Vohburg an der Donau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Vohburg a.d.Donau
Vohburg an der Donau
Deutschlandkarte, Position der Stadt Vohburg a.d.Donau hervorgehoben
48.76666666666711.616666666667371Koordinaten: 48° 46′ N, 11° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Pfaffenhofen an der Ilm
Höhe: 371 m ü. NHN
Fläche: 45,19 km²
Einwohner: 7669 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 170 Einwohner je km²
Postleitzahl: 85088
Vorwahl: 08457
Kfz-Kennzeichen: PAF
Gemeindeschlüssel: 09 1 86 158
Stadtgliederung: 12 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Ulrich-Steinberger-Platz 12
85088 Vohburg a.d.Donau
Webpräsenz: www.vohburg.de
Bürgermeister: Martin Schmid (SPD)
Lage der Stadt Vohburg a.d.Donau im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
Ingolstadt Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Dachau Landkreis Eichstätt Landkreis Freising Landkreis Kelheim Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Baar-Ebenhausen Ernsgaden Geisenfeld Gerolsbach Hettenshausen Hohenwart Ilmmünster Jetzendorf Manching Münchsmünster Pfaffenhofen an der Ilm Pörnbach Reichertshausen Reichertshofen Rohrbach (Ilm) Scheyern Schweitenkirchen Vohburg an der Donau WolnzachKarte
Über dieses Bild

Vohburg an der Donau (amtlich: Vohburg a.d.Donau) ist eine Stadt im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt Vohburg an der Donau liegt an der Nordgrenze des Landkreises Pfaffenhofen an der Ilm, etwa 15 km donauabwärts von Ingolstadt. Die Altstadt wird eingerahmt von den Flussläufen der Donau, Kleine Donau und Paar. Am südlichen Stadtrand fließt zudem die Ilm. Vohburg könnte somit als Vierflüssestadt bezeichnet werden. Der nächstgrößere Wasserlauf in Vohburg ist der nördlich in die Donau mündende Mailinger Bach.

Benachbarte Ortschaften sind Ernsgaden, Geisenfeld, Großmehring, Manching, Münchsmünster, Oberdolling, Pförring. Vohburg liegt auch an der Grenze zur Hallertau.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Ortsteile von Vohburg sind: Auhöfe, Dünzing, Hartacker, Höfartsmühle, Irsching, Knodorf, Menning, Oberdünzing, Ober- und Unterhartheim, Pleiling und Rockolding. Ein weiterer Ortsteil ist der Bronauerhof. Fast die Hälfte der Gesamteinwohnerzahl entfällt auf die Eingemeindungen, Ende 2006 wohnten somit 3789 Personen in der Kernstadt.

Stadtteile des Ortskerns[Bearbeiten]

Vohburg Ortskern.JPG
KlDonautor in der Nacht.jpg
Ortskern von Vohburg (links) und das nächtliche Kleine Donautor im Süden der Altstadt (rechts)
Vohburg Lederergasse.jpg
Vohburg Gries.jpg
Die Lederergasse im Innenstadtbereich (links) und das Gries im östlichen Vohburg (rechts)

Der Vohburger Ortskern kann in kleinere, aber meist inoffizielle Teile unterteilt werden: die Au, der Burgberg/Burgstraße, der Innenstadtbereich, das Gries, die Beizn/Bahnhofsstraße, die (neuen) Siedlungen, das Gewerbegebiet und Hartacker.

Au[Bearbeiten]

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts bestand die Au noch weitgehend aus Ackerland und kleinen Gärten. Einige hundert Meter vom Burgberg entfernt befanden sich vereinzelte Landwirtschaften.

In der Au tragen die Straßen Vogelnamen (Beispiel: Amselweg, Habichtstraße, Kiebitzweg). Ausnahmen sind drei Hauptstraßen, die Austraße (läuft nach Süden von der Burgstraße weg, Richtung BP-Weiher), der Augartenweg (Höhe Feuerwehrhaus / Bushaltestelle Vohburg trennt sich der Augartenweg von der Austraße und läuft Richtung Westen), die Auertorstraße (knüpft beim Auertor an die Burgstraße an und läuft Richtung Westen) und der weniger ausgebaute Augrabenweg. In der Au befindet sich das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Vohburg.

Der Name des Stadtteils stammt von den Auen der kleinen Donau (im Süden der Au) und der Donau (Norden der Au). Die Nähe zu den beiden Flüssen und das tiefgelegene Terrain wurden der Au in der Vergangenheit oft zum Verhängnis: Die Anwohner hatten dort häufig mit Hochwassern zu kämpfen. Seit der Hochwasserfreilegung für die kleine Donau (2007–2008) ist der Stadtteil nun vor den Fluten des Ilmzweigs weitestgehend geschützt.

Burgberg/Burgstraße[Bearbeiten]

Die Burgstraße bildet die Grenze zwischen Au und Burgberg. Sie verläuft vom kleinen Donautor in Richtung Feuerwehrhaus beschreibt eine enge, um den Burgberg laufende Schleife, die das Auertor auf der linken Seite passiert und ab dort dann als Hohenstaufenstraße wieder zurück zur Donaustraße läuft. Im Osten des Burgbergs befinden sich die Innenstadt und der Marktplatz.

