Antai-ji

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Meditationshalle

Der Antai-ji (jap. 安泰寺) ist ein buddhistischer Tempel in Japan.

Es liegt nordwestlich von Kyōto und nördlich von Kōbe in der Präfektur Hyōgo im Bereich der Gemeinde Shin’onsen auf einem schwer zugänglichen Hochplateau, umgeben von dichten Kiefernwäldern. In den Wintermonaten ist der Antai-ji aufgrund starken Schneefalls meist nicht zugänglich. Der Tempel ist autark und versorgt sich selbst durch Reis- und Gemüseanbau.

Der Tempel wurde 1924 im Norden von Kyōto gegründet und zog 1977 an den heutigen Ort.[1]

Im Antai-ji wird Sōtō-Zen praktiziert. Unterkunft und Verpflegung sind prinzipiell kostenlos, es wird aber um eine angemessene Spende gebeten. Wer sich im Kloster aufhält, muss sich in den sehr harten und anstrengenden Tagesablauf integrieren und beispielsweise mithelfen, die Felder zu bewirtschaften, Holz zu hacken und zu putzen. Der Tag beginnt morgens um 4 Uhr und endet abends um 21 Uhr. Jeden Monat finden intensive mehrtägige Sesshin mit etwa 15 Stunden Meditation am Tag statt.

Der derzeitige Abt Muhō Nölke wurde als Olaf Nölke in Berlin geboren. Er ist der neunte Vorsteher des Klosters. In sein Amt wurde er 2002 nach dem Tod seines Vorgängers Shinyu Miyaura berufen.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 火中の連、2008年1・2月号. Antai-ji, abgerufen am 30. August 2010 (japanisch).

Weblinks[Bearbeiten]

35.596666666667134.57583333333Koordinaten: 35° 35′ 48″ N, 134° 34′ 33″ O