BeagleBoard

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Beagleboard, Ansicht von oben.

Das BeagleBoard ist ein kostengünstiger Einplatinen-Computer, der auf dem OMAP3530-SoC von Texas Instruments basiert. Das Hardware-Design ist frei.[1] Es kann kostenlos heruntergeladen werden, wodurch es möglich ist, das Board selbst herzustellen. Bei seiner Vorstellung Mitte 2008 traf das BeagleBoard auf eine große Resonanz in den Medien.[2][3][4][5][6][7]

Hardware[Bearbeiten]

Neben einem ARM Cortex-A8-Prozessor enthält das OMAP3-System-on-a-Chip auch einen TMS320C64x+-DSP und einen Grafikprozessor von PowerVR Technologies. Die Grafikausgabe erfolgt über HDMI oder S-Video. Weitere Anschlüsse sind USB, RS-232, SD-Card, JTAG sowie Stereoein- und ausgabe. Das Board kann entweder über USB oder ein Netzteil mit 5 V gespeist werden. Auf Grund seines geringen Stromverbrauches benötigt es keine zusätzliche Kühlung. Es verfügt über 256 MB NAND-Flash-Speicher und 256 MB Arbeitsspeicher (die ersten Revisionen hatten lediglich 128 MB RAM). Es kann vom NAND-Speicher, von der SD-Card, über USB oder der seriellen Schnittstelle booten.

Verfügbare Linux-Distributionen[Bearbeiten]

Einige Linux-Distributionen sind bisher auf das BeagleBoard portiert worden, so unter anderem Ångström sowie Maemo. Dadurch eignet sich das BeagleBoard auch zur Entwicklung von Software für das Maemo-basierte Smartphone Nokia N900.[8]

Weiterentwicklung[Bearbeiten]

BeagleBone Black[Bearbeiten]

Seit dem 23. April 2013 ist zum Preis von 45 US Dollar das BeagleBone Black verfügbar. Unter anderem bietet es 512 MB RAM, einen mit 1 GHz getakteten Sitara AM3359 ARM Cortex-A8 von Texas Instruments, im Gegensatz zu seinem Vorgänger, dem vom BeagleBoard als Kompaktversion für Hardwarehacker abgeleiteten BeagleBone[9], einen Micro-HDMI-Anschluss und 2 GB eMMC Flash Speicher on board. Nativ ist im eMMC Ångström-Linux installiert, welches eine sofortige Inbetriebnahme des Boards ermöglicht. Das System unterstützt Android (rowboat), Ubuntu, Debian, openSUSE und Ångström, sowie mehrere weitere Betriebssysteme wie FreeBSD, OpenBSD, QNX, und Windows Embedded.[10]

Für das BeagleBone sind unterschiedlichste Erweiterungsplatinen (Capes) verfügbar, die seinen Funktionsumfang erheblich ausbauen. Ein einzelnes Cape wird auf die zweireihige, 46 Pins umfassende Erweiterungsschnittstelle des BeagleBones aufgesteckt und bietet wiederum selbst eine entsprechende Schnittstelle zum Ausbau mit weiteren Capes. Ein BeagleBone kann gleichzeitig mit maximal vier Capes ausgebaut sein.

xM-Version[Bearbeiten]

Beagleboard xM, Ansicht von oben.

Seit 2010 gibt es eine neue xM-Version des BeagleBoards, welche unter anderem über 512 MB Arbeitsspeicher und 4 × USB 2.0 verfügt.

PandaBoard[Bearbeiten]

PandaBoard mit Lage der Anschlüsse
Hauptartikel: PandaBoard

Ende Oktober 2010 wurde das PandaBoard vorgestellt.[11] Es beruht wie das BeagleBoard auf einer offengelegten ARM-Architektur und wurde gegenüber der ersten Version des BeagleBoards in Bezug auf seine Hardware entsprechend aktualisiert. So ist es z. B. mit einem Zweikern-Prozessor (OMAP4460-SoC von Texas Instruments) mit 1 GHz, 1 GB Arbeitsspeicher, drei Video-Ausgängen (zwei parallel nutzbar, z. B. DVI-D und HDMI) sowie LAN, WLAN und Bluetooth ausgestattet. Trotz des deutlichen Leistungszuwachses wird es zu einem nur geringfügig höheren Preis als die ursprüngliche Version des BeagleBoard angeboten, allerdings auch ohne Flash-Speicher.

Vertrieb[Bearbeiten]

Ursprünglich wurde das BeagleBoard ausschließlich über Digi-Key vertrieben, mittlerweile gibt es weitere Bezugsmöglichkeiten auch in Deutschland. Mehrere Hersteller produzieren kompatible Boards.[12]

Ähnliche Geräte[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. $150 board sports Cortex-A8. Abgerufen am 11. Juli 2012.
  2. linuxjournal.com
  3. arstechnica.com
  4. hackszine.com
  5. smallformfactors.com
  6. getusb.info
  7. heise-online.co.uk
  8. heise.de
  9. Arduino Uno vs BeagleBone vs Raspberry Pi makezine.com
  10. New revision of BeagleBone Black takes on Raspberry Pi by dropping price to just $45 androidauthority.com, 23. April 2013
  11. Artikel PandaBoard in der englischsprachigen Wikipedia.
  12. elinux.org