Der Burgberg beherbergt meist sakrale und historische Gebäude: die Peterskirche, den Friedhof, die Überreste der Vohburg, das Pflegschloss, alte Stadel und Keller, den Wasserturm und im Süden den Pfarrhof.

Vor der allgemeinen Elektrifizierung im 20. Jahrhundert nutzten die Bewohner der Hänge des Burgbergs kleine Höhlen und Verschläge, um im kühlen Felsmassiv Nahrung zu lagern und zu kühlen. An der Ostseite des Bergs befinden sich größere Keller, die in den Burgberg hineinreichen und auf denen von den Anwohnern terrassenartig Gärten angelegt wurden. Diese Terrassierung zeigt sich auch rund um den Burgberg.

Hartacker[Bearbeiten]

Urkundlich wurde Hartacker schon ab dem 12. Jahrhundert erwähnt. In den Aufzeichnungen des Klosters Münchsmünster wurden „Hörige und Zinspflichtige“ aus dem Dorf aufgeführt. Über die Jahrhunderte festigte sich der Name „Ardachaer“, „Ardakker“ oder „Artackher“ für den dort ansässigen Ortsadel. 1616 wurde das Gebiet um den Ort als „Harackher Acker“ betitelt, was sich von Äckern an einem Hart (einem kleinen Weidewald bzw. einer öffentlichen Weide) ableitet. Bis heute hat sich „Harackher“ im Sprachgebrauch der Vohburger gehalten.

Nach den Napoleonischen Kriegen zu Beginn des 19. Jahrhunderts umfasste das Dorf 24 Häuser und eine Mühle, die an der Ilm gelegen war, und gehörte damals zur Gemeinde Wöhr. Bis heute werden die Grundstücke unter der Gemarkungsbezeichnung von Oberwöhr geführt. 1837 wurde Hartacker eine eigenständige Gemeinde. 1907 übernahm die Wirtsfamilie Alter den Gasthof und konnte 2007 das 100-jährige Bestehen feiern.

Am 1. Januar 1972 wurde Hartacker im Zuge der Gebietsreform in Bayern ein Ortsteil von Vohburg.[2]

Hartacker ist in seinem heutigen Zustand durch die im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts errichteten Siedlungen nahtlos mit dem Vohburger Stadtkern verbunden.

Vom Stadtkern führt die Hartackerstraße beginnend an der großen Kreuzung Bahnhofstraße/Regensburgerstraße Richtung Südosten nach Hartacker. Sie ist führt dabei an der Volksschule, an dem Seniorenzentrum „Herzog Albrecht“, der Jahnstraße mit Anbindung an Gewerbegebiet und Sportpark, an Gewerbeflächen und der Siedlungsstraße vorbei. Diese Straße nach Hartacker besitzt daher eine überdurchschnittliche Bedeutung. Der Kern von Hartacker ist deutlich an der 1910/11 neu erbauten Kapelle auszumachen. Dort liegt auch das Wirtshaus Alter und die an die Hartackerstraße anschließende Waldstraße kreuzt die Kreuzstraße.

Kupferstich von Michael Wening um 1700: Nordansicht von Vohburg
Das Kleine Donautor: Historisches Wahrzeichen der Stadt

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte der Stadt Vohburg ist eine sehr mannigfaltige: Sie umfasst steinzeitliche Siedlungsanfänge, mittelalterliche Blütezeiten, einen verheerenden Bruch im Dreißigjährigen Krieg, einen Aufenthalt Napoleons, und viele andere interessante und bedeutsame Ereignisse. Das heutige Vohburg definiert sich durch seine Geschichte, wurde es doch genau deswegen 1952 zur Stadt erhoben.

Historische Stadtfeste und Agnes-Bernauer-Festspiele tragen ihren Teil dazu bei, dass Vohburg und seine Bürger die Geschichte ihrer Heimatstadt lebendig halten. Als Quellen diente die kurze Geschichtsabhandlung auf der Homepage der Stadt[3] und besonders Max Kirschners Zur Geschichte der Stadt Vohburg. (unter Literatur aufgeführt).

Von der Bronzezeit bis zur ersten Zerstörung der Vohburg[Bearbeiten]

