Birgit Breuel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Breuel auf der Expo 2000

Birgit Breuel (* 7. September 1937 in Hamburg-Rissen als Birgit Münchmeyer) ist eine deutsche Politikerin (CDU), ehemalige Präsidentin der Treuhandanstalt und Generalkommissarin der Expo 2000 in Hannover, später in zahlreichen Ehrenämtern tätig.

Biografie[Bearbeiten]

Birgit Münchmeyer entstammt einer ursprünglich niedersächsischen, seit 1816 Hamburger Familie von Kaufleuten und Privatbankiers und ist die Tochter des Kaufmanns und Bankiers Alwin Münchmeyer d.J. (1908–1990), unter anderem Inhaber des Handels- und Bankhauses Münchmeyer & Co. in Hamburg und Präsident des DIHT, und der Gertrud Nolte (1914–2007). Sie heiratete am 8. August 1959 den Hamburger Kaufmann Ernst-Jürgen Breuel (* 7. Oktober 1931 in Hamburg). Ihr Sohn Nikolaus war bis November 2010 Vorstandsvorsitzender der DB Fernverkehr AG.

Birgit Breuel 1973 auf dem CDU-Bundesparteitag

Birgit Breuel studierte zunächst Politikwissenschaft an den Universitäten Hamburg, Oxford und Genf, jedoch ohne Studienabschluss. 1966 trat die gelernte Einzelhandelskauffrau in die CDU ein. Von 1970 bis zu ihrer Mandatsniederlegung am 28. Juni 1978 gehörte sie der Hamburgischen Bürgerschaft an. Von 1978 bis 1986 war sie niedersächsische Ministerin für Wirtschaft und Verkehr, danach bis 1990 niedersächsische Finanzministerin. Nach Amtsantritt erreichte sie als erste Frau die offizielle Einführung des Amtstitels Ministerin. 1990 wurde Breuel in die Geschäftsleitung der Treuhandanstalt gewählt, ein Jahr später folgte sie dem ermordeten Detlev Rohwedder als Präsidentin der Treuhandanstalt nach. Sie schied 1995 aus diesem Amt. Anschließend war Birgit Breuel Generalkommissarin der Weltausstellung Expo 2000 in Hannover.

Sonstiges[Bearbeiten]

Die ARD produzierte und sendete 2009 aus Anlass des 20. Jahrestags des Mauerfalls eine Dokumentation über Breuels Arbeit als Treuhandchefin. Sie trägt den Titel Die Treuhänderin.[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Es gibt kein Butterbrot umsonst. Düsseldorf u.a. 1976, ISBN 3-430-11534-5.
  • Den Amtsschimmel absatteln. Weniger Bürokratie, mehr Bürgernähe. Düsseldorf u.a. 1979.
  • Perspektiven des Aufbruchs. Aus Fehlern lernen. Düsseldorf u.a. 1983, ISBN 3-430-11544-2.
  • Der Mensch lebt nicht von Umsatzzahlen. Wie ich Politik verstehe. Herford 1983, ISBN 3-512-00792-9.
  • (Hrsg.): Treuhand intern. Tagebuch. Ullstein, Frankfurt a.M./Berlin 1993, ISBN 3-548-36614-7.
  • (Hrsg.): Ohne historisches Vorbild. Die Treuhandanstalt 1990 bis 1994 - eine kritische Würdigung. Berlin 2005, ISBN 3-936962-15-4.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Birgit Breuel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. gesendet 20. November 2009 ARD
  2. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)
  3. Bernhard-Harms-Medaille. ifw-kiel.de, abgerufen am 15. Juni 2013.