Bayernoil

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BAYERNOIL Raffineriegesellschaft mbH
Bayernoil-Logo
Rechtsform GmbH
Gründung 1. Januar 1998
Sitz Vohburg, Deutschland
Leitung Karl Strummer
Michael Raue
Mitarbeiter 728 (2012)[1]
Umsatz 2.849,73 Mio (2012)[2]
Branche Mineralölindustrie
Website www.bayernoil.de
Raffinerie Vohburg 48° 45′ 46″ N, 11° 35′ 38″ O48.76277777777811.593888888889Koordinaten: 48° 45′ 46″ N, 11° 35′ 38″ O
Raffinerie Neustadt Donau 48° 47′ 13″ N, 11° 45′ 4″ O48.78680611.750994

Die Bayernoil Raffineriegesellschaft mbH mit Sitz in Vohburg an der Donau, Landkreis Pfaffenhofen, Oberbayern betreibt zwei Erdölraffinerien. Sie ist aus der ERN (Erdoelraffinerie Neustadt OHG) im Rahmen eines Formwechsels am 1. Januar 1998 hervorgegangenen.

Produkte[Bearbeiten]

Das Unternehmen stellt für seine Anteilseigner folgende Produkte her: Propan, Butan, Benzin, Kerosin (Jet A1), Diesel, Heizöle (EL und S), "Solid Fuel" (ein spezielles hochviskoses Schweröl für das Kraftwerk Ingolstadt [3]), Bitumen und Schwefel.

Eigentumsverhältnisse[Bearbeiten]

Bei der Gründung waren beteiligt: Deutsche BP AG (30%), Mobil Oil Deutschland (25%), Agip Deutschland GmbH (20%), Ruhr Oel GmbH (25%). 2000 übernahm BP den Anteil von Mobil Oil. 2003 übernahm die OMV 30% von BP und verkaufte diesen Anteil 2014 an die Varo Energy B.V. [4]


Struktur[Bearbeiten]

Die Betriebsteile an den Standorten Vohburg und Neustadt - etwa 13 km räumlich voneinander entfernt - wirken wie eine einzige Ölraffinerie, was durch insgesamt 11 Pipelines ermöglicht wird. Versorgt werden sie hauptsächlich durch die 759 km lange „Transalpine Oelleitung (TAL)“, welche von Triest über Ingolstadt nach Karlsruhe führt[5]. Im Unternehmen arbeiten 724 Beschäftigte (Stand 2013). Es verarbeitet jährlich etwa 10 Millionen Tonnen Rohöl und führt 2,6 Mrd. Euro Mineralölsteuer an den Fiskus ab.

Um der gestiegenen Nachfrage nach Diesel und Flugzeugbenzin nachkommen zu können, wurden die Betriebsteile Vohburg und Neustadt während einer 5-jährigen Planungs- und Bauphase und einem Investitionsvolumen von 600 Millionen Euro im Rahmen des Projekts „ISAR“ grundlegend erneuert. In diesem Zusammenhang wurde die ehemals ebenfalls im Besitz der Gesellschaft befindliche Raffinerie Ingolstadt ab 18. August 2008 abgestellt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. BAYERNOIL Raffineriegesellschaft mbH. Webseite des Unternehmens, abgerufen am 5. September 2012.
  2. Elektronischer Bundesanzeiger, 26. August 2013, Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012
  3. Homepage Kraftwerk Ingolstadt
  4. Peter Wöllauer, 50 Jahre Erdölverarbeitung im Herzen Bayerns, die Raffinerien der Bayernoil 1964 bis 2014, herausgegeben von Bayernoil
  5. Offizielle Vorstellungsbroschüre der Stadt Neustadt, Seite 18, Hrsg 2010