  • 1500 v. Chr. Funde auf dem Vohburger Burgberg weisen auf eine dortige Besiedlung in der Bronzezeit hin
  • 895 n. Chr. Erstmalige Erwähnung einer „größeren befestigten Hofanlage“ auf dem Burgberg. Diese war im Besitz eines 'Pernhard de Vohapurch'.
  • 911–1081 Die Grafen von Vohburg werden als auf der Burg ansässige Adelige dokumentiert
  • 1081 Mit der Hochzeit der Beatrix von Vohburg (Witwe des Pfalzgrafen Cuno II.) mit Rapoto III. von Cham erlosch das Geschlecht der Vohburger Grafen. Die Diepoldinger (Der Name ist bis heute noch im häufig in der Region vorkommenden Familiennamen Diepold verwurzelt) regierten nun über die Vohburg. Dies hatte bereits 25 Jahre danach schwerwiegende Folgen für die Vohburg.
  • 1104–1106 Nachdem der Deutsche Kaiser Heinrich IV. vom Papst mit einem Bannfluch belegt und entmachtet worden war (siehe auch unter Gang nach Canossa), schwand dessen Fürspruch unter den deutschen Fürsten und insbesondere bei seinem Sohn Heinrich V., der ihn 1104 gefangen nahm und seinen Thron bestieg. Als wichtiger Berater fungierte Markgraf Diepold von Vohburg, der mit wenigen anderen Fürsten die entscheidende Rolle bei der Thronbesteigung Heinrichs V. spielte. Heinrich IV. konnte sich aus der Gefangenschaft befreien und bestrafte die Haupthetzer, unter denen, wie oben bereits aufgeführt, der Diepoldinger war: Die Burg von Vohburg wurde 1105 durch Truppen des verbündeten Markgrafen Luitpold von Österreich und dessen Schwager, dem Böhmenkönig Bořivoj II., vollkommen zerstört. Als der gestürzte König jedoch bereits 1106 starb und von Seiten seiner Verbündeten nichts Kriegerisches zu erwarten war, baute Diepold die Burg nach seinen Vorstellung auf.[4]

Von den Wittelsbachern bis zur dritten Zerstörung der Vohburg[Bearbeiten]

  • ab 1204 war die Burg in Besitz der Wittelsbacher
  • 1246 Hochzeit von Elisabeth von Bayern, Tochter Herzog Ottos II des Erlauchten mit dem römisch-deutschen König Konrad IV.
  • 1316 Nachdem Ludwig der Strenge gestorben war, ging die Vohburg an dessen Sohn Herzog Rudolf. Es kam zum Zerwürfnis zwischen Rudolf und seinem Bruder Herzog Ludwig der Bayer, dem späteren deutschen Kaiser. Im Streit der zwei Brüder zerstörte Ludwig den Prachtbau der Diepoldinger auf dem Burgberg und weitere Besitzungen seines Bruders. Dieser zeigte sich unterworfen und zog sich von der Regierung und vom Anspruch auf Vohburg zurück.[5]
  • 1316–1414 Bis zum Wiederaufbau wurde die zerstörte Burg 100 Jahre lang an sämtliche (weltliche und geistliche) Fürsten verschachert und verschoben.
  • 1414 Herzog Ernst von Bayern baute die Burg auf den Grundmauern des Diepoldinger Baus wieder auf.
  • 1641 Die Vohburg wurde zum dritten und letzten Mal zerstört. Als die Schweden im Dreißigjährigen Krieg unter General Banér Vohburg erreichten, zerstörten sie die Burg ein letztes Mal in ihrer Geschichte. Das Siedlungsgebiet bzw. der Markt am Fuße der Vohburg konnte durch eine beträchtliche Brandsteuer vor der Verwüstung gerettet werden. Viele Bürger von Vohburg flohen in die nahe gelegenen Wälder oder in das gut geschützte Ingolstadt.[6] Dieser Einschnitt in die Stadtgeschichte zieht einen endgültigen Schlussstrich unter die mittelalterliche Bedeutung der Vohburg und markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der Stadt.

Vom Spanischen Erbfolgekrieg bis zur jüngsten Geschichte der Stadt[Bearbeiten]

  • 1704 Nach einer kurzen Belagerung durch die Österreicher im Spanischen Erbfolgekrieg wurde Vohburg von den Österreichern erobert und der Markt sowie die umliegenden Dörfer geplündert. Im November 1704 machte Prinz Eugen von Savoyen in Vohburg Halt, dessen Pferden sogar neue Stallungen gebaut werden mussten. Die Besatzungszeit durch die Österreicher dauerte bis 1715, in welcher Vohburg immer wieder durch hohe Kriegskosten geschröpft wurde.[7]
  • 1809 Napoleon übernachtete am 19. April im Schloss auf dem Burgberg, um sich auf die Schlacht von Abensberg gegen die Österreicher vorzubereiten
  • 1952 Erhebung zur Stadt durch Dr. Wilhelm Hoegner
  • 1963 Ansiedlung der Erdölraffinerie der Deutschen BP (heute Bayernoil)
  • 1966 Bau des Dampfkraftwerkes der Isar-Amper-Werke (heute E.ON)
  • 2007 Beginn der Erweiterung des Kraftwerkes und Bau einer Versuchsgasturbine

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Hartacker eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kamen Dünzing und Oberhartheim (beide bisher im Landkreis Ingolstadt) hinzu.[8] Irsching, Menning und Rockolding folgten am 1. Januar 1978.[9]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Vohburg Einwohnerentwicklung.jpg

Das Diagramm gibt eine grobe Übersicht darüber, wie sich die Einwohnerzahl in Vohburg über die letzten 200 Jahre verändert hat. Die rechte Skala gibt die Einwohnerzahl an, die untere die Jahreszahlen.

Wohnten um 1800 noch rund 1.000 Menschen in der Herzogsstadt, waren es Anfang des 21. Jahrhunderts bereits über 7.000. Neben sämtlichen Epidemien (Nervenfieber 1813, Cholera 1854) wirkten sich auch die Kriege auf die Gesamtanzahl der Vohburger aus.

