Barentskooperation

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Die Barentsregion.

Die Barentskooperation ist eine am 11. Januar 1993 im norwegischen Kirkenes von Finnland, Norwegen, Russland und Schweden geschlossene formelle Vereinbarung über die Zusammenarbeit im Gebiet der nordpolaren Barentssee. Die Kooperation umfasst drei Ebenen: den Euro-arktischen Barentssee-Rat (BEAC) eine intergouverelles Forum, dem interregionalen Barents-Regional-Rat (BRC) und der Arbeitsgruppe der indigenen Völker der Barents-Region (WGIP).

Inhalt[Bearbeiten]

Das Kooperationsabkommen betrifft einerseits den Komplex Umweltschutz; so liegen auf dem Grund der Barentsee große Mengen Atommüll, den die Marine der ehemaligen Sowjetunion dort weitgehend ungesichert versenkt hat (darunter auch U-Boote mit Nuklearantrieb) Andererseits soll die Zusammenarbeit bezüglich der wirtschaftlichen Aktivitäten in der Region forciert werden; so geht es hierbei vor allem um die Ausbeutung der ergiebigen Gasfelder unter dem betreffenden Meeresgebiet sowie um die Erschließung der Bodenschätze auf der Kolahalbinsel.

Euro-arktischer Barentsee-Rat[Bearbeiten]

Neben den vier Staaten mit Gebieten in der Barents-Region Finnland, Norwegen, Russland und Schweden sind Dänemark, Island und die EU, genauer die Europäische Kommission (Voll-)Mitglieder. Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, die Niederlande, Polen, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten haben Beobachterstatus.

Der Vorsitz des Rates wechselt im zwei-Jahres-Turnus zwischen den Anrainerstaaten.

Barents-Regional-Rat[Bearbeiten]

Folgende Regionen sind Mitglieder des Barentsregionalrats[1]:

Arbeitsgruppe der indigenen Völker[Bearbeiten]

Die Samen (Norwegen, Schweden, Finnland und Russland), Nenzen und Wepsen (beide Russen) arbeiten in der Arbeitsgruppe der indigenen Völker mit und beraten sowohl den BEAC als auch den BRC. Die Arbeitsgruppe unterhält ein Kontaktbüro in Murmansk.

Quelle[Bearbeiten]

  1. http://www.tromsfylke.no/Forside/English/BarentsCooperation/tabid/329/Default.aspx

Weblinks[Bearbeiten]