG“) wird mit Wirkung vom 1. Februar 1931 mit dem seit 1922/24 bestehenden französischsprachigen Radio Belgique zum Nationaal Instituut voor de Radio-omroep (NIR)/Institut national de radiodiffusion (INR) zusammengelegt, dessen neue Mittelwellensender sich in Veltem befinden. Daneben gibt es in Belgien vor dem Zweiten Weltkrieg 16 Lokalsender, wovon 4 auf Niederländisch senden (gelb in der Karte rechts).[2] Von 1940 bis 1944 wird der belgische Rundfunk vom nationalsozialistischen Deutschland kontrolliert (Zender Brussel/Radio Bruxelles), während die belgische Exilregierung Sender der BBC nutzt (Radio België/Radio Belgique). Nach dem Krieg wird 1952 die Sendestation Wavre-Overijse eröffnet, 1953 der Fernsehdienst. 1960 geht NIR/INR in Belgische Radio- en Televisieomroep (BRT)/Radiodiffusion-Télévision belge (RTB) über, und 1977 erfolgt die Aufteilung in BRT(N), RTBF und BRF. Von den 1970er- bis 1990er-Jahren gab es terrestrisch auch in Deutschland belgisches Fernsehen für die belgischen Streitkräfte. Ende 2011 wurde der Auslandsdienst Radio Vlaanderen Internationaal (RVi) eingestellt.

TV- und Radio-Angebot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptgebäude der VRT

TV-Netzwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

analog und digital (DVB-T)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eén (vorher VRT TV1)
  • Canvas (vorher BRTN TV, teilte sich von 1997 bis 2006 den Sendeplatz mit Ketnet)
  • Ketnet (Kinderprogramm)
  • OP12 (war ein Programm für junge Zuschauer ab 20 Uhr auf dem Sendeplatz von Ketnet, wurde aufgrund von Sparmaßnahmen eingestellt)
  • SPORZA (wurde 2004 als zusätzliche Sportsender für die Olympischen Spiele eingerichtet, SPORZA ist jetzt der Markenname aller Sportsendungen)
  • BVN (Satellitenprogramm von VRT und NPO)

Digitale Extra-Angebote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eén+ (digitales Extra-Angebot von Eén)
  • Canvas+ (digitales Extra- von Canvas)
  • Net Gemist, (kostenpflichtiges Angebot um Programm innerhalb von 7 Tage nach Ausstrahlung erneut zu sehen)
  • Ooit Gemist, (kostenpflichtiges Angebot um alte Serien und Programme anzusehen).

Radio-Netzwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

analog und digital (UKW und DAB)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Radio 1 (Aktuelles)
  • Radio 2 (Programm wird zu bestimmten Zeiten lokal aus den Provinzen gesendet)
  • KLARA (vorher Radio3) (vorwiegend klassische Musik)
  • Studio Brüssel (aktuelle und alternative Musik)
  • MNM (vorher Radio Donna)

Digitale Extra-Radiosender (nur auf DAB und online)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • klara continuo
  • nieuws+
  • MNM Hits

Online-Radio[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ketnet Hits

abgeschaltete Radio und TV Sender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

TV Sender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014: OP12
  • 2012: ketnet+
  • 1997: TV2

Radiosender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Radio1 Classics (nur online)
  • Radio 2 De Topcollectie XL (nur online)
  • KLARA Jaszz (nur Online)
  • Studio Brussel Rock It! (nur online)
  • Radio donna (durch MNM ersetzt)
  • Donna hitbis (durch MNM Hits ersetzt)
  • Nachtradio

Der internationale Auslandsdienst von VRT Radio Vlaanderen Internationaal wurde 2009 aufgelöst. Dieser strahlte bis Oktober 2009 ein niederländisches Programm für Hörer im Ausland auf Kurzwelle aus. Bis zum 31. Dezember 2011 wurde auf Mittelwelle 927 kHz das Inlandsprogramm Radio 1 ausgestrahlt.[3]

Die Pendants der VRT in der französischen Gemeinschaft Belgiens der RTBF, sowie in der deutschsprachigen Gemeinschaft der BRF.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Raad van Bestuur en Gemeenschapsafgevaardigde. (Memento vom 13. Dezember 2009 im Internet Archive)
  2. De geschiedenis van de Belgische radio: de eerste radiozenders
  3. @1@2Vorlage:Toter Link/www.radioeins.de (Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven) radioeins.de