Waren es in den Napoleonischen Kriegen 16 und im Deutsch-Französischen Krieg sieben Gefallene, so sind es in den zwei Weltkriegen 270 (108 im ersten und 162 im zweiten) gefallene Vohburger Männer. Bei rund 2.000 Menschen waren das in etwa 14 Prozent der Einwohner und ca. 30 Prozent der männlichen Bürger Vohburgs.[10]

In der Nachkriegszeit wuchs Vohburg stetig weiter. Auch die Eingemeindungen von Hartacker (348 Einwohner), Oberhartheim und Pleiling (156) und Dünzing (437) im Jahr 1972 bewirkten einen starken Anstieg der Einwohnerzahlen (hellblauer Balken). Im Jahr 1978 wurden die ehemals selbständigen Gemeinden Irsching (699 Einwohner), Menning (438) und Rockolding (545) eingemeindet, was sich am sprunghaften Anstieg im Jahr 1978 (dunkelblauer Balken) zeigt.[11]

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister im 20. und 21. Jahrhundert:

  • Ludwig Piller, Seilermeister (1899–1911)
  • Simon Grimm, Landwirt und Schweinehändler (1911–1917)
  • Joseph Schranner, Maurermeister (1919–1928)
  • Max Bogner, Schneidermeister (1929–1933)
  • Karl Strasser, Spenglermeister (1933)
  • Franz X. Mayer, Krämer (1933–1935)
  • Joseph Lohr, Mühlenbesitzer (1935–1945)
  • Alfons Hierhammer, MdL (1945–1970)
  • Joseph Piller, Kaufmann (1971–1978)
  • Joseph Hammerschmid, (1978–1996)
  • Rudi Fahn (1996–2008; † 2010)
  • Martin Schmid (seit 2008)

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Religion[Bearbeiten]

Pfarreien und Kirchen der Stadt[Bearbeiten]

St. Peter auf dem Burgberg
D-PAF-Vohburg2.JPG
D-PAF-Vohburg4.JPG
St. Anton (Vohburg) und St. Nikolaus (Dünzing)

In Vohburg prägen neben der säkularisierten Kirche St. Andreas, dem heutigen Rathaus, vor allem die Stadtpfarrkirche St. Peter auf dem Burgberg und St. Anton am Marktplatz das Stadtbild.

St. Anton stellt die Filialkirche der katholischen Pfarrei St. Peter dar und wurde bereits 1728 in der heutigen Größe von den Franziskanern erbaut. Auf Grund der Aufhebung des Franziskanerklosters durch die Säkularisation im Jahr 1802, stand das Klostergebäude und die Kirche ein Jahr leer, bevor sie von 1803 bis 1823 als Pfarrkirchenersatz für die noch im Umbau befindende St. Peter Kirche genutzt wurde. Das Nebengebäude wurde als Schule bis ins 20. Jahrhundert benutzt. Heute befindet sich dort die Vohburger Filiale der Sparkasse. St. Anton wurde unter anderem 1946/47, 1965 und in den 1990er Jahren renoviert. Bei der letztgenannten Renovierung wurde die Kirche auch mit einer neuen Orgel ausgestattet.

St. Peter entstand in ihrem heutigen Ausmaß zwischen 1820 und 1823. Sie ist die Hauptkirche der Pfarrei St. Peter in Vohburg. Seit den Anfängen der Besiedelung des Burgbergs wurden an der heutigen Stelle der Kirche sakrale Bauten errichtet. Das Spektrum reicht von der einfachen Holzkirche bis hin zum mittelalterlichen Gotikbau. 1697/98 wird die vierte Kirche auf dem Burgberg errichtet, die im barocken Stil gehalten ist. 1717 wird der Kirchturm teilweise abgerissen und der bis heute charakteristische Zwiebelturm aufgebaut. St. Peter befand sich Mitte des 18. Jahrhunderts in einem sehr schlechten Zustand, wurde aber erst 1820 generalsaniert. 1980–1983 wurde die Kirche gänzlich renoviert.[12]

In Vohburg gibt es ebenfalls eine evangelische Gemeinde, deren Kirche, St. Johannes, nicht im Zentrum Vohburgs, sondern in der Hartackerstraße zu finden ist. Sie wurde an Ostern 1969 eingeweiht und ist im Stil einer modernen Kirche aus den 1960er Jahren gebaut.

Die Kirchen der nördlich von Vohburg gelegenen Ortsteile – Menning (St. Martin), Dünzing (St. Nikolaus) und Oberhartheim (Unsere Liebe Frau) – sind alle Filialkirchen der St. Peter Pfarrei im Vohburger Stadtkern.

Von der Pfarrei St. Ottlia in Irsching werden die Filialkirchen in Rockolding, Ilmendorf und in Knodorf geleitet.

