Berlin Wriezener Bahnhof

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Berlin Wriezener Bahnhof
Gebäude-Relikt der Bahnhofsanlage
Gebäude-Relikt der Bahnhofsanlage
Daten
Bauform Kopfbahnhof
Abkürzung BWRG
Eröffnung 1903
Auflassung 1949
Lage
Stadt Berlin
Land Berlin
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 30′ 37″ N, 13° 26′ 24″ O52.51027777777813.44Koordinaten: 52° 30′ 37″ N, 13° 26′ 24″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe im Raum Berlin

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Berlin Wriezener Bahnhof ist ein historischer Bahnhof in Berlin. Er war seit 1903 zunächst ein separater Bahnsteig des Schlesischen Bahnhofs als Endpunkt der Wriezener Bahn von Berlin nach Wriezen. Er befand sich unmittelbar nördlich der Bahnanlagen des Schlesischen Bahnhofs, südlich der Güterbahnhofsanlagen der Ostbahn und östlich der Fruchtstraße (heute: Straße der Pariser Kommune).

Die erste Teilstrecke der Wriezener Bahn war bereits 1898 zwischen Friedrichsfelde und Werneuchen eröffnet worden. Die Verlängerung bis Berlin erfolgte im Jahr 1903. Die Station wurde 1924 in Wriezener Bahnhof umbenannt. Der Bahnhof wurde Ende 1949 für den Personenverkehr geschlossen und fortan nur noch für den Güter- und Postverkehr genutzt.

Der Name lebt fort in den Straßenbezeichnungen Wriezener Karree und Am Wriezener Bahnhof, wobei nur die erstere in direktem räumlichen Bezug zum ehemaligen Wriezener Bahnhof steht, während die heutige Straße Am Wriezener Bahnhof eher dort verläuft, wo die ursprüngliche Straße Am Ostbahnhof südlich an den alten, 1882 stillgelegten Ostbahnhof (der Ostbahn) anschloss.

Im Sommer 2005 wurden die ungenutzten Gleisanlagen zurückgebaut. Hierbei riss die Deutsche Bahn auch ein Stellwerk aus dem Jahr 1895 ab, ohne dessen Denkmalschutz zu beachten.[1] Lediglich im nordöstlichen Teil des Areals verblieb ein Gleis für das ehemalige Reichsbahnausbesserungswerk „Franz Stenzer“ östlich der Warschauer Brücke, das von der Talgo GmbH für die Instandhaltung der DB-Talgo-Züge und von DB-AutoZug für das Abstellen konventioneller Nachtzüge genutzt wird. Nördlich des Gleises entsteht gegenwärtig ein Bürgerpark. Auf dem restlichen Teil wurden im September 2006 ein Metro-Großmarkt und ein Hellweg-Baumarkt eröffnet. Hinter dem Metro-Markt baute die Dämmisol Baustoffe GmbH ihr neues Handelszentrum auf, da die Firma ihren bisherigen Standort auf dem BEHALA-Gelände auf der Südseite des Spreeufers an der Köpenicker Straße wegen der dortigen Bauplanung verlassen musste. Nach Vorschlag von Schülern des Dathe-Gymnasiums (Helsingforser Straße) im Rahmen der Bevölkerungsbeteiligung zur Bauleitplanung wurde auf dem Dach des Metro-Marktes ein Sportplatz für den Schul- und Vereinssport gebaut. Die Deutsche Bahn kündigte Ende Oktober 2006 an, als Verpflichtung aus dem städtebaulichen Vertrag 55 Kaiserlinden auf dem Gelände zu pflanzen.[2]

Gleisplan des Schlesischen Bahnhofs mit dem Wriezener Bahnhof (Bildmitte, 1908)

Literatur[Bearbeiten]

  • Horst Regling: Die Wriezener Bahn. Von Berlin ins Oderbruch. Transpress, Stuttgart 1998, ISBN 3-613-71063-3.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Berlin Wriezener Bahnhof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Geschütztes Stellwerk platt gemacht. In: Berliner Zeitung, 20. Dezember 2005
  2. Stattliche Kaiserlinden kommen in die Erde. In: Berliner Zeitung, 25. Oktober 2006.