Zoltán Balog (Politiker)

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Zoltán Balog (rechts) und László Andor (Mitte), 2011

Zoltán Balog (* 7. Januar 1958 in Ózd)[1] ist ein ungarischer Politiker und calvinistischer Pastor. Seit Mai 2012 ist er unter Ministerpräsident Viktor Orbán Minister für Humanressourcen mit der Zuständigkeit für die Bereiche Gesundheit, Soziales, Jugend, Bildung, Kultur und Sport.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zoltán Balog studierte ab 1978 Evangelische Theologie, zunächst in Ungarn, zwischen 1980 und 1983 in Berlin (Ost) und an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Von 1983 bis 1987 arbeitete er als Gemeindepfarrer in Maglód, anschließend ging er für weitere theologische Studien nach Tübingen. 1989 benannte ihn der Ökumenische Rat der Kirchen in Ungarn als Seelsorger für die Flüchtlinge aus der DDR im Flüchtlingslager Budapest-Csillebérc.

Von 1989 bis 1991 war Balog Dozent für Neues Testament an der Károli Gáspár Reformierten Universität in Budapest, anschließend bis 1996 Religionslehrer. Nebenamtlich wirkte er von 1991 bis 1994 als Berater der FIDESZ in Kirchenfragen. Nach einem längeren Aufenthalt als Gastwissenschaftler an der Universität Bonn arbeitete er von 1996 bis 2006 als Pfarrer der deutschen reformierten Gemeinde in Budapest. Von 1998 bis 2002 war er ferner Berater von Ministerpräsident Orbán, 2002 bis 2003 im Amt des Ungarischen Präsidenten zuständig für Sozialpolitik.

Bei den Parlamentswahlen in Ungarn 2006 erhielt der parteilose Balog ein Mandat im Ungarischen Parlament. Dieses Mandat verteidigte er in den Parlamentswahlen 2010. Nach der Wahl trat er in die zweite Regierung Orbán als Staatssekretär für Soziale Inklusion im Ministerium für Öffentliche Verwaltung und Justiz ein. Im Mai 2012, als der Minister für Nationale Ressourcen Miklós Réthelyi zurücktrat, ernannte Ministerpräsident Orbán Balog als dessen Nachfolger im nun umbenannten Amt des Ministers für Humanressourcen, das er auch im Kabinett Orbán III von 2014 noch ausübt.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Curriculum Vitae. Ungarische Regierung, abgerufen am 28. September 2012.
  2. http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.zoltan-b-log-beim-bezirksparteitag-ein-ungarischer-minister-im-schaufenster-der-cdu.1eacced1-c4b7-4d9c-ab10-67f72d083a85.html
  3. http://www.spiegel.de/politik/ausland/ungarn-deutscher-verdienstorden-fuer-umstrittenen-minister-a-903006.html