Der selige Bauer[Bearbeiten]

Die Geschichte vom seligen Bauern weist für die katholische Gemeinde in Vohburg eine große Bedeutung auf. Sie handelt vom Bauern Johann, der Ende des 15. Jahrhunderts bei Griesham gelebt haben soll. Nachdem dessen Frau und Kinder gestorben waren, hätte er sich der Legende nach als Einsiedler im Dürnbucher Forst zurückgezogen und seinen Besitz der Kirche überlassen. In seinem Häuschen sei der fromme Mann eines Tages von zwei Räubern überfallen, misshandelt und aufgehängt worden.[13][14]

Als man ihn fand, wiesen alle Indizien auf den Suizid hin. Wie es früher üblich war, wurde der Leichnam nicht auf dem Friedhof begraben, sondern auf dem Galgenberg neben dem Balken verscharrt. Die Geschichte besagt weiter, dass ein paar Wochen später nach dem Besuch auf dem Jahrmarkt in Vohburg Menschen das Grab aufsuchten und beim Anblick der Todesstätte plötzlich Blinde unter ihnen wieder sehen, und Lahme wieder gehen konnten. Diese Wunderheilungen nahmen die Menschen als Beweis für die Unschuld und Heiligkeit des seligen Bauers. Auch die zwei Räuber wurden kurze Zeit darauf gestellt und gaben den Mord am Einsiedler aus dem Dürnbucher Forst zu.

Der Leichnam wurde exhumiert und in der Spitalkirche beigesetzt. Im Laufe der Zeit wurden die Gebeine des seligen Bauers in die Andreaskirche und dann später nach St. Anton transferiert, wo sie sich bis heute befinden. Seine Überreste ruhen in einem reichlich verzierten Sarkophag in einem Reliquienschrein auf der linke Seite des Kirchenschiffs. Auch in der Nähe seiner Hütte im Wald steht zum Andenken eine Säule.

Auf dem Galgenberg bei Menning errichtete ein Menninger Landwirt 1950 zu Ehren des seligen Bauers eine Kapelle, die 2009 restauriert wurde. Dort befinden sich auch heute noch Schriftstücke von ehemals kranken und leidenden Menschen, die dem seligen Bauern dafür danken, dass er sie vom Schmerz befreit und geheilt hat.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Burgtor (von Außen)

siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Vohburg an der Donau

Burg Vohburg[Bearbeiten]

Hauptartikel: Burg Vohburg

Auf einem Felsstock über der Stadt befinden sich die Reste der hochmittelalterlichen Burg Vohburg. Der Burgberg dient heute als Friedhof der Kirche Sankt Peter und als Spielstätte der regelmäßig aufgeführten Freilichtfestspiele, die einen überregionalen Bekanntheitsgrad aufweisen. Im Eingangstor zum Friedhof befindet sich an der Nord-Innenseite das älteste Wappen Bayerns, welches in Steinplatten gemeißelt ist.

Bauwerke[Bearbeiten]

Das Vohburger Rathaus, das sich in der säkularisierten Andreaskirche im Norden des Marktplatzes befindet, wurde bis 2007 vollständig saniert und restauriert. Die Innenräume wurden in jahrelangen Umbauarbeiten neu eingeteilt und der Haupteingang von der West- auf die Südseite verlegt. Außerdem wurde das Fresko am Westgiebel, das die mittelalterliche Vohburg darstellt, nachgestrichen. Das Rathaus wurde im Oktober 2007 im renovierten Zustand der Öffentlichkeit präsentiert und kurze Zeit später im Februar 2008 vom damaligen bayrischen Ministerpräsidenten Günther Beckstein besucht.

Am östlichen Hang des Burgberges liegt das Pflegschloss, das im Jahr 1721 neu errichtet und 1785–1786 renoviert wurde. Zudem übernachtete Napoleon im Krieg gegen Österreich vom 19. zum 20. April 1809 im Schloss. Im 20. Jahrhundert diente es als Krankenhaus und Altersheim.

Im November 2010 wurde die Agnes-Bernauer-Halle – also ein noch junges Bauwerk der Stadt – eingeweiht. Die Mehrzweckhalle bietet Platz für sportliche Betätigung und Veranstaltungen und wurde mit einem Fußball-Hallenturnier der lokalen Sportvereine eröffnet, das der TV Vohburg für sich entschied. Das Gebäude befindet sich direkt an der Volksschule Vohburg, kann über den Pausenhof der Grundschule erreicht werden und greift auf die Parkplatz-Möglichkeiten vor der Schule zurück.

Stadttore[Bearbeiten]

Der Stadtkern von Vohburg besitzt drei Stadttore, die Altstadt nach Norden, Westen und Süden hin abschließen. Zudem kann eine Nord-Süd-Achse durch Vohburg durch das Kleine Donautor und das Donautor ausgemacht werden. Beiden folgen bzw. folgten im Mittelalter die Brücken über die Donau und die Kleine Donau.

Näheres zu den Toren:

Das Kleine Donautor ist das unverkennbare Wahrzeichen der Stadt und befindet sich im Süden der Innenstadt. Es wurde zuletzt in den 1980er Jahren renoviert.

Das Donautor wurde 2008 generalsaniert und am Tag des Offenen Denkmals 2008 zum ersten Mal wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In Zukunft wird es als Stadtarchiv und als Touristikbüro genutzt werden.

Das Auertor befindet sich, wie der Name schon sagt, in der Au, im Westen des Burgbergs.

Zudem befindet sich auf dem Burgberg das Burgtor, in dem sich das älteste bayerische Wappen aus dem Jahr 1477 befindet.

