Betar Illit

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Betar Illit, 1998

Betar Illit (hebräisch ביתר עילית, arabisch بيتار عيليت) ist eine Stadt und israelische Siedlung im Westjordanland, südwestlich von Jerusalem und 8 Km westlich von Gusch Etzion. Sie erstreckt sich über drei Hügel des judäischen Berglands.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Betar Illit wurde 1985 gegründet. Ende 2010 hatte die Stadt 37.575 Einwohner.[1] Sie ist damit die zweitgrößte israelische Siedlung im Westjordanland.

Die Einwohner von Betar Illit sind fast ausschließlich ultraorthodoxe Juden.[2] Die Bevölkerung ist insgesamt sehr jung: 2001 waren 62,9% jünger als 20 Jahre, weitere 18,1% jünger als 30 Jahre, wobei das Bevölkerungswachstum 2001 9,6% betrug. Damit ist sie die israelische Stadt mit der höchsten Geburtenrate und dem höchsten Bevölkerungswachstum.

[Bearbeiten] Bürgermeister

  • Meir Rubenstein seit 2007
  • Yitzchak Pindrus 2002-2007

[Bearbeiten] Kontroverse

Die internationale Staatengemeinschaft erachtet die israelischen Siedlungen in den seit 1967 besetzten Gebieten gemäß dem Völkerrecht als illegal, Israel bestreitet dies jedoch.[3]

Nach einem Bericht der israelischen Organisation Schalom Achschaw befinden sich 15,26% des Landes, auf dem die Stadt errichtet wurde, in palästinensischem Privatbesitz.[4][5][6] Laut Israelischem Recht darf auf Land, das sich in palästinensischem Privatbesitz befindet, nicht gebaut werden.[6][7][8] Die pro-israelische US-Lobbyorganisation Committee for Accuracy in Middle East Reporting in America (CAMERA) kritisierte den Bericht von Peace Now.[9] Ihrer Ansicht nach sind sowohl die Quellen des Berichts, als auch die Feststellung, dass das Land Privatbesitz sei, fragwürdig. Vielmehr handle es sich um Land in staatlichem Besitz, für das lediglich eingeschränkte private Nutzungsrechte bestanden hätten.[10]

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Settlements in the West Bank. Foundation for Middle East Peace
  2. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,675622,00.html
  3. «Völkerrechtlich illegal». In: NZZ Online. 17. Oktober 2011, abgerufen am 25. November 2011.
  4. Settlements 'violate Israeli law' BBC, 21. November 2006
  5. Rory McCarthy: 39% of Israeli settlements 'on private land' (The Guardian, 22. November 2006)
  6. a b Peace Now: Breaking the Law in the West Bank, abgerufen am 17. Januar 2009
  7. Yair Sheleg: 40 percent of settlements were built on Palestinian land, Haaretz 21. November 2006, abgerufen am 16. Januar 2009
  8. Nadav Shragai: Blow to settlement movement, Haaretz, 21. November 2006, abgerufen am 16. Januar 2009
  9. CAMERA: Peace Now’s Report on Settlement Land, 22. November 2006, abgerufen am 16. Januar 2009
  10. Ashley Rindsberg: Watchdog: Peace Now report on 'stolen' settlement land false, misleading, 22. November 2006, abgerufen am 17. Januar 2009

[Bearbeiten] Weblinks

  •  Commons: Betar Illit – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Cara Loverock: The Village of Husan Near Bethlehem Paying for the Occupation (Alternative Information Center, 14. Mai 2007)
  • Tamar Rotem: The price is right The ultra-Orthodox make up one-third of the population of the territories. But most of them are living there for one reason only, which has nothing to do with ideology and everything to do with the severe shortage of affordable housing within the Green Line (Ha'aretz, 29. September 2003)
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