Antonio María Rouco Varela

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Antonio María Kardinal Rouco Varela
Wappen des Kardinals

Antonio María Kardinal Rouco Varela (* 24. August 1936 in Villalba, Spanien) ist Erzbischof von Madrid und Vorsitzender der Spanischen Bischofskonferenz.

Leben[Bearbeiten]

Antonio María Rouco Varela besuchte eine katholische Schule und studierte anschließend Katholische Theologie an der Päpstlichen Universität Salamanca. 1959 empfing er das Sakrament der Priesterweihe und wurde anschließend zu weiteren Studien an die Ludwig-Maximilians-Universität München entsandt, wo er sich in den Fächern Rechtswissenschaften und Katholische Theologie weiterbildete und im Jahre 1964 mit einer Arbeit über die Beziehungen zwischen dem Staat und der Kirche im Spanien des 16. Jahrhunderts promovierte. Neben seinem Studium arbeitete er Subsidiar in der Münchener Pfarrei St. Rafael.

Seine Laufbahn als Hochschuldozent führte ihn in den Jahren 1964 bis 1966 an Priesterseminar von Mondoñedo, von 1966 bis 1969 an die Universität München und von 1969 bis 1971 an die Päpstliche Universität Salamanca, deren Leitung er im Jahre 1972 als Stellvertretender Direktor mitverantwortete.

1976 ernannte ihn Papst Paul VI. zum Titularbischof von Gergis und zum Weihbischof in Santiago de Compostela. 1984 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Erzbischof von Santiago de Compostela und 1994 zum Erzbischof von Madrid.

Am 21. Februar 1998 nahm er ihn als Kardinalpriester mit der Titelkirche San Lorenzo in Damaso in das Kardinalskollegium auf.

Antonio María Rouco Varela veröffentlichte mehrere kirchenrechtliche Bücher und Aufsätze und ist Mitglied der Internationalen Gesellschaft für Kirchenrecht.

Er nahm am Konklave 2005, in dem Benedikt XVI. gewählt wurde, teil. Er war von 1999 bis 2005 und ist erneut seit dem 4. März 2008 Vorsitzender der Spanischen Bischofskonferenz, zwischenzeitlich hatte der Bischof von Bilbao Ricardo Blázquez Pérez dieses Amt inne.[1] Rouco wird innerhalb des spanischen Episkopats dem konservativen Flügel zugerechnet.[2]

Nachdem er bereits 1989 den IV. Weltjugendtag in Santiago de Compostela ausgerichtet hatte, war Rouco Varela auch 2011 Gastgeber des XXVI. Weltjugendtages in Madrid. In diesem Jahr wurde auch die Dámaso Universität in Madrid gegründet.

Anfang Februar 2014 wurde er von einer Gruppe Femen-Aktivistinnen attackiert, da er sich hinter den Gesetzentwurf zur Verschärfung des Abtreibungsrechtes in Spanien gestellt hat.[3]

Ehrungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Radio Vatikan: Spanien: Kardinal Rouco Vorsitzender der Bischofskonferenz
  2. Süddeutsche:Spaniens Kirche im Wahlkampf
  3. n-tv:Femen attackiert Erzbischof mit Höschen

Weblinks[Bearbeiten]


Vorgänger Amt Nachfolger
Elías Yanes Álvarez
Ricardo Blázquez
Vorsitzender der Spanischen Bischofskonferenz
1999–2005
seit 2008
Ricardo Blázquez
...
Ángel Kardinal Suquía Goicoechea Erzbischof von Madrid
seit 1994
...
Ángel Kardinal Suquía Goicoechea Erzbischof von Santiago de Compostela
1984–1994
Julián Barrio Barrio