Bethlehem (Band)
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| Bethlehem | |
|---|---|
| Gründung | 1991 |
| Genre | Dark Metal |
| Website | http://myspace.com/bethlehemasylum |
| Aktuelle Besetzung | |
| E-Bass, Synthesizer | Jürgen Bartsch |
| Gesang | Niklas „Kvarforth“ Olsson |
| E-Gitarre | Olaf Eckhardt |
| E-Gitarre | Reuben Jordan |
| Keyboard, Piano | Andreas Tekath |
| Schlagzeug | Steve Wolz |
| Ehemalige Mitglieder | |
| Session-Keyboards (auf Thy Pale Dominion) | Oliver Schmidt |
| Gesang (bis Dark Metal) | Andreas Classen aka. Andras |
| Schlagzeug (bis Dictius Te Necare) | Chris Steinhoff |
| E-Gitarre | Michael Schneider |
| Gesang (auf Dictius Te Necare, Alles tot) | Rainer Landfermann |
| Gesang (auf S.U.I.Z.I.D., Reflektionen aufs Sterben) | Cathrin Campen |
| Schlagzeug (auf S.U.I.Z.I.D., Reflektionen aufs Sterben) | Marcus Losen aka. Zahgurim (1996-1998) |
| Gesang (auf S.U.I.Z.I.D., Reflektionen aufs Sterben) | Marco Kehren |
| Gesang (bei Schatten aus der Alexanderwelt) | Christian Houben (bis Herbst 2000) |
| E-Gitarre (bis Profane Fetmilch Lenzt Elf Krank) | Klaus Matton |
| Keyboards (Schatten aus der Alexanderwelt), Remixes (Suicide Radio) | Reiner Tiedemann |
| Gesang (Schatten aus der Alexanderwelt, Mein Weg) | Guido Meyer de Voltaire |
| E-Gitarre (2007-2009 ?) | Ferdinando Merchisio aka. Herr Morbid |
Bethlehem ist eine deutsche Dark-Metal-Band aus Grevenbroich. Bethlehem wurde von Jürgen Bartsch (Bass) und Klaus Matton (Gitarre) 1991 gegründet. Beide waren schon vorher in einer Band tätig gewesen. Außerdem formte Bethlehem den Begriff Dark Metal mit ihrem gleichnamigen Debüt-Album. Bartsch ist das einzige feste, stets in der Band aktive Mitglied. Er gilt sozusagen als „Kopf der Band“.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Bandgeschichte
Im Jahr 1993 veröffentlichte Bethlehem über das US-amerikanische Label Nightmare Records ihr Debüt Thy Pale Dominion in Form einer 7"-Vinyl-Single.
Ein Jahr später folgte mit Dark Metal das Debütalbum, welches über das französische Label Adipocere Records veröffentlicht wurde. Der Sänger auf den ersten beiden Alben ist Andreas Classen, der nach der Veröffentlichung von Dark Metal jedoch die Band verließ und die Black-Metal-Band Paragon Belial gründete.
Das nachfolgenden Studioalbum Dictius Te Necare erschien 1996 über Red Stream. Auf diesem Album besetzt Rainer Landfermann, bekannt von der deutschen Death-Metal-Band Pavor, die Vocals, dessen Stimme in einem Review auf der Seite doom-metal.com folgendermaßen beschrieben wurde:
„[...]one of the sickest and most extreme voices you'll ever hear from a human being.“
– Kostas Panagiotou[1]
Ebenfalls über Red Stream wurde 1998 das Album Sardonischer Untergang im Zeichen irreligiöser Darbietung, kurz S.U.I.Z.I.D., veröffentlicht. Rainer Landfermann wird auf S.U.I.Z.I.D. von Marco Kehren von der Band Deinonychus ersetzt. Schlagzeuger ist hier Marcus Losen (auch Schlagzeuger bei Paragon Belial), welcher die Band 1998 verließ. Im selben Jahr wirkte Bethlehem auf dem Soundtrack des amerikanischen Films Gummo mit den Titeln Schuld uns'res knöcherigen Faltpferds und Verschleierte Irreligiösität mit.
Am 17. September 2001 erschien das Album Schatten aus der Alexander Welt über das Label Prophecy Productions. Drei Jahre später, am 17. November 2004 folgte das Album Mein Weg. Der auf Schatten aus der Alexander Welt und Mein Weg singende Guido Meyer de Voltaire ist ebenfalls bekannt mit seiner Thrash-Death-Heavy-Metal-Band Aardvarks. Nach bandinternen Auseinandersetzungen verließ er 2006 die Band.
Im September 2007 präsentierte Bartsch den Sänger und Gitarristen der Dark-Metal-Band Forgotten Tomb Herr Morbid (Ferdinando Merchisio) als neuen Bethlehem-Gitarristen, der seinen Teil zu einem neuen, für Ende 2009 geplanten, Album beisteuern wird.
Am 14. Mai 2009 erschien die Split-Vinyl Suizidal-Ovipare Todessehnsucht, die zusammen mit der US-amerikanischen Black-Metal-Band Benighted in Sodom herausgebracht wurde, über das Label Obscure Abhorrence Productions. Die 7"-Vinyl enthält auf der ersten Seite den Song Du sollst dich töten von Bethlehems Album S.U.I.Z.I.D., für den jedoch für diese Veröffentlichung die Gitarren-Soli neu aufgenommen sowie die Vocals von Jonathan Théry, dem Sänger der französischen Band Ataraxie, neu eingesungen wurden.[2]
Jürgen Bartsch präsentierte am 18. Mai 2009 über Bethlehems MySpace-Seite Niklas „Kvarforth“ Olsson von der schwedischen Black-Metal-Band Shining als neuen offiziellen Sänger der Band. Am 24. Mai 2009 folgte die Nachricht, Reuben Jordan von der Band Benighted in Sodom sei der zweite offizielle Bethlehem-Gitarrist.