Der „Betläuter“[Bearbeiten]

Vohburger Rathaus (St. Andreas)

Die Bedeutung des Betläuters ist tief in der Vohburger Stadtbevölkerung verankert. Er läutet üblicherweise mit einem hohen Glockenton, wenn es am Abend für die Kinder auf den Straßen Zeit wird, nach Hause zu gehen. Diese Tradition wird seit vielen Generationen gehegt.

Der Betläuter ist eigentlich nur ein Kopf eines alten Mannes an der Südseite des Andreas-Kirchturms. Bis zur Renovierung des Turms der Andreas-Kirche in den 1960er Jahren, hingt dort der hölzerner Kopf und läutete den Kindern die Zeit, ins Bett zu gehen. Dieser Kopf zeigt ein Männlein mit spitzen Hut und einem Bart, an dem ein Glöckchen befestigt ist. Das Alter des Kopfes wird auf 400 Jahre geschätzt. Es ist zu vermuten, dass der Kopf den Architekten oder Baumeister in stilisierter Weise zeigt, wie es zum Beispiel auch bei anderen Sakralbauten der Fall ist. Stark verwittert und von der langen Zeit an der Andreaskirche gezeichnet, wurde er 1964 abgehängt und Mitte der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts durch eine Nachbildung aus Metall ersetzt. Diese führt den Brauch fort und läutet dreimal täglich zum Angelusgebet in der dem Betläuter üblichen hellen Glockenstimme.[15]

Zum Betläuter erzählt man sich auch die Sage, dass der Hirte Hannes ein Spiel mit dem Teufel verloren und die Glocken von St. Andreas gelockert habe. Diese sollten den Messner erschlagen, was jedoch gründlich schiefging und ihm selbst das Leben kostete. Sein kopfloser Leichnam wurde an der Kirchenmauer gefunden, sein Kopf mit einem Glöckchen an seinem Bart aber hing an der Kirche. In Erinnerung bracht man später einen aus Holz geschnitzten Kopf an: den Betläuter.[16]

Feste und Märkte[Bearbeiten]

Maibaum in der Beizn (2009)

In Vohburg findet jährlich eine feste Abfolge von Märkten und Festen statt. Das Frühjahr wird durch den Josefi-Markt an einem Sonntag im März begangen.

Wie in vielen Gemeinden in Bayern werden auch in Vohburg am 1. Mai Maibäume aufgestellt. Im Stadtgebiet Vohburg stehen vier Maibäume: Vor dem Rathaus in der Innenstadt, in der Au beim Auertor, in der Beizn und bei der Kapelle in Hartacker, wobei der Maibaum in der Beizn nicht am 1. Mai, sondern bereits am 30. April aufgestellt wird. In den Vohburger Ortsteilen befinden sich ebenfalls Maibäume.

Das Bürgerfest (verbunden mit dem Petersmarkt) feiert die Stadt an einem Juni-Wochenende im Stadtkern.

Anfang September wird dann das Volksfest veranstaltet, das in der Regel von Freitag (Wahl der Volksfestkönigin) bis Sonntag (Alten- und Kindernachmittag) dauert. Am Jahresausklang finden der Kathreinmarkt (November) und der Weihnachtsmarkt (Dezember) statt.

Agnes-Bernauer-Festspiele[Bearbeiten]

Die von der Kolpingsfamilie Vohburg veranstalteten Festspiele sind seit 1909 ein fester Bestandteil im Kulturleben der Stadt. Sie werden stets als Laienstücke von den Vohburger Bürgern aufgeführt.

Bis 2005 war es die Bühnenadaption des Bernauer-Stoffes von Martin Greif, die in künstlerischer Freiheit von den Regisseuren interpretiert wurde. Zur Feier der hundertjährigen Tradition der Spiele wurde 2009 eine neue Version der Geschichte der Agnes Bernauer verwendet: Die promovierte Theaterwissenschaftlerin Isabella Kreim aus Ingolstadt nahm sich des Themas an. Das Stück feierte am 2. Juli 2009 seine Premiere.

Im April 1909 wurde die Geschichte rund um die Augsburger Baderstochter und ihrem tragischen Ende vom Katholischen Bürgersöhneverein in Vohburg uraufgeführt. Zur Feier des 175-jährigen Bestehens des Bürgersöhnevereins im Jahr 1926 wurde das Stück nochmals aufgeführt. Von da an wurden die Festspiele im Abstand von 25 Jahren wiederholt. 2001 wurde das Stück erstmals als Freilichtstück gespielt. Der Erfolg veranlasste die Verantwortlichen, den Turnus von 25 Jahren auf nur noch vier Jahre zu verkürzen und sie dauerhaft auf die Freilichtbühne auf dem Burgberg zu verlegen. Dort fanden die Festspiele von 2005 und 2009 statt.

Die Verantwortlichen der letzten Festspiele waren der Regisseur Ernst Grauvogl, die Projektleiter Sepp Steinberger und Ludwig Schleibinger, sowie der Kostümmeister Helmut Eisele. Rund 120 Vohburger wirkten 2009 an den Agnes-Bernauer-Feststpielen mit.

Im Juni/Juli 2013 finden erneut die Agnes-Bernauer-Festspiele in einer neuen Inszenierung am Vohburger Burgberg statt. Die in Vohburg aufgewachsene Münchner Theaterregisseurin Christine Neuberger, die unter anderem bei Franz Xaver Kroetz als Regieassistentin gearbeitet hat, übernimmt hierbei die Regie.

