B-Tight

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B-Tight - offizielles Wiegen, Promiboxen 2013

B-Tight (* 28. Dezember 1979 in Palm Springs, Kalifornien; bürgerlich Robert Edward Davis), auch B!Tight, ist ein deutscher Rapper, der bei dem Hip-Hop-Label Aggro Berlin unter Vertrag stand. Er kam als Sohn einer deutschen Mutter und eines afroamerikanischen Vaters in den USA zur Welt, wuchs jedoch in Berlin auf.

Biografie[Bearbeiten]

B-Tight wollte ursprünglich Basketballprofi werden, aber eine Verletzung am Fuß durchkreuzte seine Karrierepläne als Sportler. Seine erste Veröffentlichung war das nur auf Kassette veröffentlichte Album Wissen - Flow - Talent, das er zusammen mit seinem damaligen Mitbewohner Sido unter dem Projektnamen Royal TS bei dem renommierten Untergrund-Hip-Hop-Label Royal Bunker veröffentlichte. Es folgten mehrere Kassettenalben der Gruppe Die Sekte (zunächst in der Besetzung B-Tight; Sido; Vokalmatador und Rhymin Simon), Royal TS und ein Solo-Kassettenalbum namens B-Tight sein Album welche von dem Label Sektenmuzik (später Aggro Berlin) verlegt und vertrieben wurden.

2001 wechselte er gemeinsam mit Sido zum neu gegründeten Label Aggro Berlin, wo er 2002 die EP Der Neger (in mir) veröffentlichte. Diese enthält harte und aggressive Texte, wie sie typisch für Aggro Berlin waren. Am 8. August 2005 erschien das Mixtape Heisse Ware, ein gemeinsames Projekt mit seinem sogenannten „Sektenpartner“ Tony D. Neben seinen Soloaktivitäten führt er mit Sido das Label Sektenmuzik und ist Mitglied der Rap-Crew Die Sekte und bildet dort mit Sido das Duo Alles ist die Sekte.

In seinen Texten wird des Öfteren der Cannabis-Konsum verherrlicht, obwohl er in dem Lied Ich bin clean (erschienen auf dem Album Aggro Ansage Nr. 3 - X) beteuert, nicht mehr zu kiffen. Jedoch sagt er in besagtem Track auch, dass Kiffen gut sei und seine Kumpels für ihn mit einen reinziehen sollen. Der immer wieder erwähnte „Kampf zwischen Schwarz und Weiß“ (B-Tight ist ein sogenannter Mulatte) darf eher als Promotion angesehen werden und spiegelt sich nur teilweise in den Texten wider. Auffallend ist, dass viele seiner Songs den Ausdruck Neger enthalten (Der Neger, Neger bums mich!, Psycho Neger B).

B-Tights Texte werden von Psychologen als extrem aggressiv, frauenverachtend und obszön kritisiert. Sein Stück Neger Bums Mich, auf dem sein Sekten-Kollege Bendt mitwirkt, des Label-Samplers Aggro Ansage Nr. 3 wurde Anfang 2004 der BPjM durch die Verbandsgemeinde Bad Bergzabern zur Indizierung vorgeschlagen. Die Indizierung von Aggro Ansage Nr. 3 wurde am 31. Dezember 2004 vollzogen.

B-Tight veröffentlichte Ende 2006 die EP X-Tasy, als Ersatz für die Verschiebung seines angekündigten Albums Neger Neger. Am 20. November 2006 wurde B-Tight außerdem Vater einer Tochter. Das Album Neger Neger, sein erstes richtiges Album, erschien dann am 27. April 2007.

Im April 2007 begleiten B-Tight und Die-Sekte-Mitglied und Back-up-Rapper von B-Tight, Viruz, Sido bei allen Konzerten der Halt’s-Maul-Zahl-Eintritt-Tour als Support. Am 11. April waren B-Tight, Sido und Seryoga bei TRL zu Gast. Dort stellte B-Tight das Video zu seiner ersten Solosingle Ich bins (Bobby Dick) vor. Das Video konnte in den TRL Most Wanted Platz drei erreichen. In der zweiten Woche nahm MTV eine Umstrukturierung der Sendung vor. Ich bins konnte in der ersten Ausgabe der Sendung Urban TRL Platz zwei erreichen.

Am 1. August 2007 feierte der Clip zur zweiten Singleauskoppelung Der Coolste auf Aggro.tv Premiere. Die Single erschien zusammen mit der Ghetto Edition des Albums Neger Neger am 17. August. Außerdem erschien am 5. Oktober 2007 das Mixtape Ghettoromantik, auf dem neben den Mitgliedern von Sektenmuzik auch Rapper wie Afrohesse, King Orgasmus One, Kaisa und Automatikk vertreten sind.