Am 12. Juni 2009 wurde das Album A Sacrificial Offering to the Kingdom of Heaven in a Cracked Dog's Ear über Red Stream veröffentlicht. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um ein vollständig neues Studioalbum, sondern um eine teilweise neuaufgenommene Version des Albums S.U.I.Z.I.D. von 1998. Die Vocals übernahm der neue Sänger Niklas Kvarforth. Sämtliche Lyrics wurden von der deutschen in die Englische Sprache übertragen.
[Bearbeiten] Stil
[Bearbeiten] Texte
Das Debütalbum Dark Metal enthält bis auf den Song Gepriesen Sei Der Untergang noch ausschließlich Songs mit englischsprachigen Texten. Auf den nachfolgenden Veröffentlichungen sind die Texte auf Deutsch verfasst.
Viele von Bethlehems Liedern weisen morbide Texte auf, die diese Band für manche so anziehend machen. Sie handeln zumeist von Suizid und Depression, wobei sich Bartsch beim Verfassen häufig der Chiffrenlyrik bedient, so dass diese nicht eindeutig verständlich sind. Zudem verwendet er kreative Wortbildungen und geht spielerisch mit der Sprache um, was sich in diversen Liedern und schon den Songtiteln niederschlägt. Ein deutliches Beispiel ist der Song Luftstehs'lblah auf dem 1998er Album S.U.I.Z.I.D., wo es heißt:
„Wenn Kindischseisel Pizzaschmiersel / gerne an den Haaren zupfsel / Kampfheikenhupe und Flachbürsthabsel / zum Mayhemic Belanglos blasel.“
– Bethlehems „Luftstehs'lblah“
Weitere Beispiele sind auch die Hörspiel-Sequenzen auf Schatten aus der Alexander Welt.
[Bearbeiten] Musik
Auf Dictus Te Necare spielt Bethlehem Musik, die sich noch relativ nah an Genres wie dem Doom Metal, Black Metal und Death Metal befindet. Für die Vermischung dieser Genres zu einer Musik mit sehr düsterer, melancholischer bis depressiver Atmosphäre prägte die Band die Bezeichnung Dark Metal. Es wechseln sich schnelle Parts mit Gitarrenlinien mit langsameren, ruhigeren, depressiven Teilen ab. Die Düsterheit und Langsamheit letzterer Passagen sind im Doom Metal üblich, ein Beispiel ist der Song Die Anarchistische Befreiung der Augenzeugenreligion, dessen Rhythmus zu Beginn schleppend langsam ist und sich später steigert. Der Gesang Landfermanns auf diesem Album variiert durchgehend in Lautstärke, Aggressivität und Tonhöhe, meist schreit er sehr hoch und gequält, manchmal growlt er wie es im Death Metal üblich ist.
Während ihres Werdegangs modernisierte Bethlehem ihren Stil und so wird auf ihrem aktuellen Album Mein Weg kaum noch der ehemalige Black- und Death-Metal-Einfluss deutlich, sondern eher Einflüsse aus der NDH, dem Gothic Metal und der elektronischen Musik.
[Bearbeiten] Diskografie
[Bearbeiten] Alben
- Dark Metal (1994)
- Dictius Te Necare (1996)
- Sardonischer Untergang im Zeichen irreligiöser Darbietung (1998)
- Reflektionen aufs Sterben (1998)
- Schatten aus der Alexanderwelt (2001)
- Mein Weg (2004)
- A Sacrificial Offering to the Kingdom of Heaven in a Cracked Dog's Ear (2009)
[Bearbeiten] Singles
- Thy Pale Dominion (7"-Single) (1993)
- Profane Fetmilch Lenzt Elf Krank (7"-Single) (2000)
- Alles tot (7"-Single) (2004)
[Bearbeiten] Splits
- Bethlehem / Benighted in Sodom: Suizidal-Ovipare Todessehnsucht (7"-EP, limitiert auf 2000 Stück) (2009)
[Bearbeiten] Andere Veröffentlichungen und Mitwirkungen
- Suicide Radio (CD-ROM, nur am PC abspielbar) (2003)
- Various Artists [Red Stream] - To Live Is Ever To Be In Danger (1999)
- Gummo [Soundtrack] (1998)
[Bearbeiten] Nebenprojekte
In der Gegenwart widmet sich Bartsch vor allem seinem Industrial-Projekt Stahlmantel. Das Debütalbum erschien im Jahr 2007 unter dem Titel Satan Snuff Machine.[3]
[Bearbeiten] Weblinks
- Bethlehems offizielle Myspace-Präsenz
- Bethlehem bei MusicBrainz (englisch)
- Bethlehems alte, zuletzt 2003 aktualisierte Website
- Interview mit Bethlehem, Oktober 2007
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Review zum Album Dictius Te Necare (englisch; Zugriff: 17. April 2007)
- ↑ Presseflyer zu Suizidal-Ovipare Todessehnsucht von Bartschs Internetsite Stahlmantel.com (letzter Zugriff: 2009-04-15)
- ↑ Bartschs Nebenprojekt „Stahlmantel“ (Zugriff: 2008-04-30)