Sport und Freizeit[Bearbeiten]

TV Vohburg[Bearbeiten]

Der Turnverein Vohburg ist der größte Sportverein in Vohburg. Er wurde 1911 gegründet und beherbergt Abteilungen in den Bereichen Fußball, Leichtathletik, Turnen, Tischtennis, Stockschütze, Karate, Moderne Fitness und Freizeit Radeln. Der 1. Vorsitzender ist Michael Huber, die Vereinsfarben Rot-Blau.

Die erste Fußball-Mannschaft des TV spielt in der Kreisklasse Pfaffenhofen (Bezirk: Oberbayern, Kreis: Donau/Isar).

Der TV Vohburg ist zudem aktueller Hallen-Stadtmeister. Im Eröffnungsturnier der Agnes-Bernauer-Halle im Herbst 2010 setzte sich die erste Mannschaft der Herren gegen Mannschaften der Ortsteile sowie benachbarter Gemeinden durch.

1999 zog der TV Vohburg von den Sportplätzen an der Griesstraße auf das neu errichtete Sportzentrum an der Jahnstraße im Vohburger Gewerbegebiet. In diesem befinden sich neben einem Stadion und Trainingsräumlichkeiten auch Weitsprung-, Kugelstoßanlagen und eine Laufbahn. Dort entstand auch ein Vereinsheim, das von den Mitgliedern des TV in gemeinsamer Schaffenskraft auf eigene Faust errichtet wurde.

Fußball in den weiteren Ortsteilen[Bearbeiten]

Beinahe jeder Ortsteil von Vohburg besitzt seinen eigenen Sportverein und somit eine Fußballabteilung. Dies führt zu einem regen Konkurrenzkampf und vielen Lokal-Derbys. So versuchen der SV Irsching-Knodorf, der FC Rockolding und der FC Wackerstein-Dünzing stets den TV aus der Herzogsstadt zu besiegen. In der Saison 2009/2010 konnte zum Beispiel der in derselben Klasse spielende FC Wackerstein-Dünzing die Vohburger Mannschaft sowohl zu Hause als auch in Vohburg schlagen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Vohburg BayOil1.jpg
Vohburg Eon1.jpg
Vohburg Eon2Bau.jpg
Bayernoil Raffinerie Vohburg (links) und Kraftwerk Irsching (Mitte: Block 1 bis 3; rechts: Block 5)

Verkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof Vohburg liegt im Ortsteil Rockolding an der Donautalbahn Ingolstadt-Regensburg.

Außerdem ist Vohburg erreichbar über die Bundesstraßen 16 bzw. 16a.

Über die Linie 26 und N8 der INVG ist Vohburg mit einigen Haltestellen auch im Busnetz der Stadt Ingolstadt integriert.

Bildung[Bearbeiten]

In Vohburg befinden sich drei Kindergärten und eine Grund- und Mittelschule. Weiterführende Schulen (Realschulen, Gymnasien und Fachschulen) sind in Ingolstadt und in der Kreisstadt Pfaffenhofen an der Ilm angesiedelt.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Bayernoil BT Vohburg, HF Sicherheitskleidung, MERO Pipeline, CLAAS Landmaschinen, E.ON Kraftwerk Irsching, Getränke HÖRL, B1 Systems.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Die Stadt Vohburg wurde von ihrem Biografen Felix Joseph Lipowsky untrennbar mit der tragischen Geschichte der Augsburger Baderstochter Agnes Bernauer verbunden, einer Geliebten Herzog Albrechts III.: Albrecht III. war Statthalter in Straubing und einziger Erbe des Herzogtums, so dass eine (angeblich auf Burg Vohburg vollzogene) heimliche Hochzeit mit der „Bernauerin“ den Fortbestand der Erblinie gefährdet hätte. Albrechts Vater, Herzog Ernst von Bayern-München ließ die Bernauerin deshalb während Jagdausfluges seines Sohnes gefangen nehmen und am 12. Oktober 1435 bei Straubing in der Donau ertränken.

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Angegeben sind Name, Lebensdaten, Beruf, Verdienst für die Stadt Vohburg und schließlich das Jahr des Erlangens der Ehrenbürgerwürde [17]

