Hengelo
Flagge |
Wappen |
| Provinz | Overijssel |
| Bürgermeister | Sander Schelberg |
| Sitz der Gemeinde | Hengelo |
| Fläche – Land – Wasser |
61,78 km² 61,03 km² 75 ha |
| CBS-Code | 0164 |
| Einwohner | 80.982 (1. Jan. 2013[1]) |
| Bevölkerungsdichte | 1311 Einwohner/km² |
| Koordinaten | 52° 16′ N, 6° 48′ O52.2638888888896.7944444444444Koordinaten: 52° 16′ N, 6° 48′ O |
| Bedeutender Verkehrsweg | A1, A35, N346, N738, N739, N743 |
| Vorwahl | 074 |
| Postleitzahlen | 7550–7559 |
| Website | www.hengelo.nl |
Hengelo (
anhören?/i) (Niedersächsisch: Hengel) ist eine Stadt in der niederländischen Provinz Overijssel, in der Region Twente, etwa 7 Kilometer nordwestlich von Enschede, etwa 10 Kilometer südwestlich von Oldenzaal. Zur Gemeinde gehören auch die Dörfer Beckum und Oele.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Um 1800 war Hengelo ein kleines Bauerndorf. Im 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts siedelten sich hier Industriebetriebe an, was dazu führte, dass Hengelo sich stark entwickelte. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt am 6. und 7. Oktober 1944 versehentlich von den Alliierten bombardiert.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
Hengelo liegt an den Autobahnen A1/Europastraße 30 und A35 sowie an einer Haupteisenbahnstrecke, beide mit dem Verlauf Amsterdam - Deventer - Bad Bentheim - Rheine - Osnabrück - Berlin. Im Schienennahverkehr ist Hengelo seit 2010 zudem über den Grensland Express mit Bad Bentheim und Enschede verbunden. Die Stadt hat ferner einen Hafen am Twentekanaal.
Ansässige Unternehmen [Bearbeiten]
Hengelo ist eine für die Region wichtige Industriestadt.
In der näheren Umgebung wird Kochsalz gewonnen, das hier von Akzo Nobel industriell verarbeitet wird. Seit 1859 gibt es in Hengelo die große Maschinenfabrik Stork. Die frühere Demag-Verdichtertechniksparte am Standort Hengelo wurde 2001 in Siemens-Bereich „Power“ eingegliedert. Ein Produktionsstandort der R. Stahl-Unternehmensgruppe befindet sich ebenfalls in Hengelo, ebenso die niederländische Niederlassung DELTA BLOC Nederland der MABA Gruppe. In Hengelo befindet sich der Hauptsitz von Thales Nederland.
Hengelo ist darüber hinaus Sitz der Brauerei Huttenkloas.
Öffentliche Einrichtungen [Bearbeiten]
Der Freizeitpark Het Waarbeek mit der Achterbahn Rodelbaan, einem kleinen See zum Schwimmen, Surfen usw. liegt im Hengeloer Stadtgebiet.
Bildung [Bearbeiten]
Hengelo ist Sitz der Hogeschool (Pädagogische Hochschule) Edith Stein.
Sport [Bearbeiten]
Seit 1981 finden in Hengelo die FBK-Games, ein international bedeutendes Leichtathletik-Meeting, das nach Fanny Blankers-Koen benannt ist, statt. Auch das Stadion trägt ihren Namen.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Herman Krebbers (* 1923), niederländischer Violinist und Violinpädagoge
- Jacqueline de Jong (* 1939), niederländische Künstlerin
- Hans Achterhuis (* 1942), niederländischer Philosoph und Professor für angewandte Philosophie
- Henk Kamp (* 1952), niederländischer Politiker der Volkspartij voor Vrijheid en Democratie
- Peter van Merksteijn sr. (* 1956), niederländischer Rennfahrer
- Mirjam Oldenhave (* 1960), niederländische Schauspielerin, Musiktherapeutin und Kinderbuchautorin
- Heleen Mees (* 1968), niederländische Ökonomin, Publizistin und Juristin
- Niels Oude Kamphuis (* 1977), niederländischer Fußballspieler
- Peter van Merksteijn jr. (* 1981), niederländischer Rallyefahrer
- Joost Posthuma (* 1981), niederländischer Radrennfahrer
- Tom Prinsen (* 1982), niederländischer Eisschnellläufer
Personen, die vor Ort gewirkt haben [Bearbeiten]
- Willem Ripperda, Herr von Hengelo, Gesandter der niederländischen Generalstaaten bei den Friedensverhandlungen zum Westfälischen Frieden
- Piet Blom, niederländischer Architekt, bekannt für sein Projekt De Kasbah in Hengelo (1969–1973)
- Kuno Stierlin, Musikdirektor, Komponist und Pianist, dirigierte von 1923 bis 1939 die Oratorienvereinigung in Hengelo
Literatur [Bearbeiten]
- Herbert Wagner: Die Gestapo war nicht allein... Politische Sozialkontrolle und Staatsterror im deutsch - niederländischen Grenzgebiet 1929 - 1945. Lit Verlag, Münster 2004. Enthält unter anderem: Überfall auf NL, Textilarbeiterstreiks, Judenverfolgung, „Onderduiker“, „Verzetbeweging“.
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ 22.02.2013 – Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
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