Bayerisches Alpenvorland

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Bayerisches Alpenvorland
Bayerisches Alpenvorland mit Städten, Gewässern und Eiszeit-Spuren

Als bayerisches Alpenvorland wird das Gebiet südlich der Donau bezeichnet, das sich in den nördlich der Bayerischen Alpen gelegenen flachen und hügeligen Ausläufern befindet. Es ist durch den Einfluss der Eiszeiten überformt worden und erfreut durch seine Vielzahl abwechslungsreicher Landformen. Unter anderem Moränenhügel, schottrige Sander und Seen dokumentieren in diesem Gebiet die Elemente der glazialen Serie.

Das bayerische Alpenvorland wird von den Flüssen Iller, Wertach, Lech, Isar und Inn durchzogen, die westliche Abgrenzung bildet die Grenze des Regierungsbezirk Schwaben (Bayern) zu Baden-Württemberg und die östliche der Grenzfluss Salzach. Größte Stadt in der Region ist München, das inmitten des Alpenvorlandes an der Isar liegt.

In der naturräumlichen Gliederung gemäß dem seit den 1950er-Jahren als Standardwerk dienenden Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands unterscheidet man auf deutschem Boden vier naturräumliche Großregionen. Das Nördliche Alpenvorland mit Donau-Iller-Lech-Platte (04), Isar-Inn-Schotterplatte (05) und Unterbayerisches Hügelland (06) sowie das Südliche Alpenvorland, das im Handbuch als Voralpines Hügel- und Moorland (03) bezeichnet wird. In Nachfolgepublikationen der 1990er Jahre (Einzelblätter Lindau und Kaufbeuren, Hansjörg Dongus) wurde vom Südlichen Alpenvorland, z. T, auch noch von den nördlichen Voralpen, zusätzlich die neue Großregion Nagelfluhhöhen und Senken zwischen Bodensee und Wertach (02) mit Adelegg und Pfänder abgespalten. Der als 03 verbliebene, zweigeteilte Großteil des Südlichen Alpenvorlandes wird in jenen Gliederungen als Subalpines Jungmoränenland bezeichnet.