Antoine Meillet

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Paul Jules Antoine Meillet (* 11. November 1866 in Moulins, Département Allier; † 21. September 1936 in Châteaumeillant, Département Cher) gilt als einer der wichtigsten französischen Sprachwissenschaftler des frühen 20. Jahrhunderts.

Leben[Bearbeiten]

Meillet studierte an der Sorbonne, wo er von Michel Bréal, Ferdinand de Saussure und den Mitgliedern der Année Sociologique beeinflusst wurde. 1890 nahm er an einer Forschungsreise in den Kaukasus teil, wo er Armenisch lernte. Nach seiner Rückkehr setzte er seine Studien mit de Saussure fort.

Seine Dissertation von 1897 behandelte den Gebrauch des Genitiv-Akkusativs im Altslawischen. 1902 erhielt er den Lehrstuhl für Armenisch an der École des langues orientales. 1905 wurde er Professor am Collège de France, wo er Geschichte und Aufbau der indogermanischer Sprachen lehrte.

Heute erinnert man sich an Meillet als den Mentor einer ganzen Generation von Sprachwissenschaftlern und Philologen, die eine zentrale Stellung in der französischen Sprachwissenschaft des 20. Jahrhunderts einnehmen, wie Émile Benveniste, Georges Dumézil, André Martinet und Joseph Vendryes.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Antoine Meillet – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Antoine Meillet – Quellen und Volltexte (französisch)