Anita Weyermann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Anita Weyermann (* 8. Dezember 1977 in Wynigen) ist eine ehemalige Schweizer Mittel- und Langstreckenläuferin. Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 1997 und an den Leichtathletik-Europameisterschaften 1998 gewann sie jeweils die Bronzemedaille im 1500-Meter-Lauf. Sie ist zweifache Junioren-Weltmeisterin und Schweizer Sportlerin des Jahres 1999. Die Stiftung Schweizer Sporthilfe zeichnete Anita Weyermann als Nachwuchsathletin des Jahres 1994 aus. Sie hat in der Gymnastischen Gesellschaft Bern (GGB) trainiert, ihr Vater Fritz Weyermann war hierbei bis ins Jahr 2000 ihr Trainer. Anschliessend wurde Anita Weyermann von diversen Trainern betreut, ihr Vater Fritz Weyermann stand ihr aber nach wie vor zur Verfügung.

Danach hatte Weyermann mit Verletzungen zu kämpfen: mehrere Knieoperationen, ein Ellbogenbruch beim Mountainbiken, ein Ermüdungsbruch im Becken. Nach einem Muskelriss während ihrer Vorbereitungen für die Olympischen Sommerspiele 2008 in Beijing trat sie am 5. März 2008 vom Spitzensport zurück.

Anita Weyermann besuchte die Sekundarschule Seidenberg in Gümligen bei Klassenlehrer Ueli Nacht, Trainer der Schweizer Handball-Nationalmannschaft. Nach Abschluss des Gymnasiums studierte sie an der Uni Bern. Danach schloss sie eine Ausbildung in Sportmarketing ab und beendete ihr Studium (Bachelor in Wirtschaftswissenschaft) an der Fernuniversität in Hagen. Ab Herbst 2008 absolvierte sie zunächst ein Volontariat bei Radio Berner Oberland (Radio BeO) und wurde dort anschliessend Redaktorin.[1]

Weyermann ist verheiratet. 2011 wurde sie Mutter einer Tochter [2]; 2013 gebar sie Drillinge: zwei Mädchen und einen Jungen [3]

Leistungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 800 Meter
(in min)
1500 Meter
(in min)
3000 Meter
(in min)
5000 Meter
(in min)
10000 Meter
(in min)
1993  - 4:28,37 10:08,62  -  -
1994 2:05,14 4:13,97 9:19,25  -  -
1995  - 4:15,53 9:10,89 16:01,72  -
1996  - 4:03,45 8:50,73 14:59,28  -
1997  - 4:04,70 8:37,69 15:06,97  -
1998 2:02,73 3:58,20 8:54,97 15:26,41  -
1999  - 3:59,82 8:35,83 15:41,91  -
2000  - 4:05,38  -  -  -
2001  - 4:19,73 9:42,01  -  -
2002  -  -  -  -  -
2003  - 4:14,70  -  -  -
2004  -  -  -  -  -
2005  -  -  - 16:57,99  -
2006  -  -  -  -  -
2007  -  -  -  -  -

Erfolge[Bearbeiten]

  • 1994: Junioren-Weltmeisterin (1500 m)
  • 1995: 2. Rang Junioren-Leichtathletik-Europameisterschaften (3000 m)
  • 1996: Junioren-Weltmeisterin (3000 m)
  • 1997: 3. Rang Weltmeisterschaften (1500 m)
  • 1998: 3. Rang Europameisterschaften (1500 m), 4. Rang Cross-Weltmeisterschaft
  • 1999: Cross-Europameisterin

Persönliche Bestleistungen[Bearbeiten]

„Gring ache u seckle“[Bearbeiten]

Nach dem Gewinn der Bronzemedaille an den Weltmeisterschaften 1997 beantwortete Weyermann die Frage, was sie während des Endspurts des Laufs gedacht hatte, mit den berndeutschen Worten „Gring ache u seckle“ (Kopf runter und rennen). Der Ausspruch entwickelte sich in der Schweiz schnell zu einem geflügelten Wort, im Sinn von durchbeissen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Radio BeO - Das Regionalradio im Berner Oberland
  2. Anita Weyermann - Ihre Tochter Lara ist da. In: Schweizer Illustrierte vom 9. Dezember 2011
  3. Anita Weyermann - Ihre Drillinge sind auf der Welt. In: Schweizer Illustrierte vom 30. Oktober 2013