Albert II. Krummendiek

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Albert II. Krummendiek (1477)
Triumphkreuz im Dom mit Figur Alberts rechts neben dem Kreuz kniend

Albert Krummendiek, auch Krummediek, (* 1417 oder 1418; † 27. Oktober 1489 in Kaltenhof) war als Albert II. 1466 bis 1489 Bischof von Lübeck.

Inhaltsverzeichnis

Biografie [Bearbeiten]

Krummendiek stammte aus der alten schleswig-holsteinischen Familie der Ritter von Krummendiek und verfügte verwandtschaftlich über ausgezeichnete Verbindungen zum Dänischen Königshaus und zu König Christian I.. Aufgrund seiner mehrjährigen Tätigkeit als Notar an der päpstlichen Kurie hatte er auch gute Verbindungen zum Vatikan. Als Bischof stiftete er aus eigenen, aber geliehenen Mitteln, das 1477 errichtete Triumphkreuz von Bernt Notke für den Lübecker Dom. Die Kosten betrugen 2.000,- Mark lübisch. Krummendiek ist unter den Skulpturen auf dem Triumphkreuz als Stifter mit dargestellt. Die Maria Magdalena soll der Sage nach seine Geliebte darstellen. Seine Privatfinanzen erholten sich von dieser großzügigen Stiftung zeitlebens nicht.

Er gab das erste gedruckte Messbuch für das Bistum Lübeck (Missale Lubicense) in Auftrag, das 1486 bei Matthäus Brandis in Lübeck erschien. Das ebenfalls in Auftrag gegebene Stundenbuch (Breviarium Lubicense) für das Bistum erschien erst nach seinem Tod bei Georg Stuchs in Nürnberg.

Werke [Bearbeiten]

  • Kleine Chronik über die Handlungen und Thaten der Bischöfe zu Aldenburg und Lübeck bis auf B. Arnold, 1476, abgedruckt bei Meibom, Scriptt. rerum Germanicar. T. 2 p. 391 sqq. Vgl. über ihn deren Fortsetzung ebd. S. 403 ff.

Literatur [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Albert II. Krummendiek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorgänger Amt Nachfolger
Arnold Westphal Bischof von Lübeck
1466–1489
Thomas Grote