  • Ulrich Steinberger (1825–1904), ab 1868 Pfarrer in Vohburg; er gilt bis heute als wohl größter Wohltäter Vohburgs; 1890 erster Ehrenbürger von Vohburg
  • Joseph Piller (1842–1926), Pfarrer in Vohburg; 1917 wurde er anlässlich seines goldenen Priesterjubiläums zum Ehrenbürger ernannt
  • Wilhelm Hoegner (1887–1980), u. a. Bayerischer Ministerpräsident; 1952 wurde er anlässlich der Erhebung Vohburgs zur Stadt, die er veranlasst hatte, zum Ehrenbürger ernannt
  • Karl Hafner (1878–1962), Lehrer und Rektor; wirkte an der Volksschule Vohburg von 1908 bis 1945; 1955 Ehrenbürgerschaft
  • Josef Karg (1881–1972), Baumeister und Regierungsoberbauinspektor; trieb vor allem die Absicherung Vohburgs vor Hochwasser voran; 1956 wurde wegen seines Engagements mit der Würde des Ehrenbürgers ausgezeichnet
  • Max Bogner (1875–1957), Schneidermeister und Bürgermeister von Vohburg; 1957 wurde er posthum zum Ehrenbürger ernannt.
  • Georg Huber (1883–1957), Pfarrer in Vohburg von 1932 bis 1956; 1957 erlangte er posthum den Ehrenbürgertitel
  • Karl Gerz (1877–1963), Textilkaufmann; engagierte sich für die Regulierung der Ilm und die Einführung des elektrischen Lichts in Vohburg; er wurde 1957 Ehrenbürger
  • Konrad Schneider (1885–1968), Malermeister; Malte das Fresko an der Giebelseite des Rathauses (1955); 1960 wurde er auf Grund seines besonderen Einsatzes für den Erhalt des historischen Stadtcharakters mit dem Ehrenbürgertitel gewürdigt
  • Tobias „Dobe“ Kopp (1873–1963), Gerbermeister; er war langjähriger Magistratsrat und beteiligt an der Versorgung Vohburgs mit elektrischem Strom; 1963 wurde er Ehrenbürger der Stadt Vohburg
  • Max Kirschner (1906–1992), Mundartdichter, Heimatforscher und Lehrer in Wöhr und Vohburg; 1976 wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Vohburg ernannt (1973 bereits Ehrenbürger von Wöhr)
  • Joseph Pflügl (* 1929), Stadtratsmitglied von 1966 bis 2008, Kreistagsmitglied von 1972–2002

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Vohburger Heimatforscher[Bearbeiten]

Explizit sind hier Joseph Pfügl und Max Kirschner zu erwähnen, die mit Ihren Büchern in den letzten Jahrzehnten die Geschichte Vohburgs für die nachfolgenden Generationen in Worten und Bildern festgehalten haben.

Kirschner befasst sich in seinen Büchern vor allem mit der Geschichte der Stadt Vohburg. Er erläutert die prähistorischen Funde auf dem Burgberg und beschreibt den mittelalterlichen Kern der Stadt. In Zur Geschichte der Stadt Vohburg werden chronologisch wichtige Ereignisse von der Frühgeschichte bis 1978 aufgeführt.

Pflügl fasst in seinem Buch Vohburg mit seinen Ortsteilen im 20. Jahrhundert die jüngere Geschichte Vohburgs im 20. Jahrhundert zusammen und illustriert diese mit vielen Bildern. Er vermittelt somit den Wandel, den die Stadt innerhalb des letzten Jahrhunderts durchlebt hat.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Max Kirschner: Zur Geschichte der Stadt Vohburg. 1978, ISBN 3-7787-3115-7
  • Elisabeth Able: Ein kurbayerischer Markt in der Epoche des Reformabsolutismus. Vohburg an der Donau 1745–1799. Zugleich: Eichstätt, Univ., Diss., 2001, Herbert Utz, München 2007, 414 S., ISBN 978-3-8316-0718-1 (Miscellanea Bavarica Monacensia ; 182)
  • Friedemann Bedürftig: Die Staufer - Ein Lexikon. Primus-Verlag, Darmstadt 2006, ISBN 3-89678-288-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vohburg an der Donau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.vohburg.de/PDF/hist_beilagen/2007/Historische_Beilage_Nr._5-2007.pdf
  3. http://www.vohburg.de/documente/geschichte.php
  4. Max Kirschner: Zur Geschichte der Stadt Vohburg. 1978, Seiten 14 bis 16
  5. Max Kirschner: Zur Geschichte der Stadt Vohburg. 1978, Seiten 41 und 42
  6. Max Kirschner: Zur Geschichte der Stadt Vohburg. 1978, Seite 123
  7. Max Kirschner: Zur Geschichte der Stadt Vohburg. 1978, Seiten 83 und 84
  8.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 550.
  9.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 586.
  10. Max Kirschner: Zur Geschichte der Stadt Vohburg. 1978, Seiten 134 bis 141
  11. Joseph Pfügl: Vohburg mit seinen Ortsteilen im 20. Jahrhundert. 1998, Seiten 29 bis 31
  12. Joseph Pfügl: Vohburg mit seinen Ortsteilen im 20. Jahrhundert. 1998, Seiten 244 ff.
  13. Rudolf Osterauer: Münchsmünster mit Wöhr und Schwaig im Wandel der Zeiten. S. 166–167, Hrsg. Gemeinde Münchsmünster, 1981.
  14. Peter M. Busler: Die Hallertau – Porträt einer urbayerischen Landschaft. S. 39, W. Ludwig Buchverlag, Pfaffenhofen 1990, ISBN 3-7787-3365-6
  15. Max Kirschner: Zur Geschichte der Stadt Vohburg. 1978, S. 142.
  16. http://www.vohburg.de/Sanierung_Andreaskirche/Betlaeuter/Der%20Betlaeuter%20_Pfluegel_.pdf
  17. Joseph Pfügl: Vohburg mit seinen Ortsteilen im 20. Jahrhundert. 1998, Seiten 33 bis 39