Bab al-Mandab

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Satellitenaufnahme des Horns von Afrika mit dem Bab al-Mandab
Satellitenaufnahme des Horns von Afrika mit dem Bab al-Mandab
Nähere Aufnahme des Bab al-Mandab
Nähere Aufnahme des Bab al-Mandab

Der Bab al-Mandab (arabisch باب المندب‎, „Tor der Tränen“) ist eine rund 27 Kilometer breite Meeresstraße und die einzige natürliche Verbindung des Roten Meeres mit dem Golf von Aden, der ein Teil des Arabischen Meeres und damit des Indischen Ozeans ist.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Schifffahrt und Piraterie

Alle Schifffahrtslinien von Europa zum Indischen Ozean (abgesehen von Tankern, die zu groß für eine Durchfahrt durch den Suez-Kanal sind und um das Kap der Guten Hoffnung fahren müssen) führen durch den Bab al-Mandab. Für die Schifffahrt hat der Bab al-Mandab dieselbe Bedeutung wie der Sueskanal. Die Anrainerstaaten sind Jemen, Eritrea und Dschibuti.

Das Auswärtige Amt Deutschlands hat für diese Länder eine Reisewarnung herausgegeben. Der Bab al-Mandab gehört zusammen mit dem Golf von Aden zu den weltweit am meisten durch Piraterie gefährdeten Gebieten. Die Deutsche Marine engagiert sich zusammen mit ihren Verbündeten in der Aktion Enduring Freedom, die mit Fregatten vor Ort gegen Terrorismus, Waffenschmuggel und Piraterie kämpfen soll. Das Lagezentrum ist in Dschibuti.

[Bearbeiten] Pläne zum Bau einer Brücke

Ein Unternehmen im Besitz von Tarek bin Laden plant den Bau einer Brücke über den Bab al-Mandab zwischen Jemen und Dschibuti. Das Projekt soll Wirtschaft und Handel in der Region fördern sowie afrikanischen Muslimen die Pilgerfahrt nach Mekka erleichtern. Es wird damit gerechnet, dass auch Migranten, die gegenwärtig den gefährlichen Weg über Boosaaso nehmen, die Route nutzen würden; [1] Kritiker meinen, dass auch Terroristen profitieren und leichter von der arabischen Halbinsel nach Afrika gelangen würden[2].

[Bearbeiten] Herkunft des Namens

Quellenangaben
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Zu Zeiten des Sklavenhandels fuhren arabische Sklavenhändler die Sklaven über die Meeresenge nach Arabien. Aufgrund der damit verbundenen Leidensgeschichten sowie der vielen Schiffswracks bürgerte sich schnell der Name Tor der Tränen ein. Dies ist die arabische Übersetzung von Bab al-Mandab. In Deutschland ebenfalls gebräuchlich ist die Schreibung Bab el-Mandeb.

[Bearbeiten] Quellen

  1. BBC News: Tarek Bin Laden's Red Sea bridge
  2. Somaliland Times: Editorial: Bin Laden’s Djibouti-Yemen Bridge

Koordinaten: 12° 36′ 47" n. Br., 43° 20′ 55" ö. L.

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