Adalbert-Stifter-Preis

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Der Adalbert-Stifter-Preis ist der Große Kulturpreis des Landes Oberösterreich für besondere Leistungen zur Literatur. Das Deutsche Reich (Weimarer Republik) sowie das Großdeutsche Reich hatten einen gleichnamigen Preis.

Namensgeber des in Linz verliehenen Literaturpreises ist der 1868 in Linz verstorbene Schriftsteller Adalbert Stifter. Unter den fünf Preisträgern seit 1989 sind 4 Männer und 1 Frau.

Preisträger vor 1989[Bearbeiten]

(Soweit bekannt. 1926 - 1928 und ab 1951 Stifter: Land Oberösterreich. Stifterin des Preises 1941 - 1943 war die Zeitschrift "Böhmen und Mähren" des böhmischen Nationalsozialisten Friedrich Heiß)

Jury: Karl Hermann Frank, Vorsitz; Hans Friedrich Blunck, Karl Franz Leppa; Eberhard Wolfgang Möller u.a.

Preisträger des Großen Preises seit 1989[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ferrucio Delle Cave: "Auf der Südbastion unseres Reiches." Robert Michel: Autorschaft zwischen Böhmen und Bosnien. In: Adalbert-Stifter-Verein, Hg.: Stifter Jahrbuch. Neue Folge, 9. Rieß-Druck und Verlag, München 1995, S. 41
  • Karin Pohl: Adalbert Stifter: ein sudetendeutscher Heimatdichter? Zur politischen Instrumentalisierung eines Schriftstellers, in: Stifter Jahrbuch. Neue Folge, 22, 2008, S. 69– 100

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1913 in Dratzig - 1944, Vielschreiber
  2. 18. Juni 1901 Hammern - 16. Dezember 1987 Deggendorf, nannte sich "Volkskundler", Wirkungsort Garmisch-Partenkirchen, Preisträger Sudentendeutscher Kulturpreis für Literatur 1964
  3. Vorname Maria, Blut und Boden-Lyrikerin, Lebensdaten 1903 – 1977, zuletzt gelebt in Waiblingen. Zu den einzelnen Titeln und Preisgeldern der drei Jahrgänge siehe Helga Mitterbauer, NS-Literaturpreise für österreichische Autoren. Eine Dokumentation. Böhlau, Wien 1998 ISBN 3205982045, Google books online lesbar, passim
  4. 26. Juni 1900 Hanau - 23. März 1946 Frankfurt; Selbstbezeichnung "Saarkampfer" also für ein deutsches Saargebiet; 1924 - 1937 Kulturschriftleiter der katholischen Zs. "Germania" in Berlin; zuletzt beim Herder Verlag. Umfangreiche Archivalien online, selbstverf. Lebenslauf von 1946 online
  5. geb. 12. Mai 1911 in Dorf-Jauernig, gest. 11. Dezember 1969 in München, Kulturreferent im "Reichspropagandaamt", Bereich Sudetenland. Seit l. September 1954 Lehrer am Camerloher-Gymnasium für Deutsch und Geschichte; 1961 Sudetendeutscher Kulturpreis für Literatur. Zumindest im Alter hat er ausweislich seiner Texte katholisiert
  6. Verfasste 1925 einen anspruchslosen Sportroman "Der Fußballkönig". Geb. 30. April 1895 in Frankenhausen; Studium in Kiel; 1924 Schriftleiter eines Verlages; ab 1927 Redakteur der "Dresdner Nachrichten". Zahlreiche Bücher bis 1944, letzte bek. Veröff. 1960. Publiziert auch als "Peter Stieglitz". Erschien 1946 auf der Liste der auszusondernden Literatur mit Ein Volk wandert ins Meer", Lipsia, Leipzig 1934
  7. Quelle: Begegnung und Heimkehr. Adalbert Stifterpreis-Buch 1942. (sic, in 1 Wort) Verlag Volk und Reich, Prag Amsterdam, Berlin Wien o.J. (1943), ohne Hg., Vorwort S. 5f. von N. N., 127 Seiten, mit Kurzbiographien der meisten Autoren im Anhang. Außer von den als "Preisträger" mit Rang im Vorwort Genannten enthält der Band Gedichte von Gerd Schneider, Hilde Tobisch, Reinhold Rosch, Max Stebich und A. M. Hauschka-Brichta. Einige Titel: Bachmann, Hauslehrer; Josef Schneider, Largo; Mally, Spatzenparadies; Zerkaulen, Begegnung zu Teplitz (Goethe); Lerch, Schwarze Reiter von Eger; Hans Leo Sittauer, Böhmische Heimat. Sittauer, eigentlicher Vorname Johannes, geb. 17. Juli 2011 Lhota u Stříbra (Elhoten bei Mies), gest. 1. Dezember 1998 Altenburg, Ingenieur, Berufsschullehrer, Dozent an Ingenieurschule. Der autobiographische Text S. 123 - 127 ist ein flammendes Bekenntnis zum Nationalsozialismus. Seine Schrift "Blut und Erde. Grenzlanddeutsche Erzählungen" von 1936 ist noch eindeutiger.- Zum Verlag: Murray G. Hall, Der Volk und Reich Verlag (Berlin, Prag, Wien, Amsterdam), nur online. Der Verleger war der Nationalsozialist Friedrich Heiß, der auch in der Jury dieses Preises saß.
  8. die Titel der bepreisten Werke siehe bei Mitterbauer aaO
  9. ein weiterer Preis nannte sich 1940 - 1943 im Untertitel "Stifter-Preis", der Gaukulturpreis von Oberdonau des August Eigruber. Weiteres bei Mitterbauer aaO
  10. Großer Kulturpreis des Landes Oberösterreich - Adalbert-Stifter-Preis. Preisträger. In: LiteraturNetz OÖ. Abgerufen am 3. Januar 2014.
  11. Elisabeth Leitner: Stifter trifft Recheis. In: KirchenZeitung im Netz. Diözese Linz, 14. November 2007, abgerufen am 2. Februar 2014.
  12. Kurier: Erich Hackl erhält "Adalbert-Stifter-Preis". Artikel vom 15. August 2013, abgerufen am 21. Mai 2015.