Im Oktober 2007 verkündete B-Tight, dass er ein weiteres Mal Vater werde. Das Kind wurde im April geboren. Des Weiteren heiratete der Rapper am 8. August 2008 seine Freundin, mit der er zwei Kinder hat.[1]

Am 29. Dezember 2011 kam der Film Blutzbrüdaz in die Kinos, in dem B-Tight neben Sido eine der Hauptrollen spielt. Der Film startete mit rund 130.000 Zuschauern in 257 Kinos innerhalb einer Woche und landete damit auf Platz 6 der deutschen Kinocharts.[2]

Am 28. September 2012 hat B-Tight das Bundesland Berlin beim Bundesvision Song Contest mit dem Titel Drinne vertreten und belegte den siebten Platz. Am selben Tag erschien das gleichnamige Album, das von Christoph von Freydorf, Frontmann der Emil Bulls produziert wurde. Das Album enthält eine Mischung aus Alternative Rock, Alternative Metal und Punk sowie Sprechgesang von B-Tight. Es wurde von den B-Tight-Playaz eingespielt. Diese Band besteht aus Jamie „Citnoh“ Richardson und Klaus Kössinger von den Emil Bulls, Fabian Mallmann (Blue Man Group) sowie DJ Perez von Beathoavenz. Es enthält Features von Sido und Harris als Deine Lieblingsrocker, Shrödaz, Metrickz und Shizoe.[3]

Kritik[Bearbeiten]

Der Verein Brothers Keepers machte B-Tight zum Mittelpunkt einer Kampagne gegen Sexismus und Rassismus im Hip-Hop. Dem Rapper werden inflationärer Gebrauch des Wortes „Neger“ und Bedienung alter Klischeebilder vom „hyperpotenten“ Schwarzen.[4] vorgeworfen.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben
Jahr Titel Chartpositionen[5] Anmerkung Cover
DE AT CH
1999 ...Sein Album - - - Tape
2002 Der Neger (in mir) - - - EP Der Neger (in mir) - Cover.jpg
2005 Heisse Ware 27 - Mixtape, mit Tony-D Heisse Ware - Cover.jpg
2006 X-Tasy 55 - - EP, indiziert seit Januar 2012 X-Tasy - Cover.jpg
2007 Neger Neger 6 16 35 indiziert; Neuveröffentlichung 2008 als X-Version Neger Neger - Cover.jpg
2007 Ghettoromantik 54 - Mixtape; indiziert seit Januar 2010 Ghetto Romantik - Cover.jpg
2008 Goldständer 36 - 96 Goldständer - Cover.jpg
2012 Drinne 60 - -
Singles
Jahr Titel Chartpositionen[6] Album Cover
DE AT CH
2007 Ich bins 45 Neger Neger Ich bin's - Cover.jpg
Der Coolste 92 Neger Neger Der Coolste - Cover.jpg
2008 Sie will mich Goldständer Sie will mich - Cover.jpg
2012 Hol doch die Polizei
(Sido & B-Tight)
58 46 Blutzbrüdaz – Die Mukke zum Film
Sonstige
  • 2002: Märkisches Viertel (Juice-Exclusive! auf Juice-CD #22)
  • 2005: Du Opfa (featuring Fler) (gegen Eko Fresh)
  • 2006: Mehr Geld, mehr Probleme (featuring Fler und Sido) (Juice-Exclusive! auf Juice-CD #71)
  • 2007: In den Mund (gegen D-Irie)
  • 2007: Keiner kann was machen (featuring Fler, Sido & Tony D) (gegen Bushido)
  • 2007: So sein wie B (Freetrack)
  • 2007: Neger Neger (Juice-Exclusive! auf Juice-CD #74)
  • 2008: Noch einmal (Juice-Exclusive! auf Juice-CD #90)
  • 2009: Teufelskreis (featuring Metrickz) (Freetrack)
  • 2010: I love Fame (featuring Metrickz) (Freetrack)
  • 2010: Lass es raus (Freetrack)
  • 2010: Mary Jane (featuring Harris) (Freetrack)
  • 2010: Aufm Trip (featuring Sudden, Pimpulsiv, DNP, Johnzen & Meister Elch) (Freetrack)
  • 2010: Silvesternacht (Freetrack)
  • 2011: Gruppentanz (Freetrack)

Quellen[Bearbeiten]

  1. B-Tight wird zum zweiten Mal Papa
  2. Sido und B-Tight rappen in die Kinocharts. Focus online, 2. Januar 2012.
  3.  Marc Leopoldseder: Bobby Rock. In: Juice. Nr. 146, Oktober 2012, S. 46–49.
  4. Brothers Keepers: Das Schweigen Brechen (PDF)
  5. Chartquellen: DE AT CH
  6. Chartstatistik Singles B-Tight auf chartsurfer.de

Weblinks[Bearbeiten]