Astor (Schiff)

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Astor
Die Astor auf der Kieler Förde bei der Einfahrt in den Nord-Ostsee-Kanal

Die Astor auf der Kieler Förde bei der Einfahrt in den Nord-Ostsee-Kanal

p1
Schiffsdaten
Flagge BahamasBahamas (Handelsflagge) Bahamas
andere Schiffsnamen
  • Fedor Dostoevskiy (1988-1995)
Schiffstyp Kreuzfahrtschiff
Rufzeichen C6JR3[1]
Heimathafen Nassau (Bahamas)[1]
Eigner Premicon Hochseekreuzfahrt GmbH & Co. KG MS "ASTOR"[1]
Reederei TransOcean Kreuzfahrten GmbH & Co. KG/ Cruise & Maritime Voyages Ltd
Bauwerft Howaldtswerke-Deutsche Werft (Kiel, Deutschland)
Baunummer 218
Baukosten ca. 65 Mio. US-$
Kiellegung 21. Januar 1986[1]
Stapellauf 29. Mai 1986[1]
Indienststellung Januar 1987[1]
Verbleib in Dienst
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
176,25[1] m (Lüa)
Breite 22,60 m
Tiefgang max. 6,10 m
Vermessung 20.704 BRZ / 7.394 NRZ[1]
 
Besatzung 278[2]
Maschine
Maschine dieselmechanisch
2x Dieselmotor (Wärtsilä-Sulzer 8ZAL40), je 4.400 kW
2x Dieselmotor (Wärtsilä-Sulzer 6ZAL40), je 3.300 kW[1]
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
15.400 kW (20.938 PS)
Geschwindigkeit max. 20 kn (37 km/h)
Propeller 2x Verstellpropeller[1]
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 3498 tdw
Zugelassene Passagierzahl 578 auf 7 Passagierdecks[2]
Sonstiges
Klassifizierungen

Germanischer Lloyd

Registrier-
nummern

IMO-Nr. 8506373[1]

Das Kreuzfahrtschiff Astor wurde bei der HDW in Kiel gebaut und 1987 in Dienst gestellt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Astor wurde 1987 als Nachfolgeschiff für das kurz zuvor verkaufte, gleichnamige Schiff von Safmarine in Fahrt gebracht. Das Schiff war vom 3. Oktober 1988 bis zum 30. November 1995 unter dem Namen Fedor Dostoevskiy im Einsatz. Von 1996 bis November 2009 fuhr die Astor im Charter für die Transocean Tours.[3]

Im Winter 2009/2010 wurde die Astor auf der Lloyd-Werft in Bremerhaven umgebaut. Nach der Insolvenz des langjährigen Charterers Transocean Tours, fährt sie seit 1. Juni 2010 für die von der Premicon AG neu aufgebaute Transocean Kreuzfahrten GmbH & Co KG. Eigentümer des Schiffes war bereits davor die Premicon AG selber.[4]

Nachdem das britische Unternehmen Cruise & Maritime Voyages Ende 2013 das Schiff bereits für drei Wintersaisons gechartert hatte, wurde Anfang 2014 bekanntgeben, dass CMV Transocean als deutsche Marke in das eigene Unternehmen integrieren wird. Somit übernimmt CMV ab der Saison 2014 auch die Sommercharter der Astor.[5]

Im Oktober 2014 stellte sich heraus, dass die Betreibergesellschaft die offenen Forderungen der Besatzung sowie von zwei Bunkerlieferanten und auch der Werft nicht aus eigener Kraft zahlen kann. Die Internationale Transportarbeiter-Föderation wie auch einer der Bunkerlieferanten wollten das Schiff wegen der offenen Forderungen an die Kette legen. Finanzielle Unterstützung erhielt man von der Global-Group Piräus welche zeitgleich die Muttergesellschaft von CMV ist. Die Vorschüsse werden mit den Charterraten im Winter verrechnet.[6] Am 7. November 2014 meldete die Betreibergesellschaft des Schiffes Insolvenz an.[7]

Trivia[Bearbeiten]

Die Astor wird häufig mit einem anderen Schiff verwechselt. Unter dem damaligen Namen Astor wurde von 1983 bis 1984 die heutige Saga Pearl II in der Fernsehserie „Das Traumschiff“ eingesetzt. Hauptursache für die häufige Verwechslung ist, dass Safmarine ein nahezu baugleiches Schiff als Nachfolger für die erste Astor (Saga Pearl II) bauen ließ und bei der Indienststellung des neuen Schiffes den etablierten Namen beibehielt. Das ebenfalls von der HDW gebaute ältere Schiff ähnelt der heutigen Astor äußerlich stark, ist aber 12 Meter kürzer und die Rettungsboote sind größtenteils offen.[3]

Literatur[Bearbeiten]

  • Douglas Ward: Complete Guide to Cruising & Cruise Ships 2009. Berlitz Publishing, 2009, ISBN 978-3-493-60255-5
  • Neue« Astor noch attraktiver. In: an Bord 4/2010 Seiten 20 bis 23

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kreuzfahrtschiff Astor – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k Germanischer Lloyd AG: Technische und administrative Daten der "Astor". Abgerufen am 11. September 2011.
  2. a b TransOcean GmbH: Die "Astor" auf einen Blick. Abgerufen am 11. September 2011.
  3. a b Schiffsreisen-Magazin. Abgerufen am 2. Februar 2014.
  4. Schiffsreisen-Magazin. Abgerufen am 4. Februar 2014.
  5. Premicon AG übergibt die Veranstaltertätigkeit von TransOcean an Cruise & Maritime Voyages , Der Kreuzfahrttester, 27. Januar 2014. Abgerufen am 6. Februar 2014.
  6. MS Astor kurz vor der Arrestierung. Abgerufen am 27. Oktober 2014.
  7. Schiffsgesellschaft meldet Insolvenz für MS Astor an, Weser-Kurier, 7. November 2014. Abgerufen am 7. November 2014.