.44 Magnum

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
.44 Magnum
.44 Magnum
Allgemeine Information
Kaliber . 44 Magnum
11 × 33 R
Hülsenform Randhülse
Maße
Hülsenhals ⌀ 10,92 mm
Geschoss ⌀ 10,87–10,92 mm
Patronenboden ⌀ 13,06 mm
Hülsenlänge 32,64 mm
Patronenlänge 40,18 mm
Gewichte
Geschossgewicht 11,7–20,09 g
(180–310 grain)
Pulvergewicht 0,55–1,65 g
(8,5–25,5 grain)
Gesamtgewicht bis 29,3 g
Technische Daten
Geschwindigkeit V0 300–500 m/s
max. Gasdruck 2800 Bar
Geschossenergie E0 985–1500 J
Listen zum Thema

Die .44 Magnum ist eine leistungsstarke Patrone für Kurzwaffen. Sie wurde in erster Linie für die Verwendung in Revolvern ausgelegt, daher besitzt die Patronenhülse einen überstehenden Rand. Es wurden aber auch einige Pistolenmodelle entwickelt, die die .44 Magnum verschießen können. Der Name gibt das nominelle Kaliber der Patrone an, das 0,44 Zoll (11,176 mm) beträgt, der Zusatz Magnum weist auf höhere ballistische Leistungen innerhalb dieser Kaliberklasse hin.

Beschreibung[Bearbeiten]

1955 präsentierte der Waffenhersteller Smith & Wesson aus Springfield, Massachusetts, mit dem Modell 29 erstmals einen sechsschüssigen Revolver der Kaliberbezeichnung .44 Magnum.[1] Eine Zeit lang war die .44 Magnum die stärkste Patrone für Faustfeuerwaffen, wird inzwischen aber von anderen Patronen wie etwa .480 Ruger oder .500 Wyoming Express übertroffen.

In Abhängigkeit von der Laborierung und vor allem der Lauflänge der verwendeten Schusswaffe erzielen Patronen des Kalibers .44 Magnum Geschossenergien an der Mündung von knapp unter 1000 bis zu fast 1500 Joule. Gebräuchliche Lauflängen liegen zwischen 3 und 12 Zoll, üblich sind 6 bis 6½ Zoll, entsprechend 152–165 mm.[2]

Erst in jüngerer Vergangenheit haben sich auch halbautomatische Selbstladepistolen wie zum Beispiel der Desert Eagle von Israel Military Industries für bekannte Magnum-Kaliber wie .44 am Markt etabliert.

Wegen ihrer Größe, ihres Gewichtes und ihres extremen Schussverhaltens eignen sich Revolver des Kalibers .44 Magnum kaum zum ständigen Führen, etwa im Bereich des Personenschutzes. Ihre Verwendung beschränkt sich häufig auf das Sportschießen und den jagdlichen Einsatz (z. B. zur Abgabe des Fangschusses). Zum Schutz gegen Geschosse des Kalibers .44 Magnum ist eine beschusshemmende Weste der Kategorie NIJ 0101.04 Typ IIIA bzw. SK 2 nach TR PFA erforderlich.

Andere Bezeichnung[Bearbeiten]

  • .44 Mag.
  • .44 Remington Magnum

Literatur[Bearbeiten]

  • Frank C. Barnes: Cartridges of the World. A Complete and Illustrated Reference for Over 1500 Cartridges. 10. Auflage. Krause Publications, Iola WI 2006, ISBN 0-89689-297-2.
  • Friedhelm Kersting: Wiederladen. Vorbereitung und Praxis. Patronen für Lang- und Kurzwaffen. 5. ergänzte und überarbeitete Auflage. Deutsche Versuchs- und Prüf-Anstalt für Jagd- und Sportwaffen e. V., Altenbeken 2005, ISBN 3-00-016629-7.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: .44 Remington Magnum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. John Taffin, The .44 Magnum: 50 years young! erschienen in American Handgunner, Ausgabe September/Oktober, 2005. (Memento vom 13. Juli 2012 im Webarchiv Archive.today)
  2. Ballistics by the Inch, Vergleichsliste verschiedener Leistungsdaten .44 Magnum nach Lauflängen