Barbara Mittler

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Barbara Mittler (* 15. Februar 1968 in Hagen, Westfalen) ist eine deutsche Sinologin und Co-Direktorin des Exzellenzclusters „Asien und Europa im globalen Kontext“.[1]

Ausbildung[Bearbeiten]

Barbara Mittler studierte Sinologie, Musikwissenschaft und Japanologie in Oxford, Heidelberg, Taipeh (Taiwan). Sie promovierte 1994 summa cum laude und habilitierte, nach einem Forschungsaufenthalt als Fellow an der Harvard University, 1998 an der Universität Heidelberg. Nach Rufen in die USA (Barnard College, Columbia University) hat sie seit 2004 einen Lehrstuhl für Sinologie inne und war bis 2012 Direktorin des Sinologischen Instituts. Ab 2007 war sie Leiterin der Forschungssektion „Öffentlichkeit & Medien“ am Exzellenzcluster „Asien und Europa im globalen Kontext“. Seit November 2012 ist sie im Direktorium des Exzellenzclusters.[2] Mittler ist seit 2008 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.[3]

Für ihre Leistungen erhielt Barbara Mittler 2000 den Heinz Maier-Leibnitz-Preis vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).[4] Des Weiteren war sie in den Jahren 2002 bis 2004 Heisenberg-Stipendiatin der DFG. 2009 wurde Barbara Mittler von der American Philosophy Society mit dem Henry Allen Moe Preis für ihren Aufsatz Popular Propaganda? Art and Culture in Revolutionary China geehrt. Darin befasst sie sich mit der Frage, weshalb die Propagandaprodukte aus den Zeiten Maos noch heute in China populär sind und wie aus Mao eine mythische Figur wurde.[5] 2013 wurde sie für ihre Studie „A Continuous Revolution: Making Sense of Cultural Revolution Culture“ mit dem John K. Fairbank Prize in East Asian History der American Historical Association ausgezeichnet.[6]

Forschung[Bearbeiten]

Barbara Mittler forscht zur chinesischen und taiwanesischen Musik-, Literatur- und Kulturgeschichte, zu Enzyklopädien, Comics, historischen und gegenwärtigen Nachrichtenmedien, Satire- und Frauenzeitschriften und sie beschäftigt sich mit Fragen von Visualität und Geschichtsschreibung.[7]

Schriften[Bearbeiten]

  • A Continuous Revolution: Making Sense of Cultural Revolution Culture. (Harvard East Asian Monographs Series 343). Harvard University Press, Cambridge 2013.
  • A Newspaper for China? Power, Identity and Change in Shanghai’s News Media (1872-1912). (Asia Monographs Series 226). Harvard University Press, Cambridge 2004.
  • Dangerous Tunes. The Politics of Chinese Music in Hong Kong, Taiwan and the People’s Republic of China since 1949. (Opera sinologica 3). Harrassowitz, Wiesbaden 1997.[8]

Privates[Bearbeiten]

Barbara Mittler ist die Tochter der Flötistin Uta Mittler und des Bibliothekars Elmar Mittler. Sie ist verheiratet mit dem Klassischen Philologen Thomas A. Schmitz und hat zwei Söhne.[9][10]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "Direktorium", Exzellenzcluster "Asien und Europa im globalen Kontext" (30. April 2013).
  2. "Barbara Mittler", Exzellenzcluster "Asien und Europa im globalen Kontext" (30. April 2013).
  3. "Barbara Mittler", Leopoldina Nationale Akademie der Wissenschaft (30. April 2013).
  4. "Heinz Maier-Leibnitz-Preis", Deutsche Forschungsgemeinschaft (30. April 2013).
  5. "Henry Allen Moe Prize", American Philosophical Society (30. April 2013).
  6. Historiker aus den USA zeichnen Sinologin Barbara Mittler aus. Pressemitteilung vom 12. November 2013 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de)
  7. "Barbara Mittler", Institut für Sinologie, Universität Heidelberg (30. April 2013).
  8. "Publications", Institut für Sinologie, Universität Heidelberg (30. April 2013).
  9. Vorwort Dangerous Tunes. (30. April 2013)
  10. Vorwort A Newspaper for China? 30. April 2013.

Weblinks[Bearbeiten]