Alexander von der Groeben

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Alexander von der Groeben

Alexander Graf von der Groeben (* 5. Oktober 1955 in Ratingen), von den Medien früher auch der „Judo-Graf“ genannt, ist ein deutscher Sportjournalist und ehemaliger Judoka.

Leben[Bearbeiten]

Alexander von der Groeben entstammt dem Adelsgeschlecht Groeben und war in den 1980er Jahren ein erfolgreicher Judokämpfer. Neben Titelgewinnen in den Deutschen Meisterschaften sowohl in der Einzelwertung wie auch zusammen mit seiner Mannschaft vom VfL Wolfsburg waren seine wichtigsten sportlichen Erfolge seine Siege bei den Europameisterschaften 1984 in Lüttich und 1985 in Hamar sowie der dritte Platz bei den Weltmeisterschaften 1989 in Belgrad. 1984 und 1988 nahm er an den Olympischen Spielen teil, gewann aber keine Medaille.

Im Jahre 1988 trat von der Groeben in einer Statistenrolle in dem Film Walter Bockmayers Geierwally auf. Er stellte einen der ausschließlich mit Lederhosen und Faschings-Tirolerhüten bekleideten Pagen der von Elisabeth Volkmann dargestellten Erbfürstin dar, und obwohl seine Rolle keinen Dialog und ausschließlich scherzhaft-dekorativen Charakter hatte, wurde er im Nachspann mit vollständigem Namen genannt.

Nach seiner Sportlerkarriere war von der Groeben als Kommentator bei Premiere.[1] Von 1993 bis 1995 moderierte er bei Sat1 die Sportsendung "täglich ran".[2] Später war er Kommentator beim Sportsender Eurosport, wo er besonders die Sportarten Judo, Sumō, und K-1 betreute.[1] Als Nachfolger von René Hiepen moderierte er von 2007 bis 2010 Boxen live im Zweiten.[3] 2011 kehrte er als Box-Kommentator zu Sat1 zurück.[2] Bei den Olympischen Spielen 2012 kommentierte er die Judo-Kämpfe für das ZDF.[4]

Groebens Ehefrau Ulrike ist die langjährige Sport-Moderatorin des Nachrichtenmagazins RTL aktuell des Privatsenders RTL. Ihre gemeinsamen Kinder sind die Schauspieler Maximilian und Carolin von der Groeben.

Ende Februar 2009 spielte er eine Nebenrolle in der RTL-Soap Alles was zählt, bei der auch seine Tochter Carolin mitwirkte. Einen gemeinsamen Auftritt der beiden gab es jedoch nicht.

Erfolge (im Judosport)[Bearbeiten]

  • Deutsche Meisterschaften
    • Deutscher Meister (Einzel, über 95 kg): 1981, 1983, 1984, 1985, 1988, 1989
    • Internationaler Deutscher Meister (über 95 kg): 1980, 1981, 1982, 1984, 1985, 1988, 1989
    • Deutscher Meister (Mannschaft, mit dem VfL Wolfsburg): 1986, 1987, 1989, 1990
  • Europameisterschaften
    • 1981 Bronze (Schwergewicht), 1983 Bronze (Schwergewicht), 1984 Gold (Schwergewicht), 1985 Gold (Offene Klasse) und Silber (Schwergewicht), 1987 Bronze (Schwergewicht), 1988 Silber (Schwergewicht), 1990 Bronze (Offene Klasse)
    • Europacup-Sieger (mit VfL Wolfsburg): 1979, 1980, 1981
  • Weltmeisterschaften
    • 1989 Bronze (Offene Klasse)

Filmografie[Bearbeiten]

Alexander von der Groeben war zusätzlich auch in einigen Theatern in Komödien zu sehen.

Buchveröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Alexander von der Groeben, Simone Mennemeier: Sumo – Kampf der Giganten. Bonn: Verlag Dieter Born, 2000. ISBN 3-922006-16-7

Weblinks[Bearbeiten]

Belege[Bearbeiten]

  1. a b http://www.presseportal.de/pm/7840/917483/alexander-von-der-groeben-neuer-zdf-boxmoderator
  2. a b http://www.ran.de/de/fussball/tv-team/1111/alexander-von-der-groeben/alexander-von-der-groeben-lebenslauf-sat-1-boxexperte.html
  3. http://www.rp-online.de/sport/mehr/boxen/letzter-gong-im-zdf-1.1706684
  4. http://www.abendblatt.de/hamburg/article2356370/Mehr-Mut-zum-Unpopulaeren.html