Jörg Bode (Politiker)

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Jörg Bode (2009)

Jörg Bode (* 12. November 1970 in Celle) ist ein deutscher Politiker (FDP) und Mitglied des Niedersächsischen Landtags. Er war von Oktober 2009 bis Februar 2013 Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten]

Nach dem Abitur am Hölty-Gymnasium in Celle und dem Wehrdienst absolvierte Bode eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Commerzbank. Im Anschluss daran erfolgte eine Weiterbildung zum Firmenkundenbetreuer. Von 2000 bis zu seiner Wahl in den 15. Niedersächsischen Landtag war er als Firmenkundenbetreuer bei der Deutschen Bank in Hannover tätig. Neben seiner Tätigkeit als Landtagsabgeordneter ist er seit dem 1. März 2013 als Geschäftsführer der Haacke Treuhand GmbH in Celle beschäftigt.

Politik[Bearbeiten]

Jörg Bode (links) mit Walter Hirche (am Wahlabend der Landtagswahl in Niedersachsen 2013)

Jörg Bode ist seit 1989 Mitglied der FDP. Von 1996 bis 2007 ist er Ratsherr der Gemeinde Hambühren. Von 1991 bis 2006 war er Kreistagsabgeordneter im Landkreis Celle, von 2001 bis 2006 Vorsitzender des Finanzausschusses im Landkreis Celle. 2003 wurde er in den Niedersächsischen Landtag gewählt. Von 2005 bis 2009 war er parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion, am 17. Februar 2009 wurde Bode Nachfolger von Philipp Rösler als Vorsitzender der FDP-Fraktion.[1]

Am 28. Oktober 2009 folgte er erneut auf den ins Bundesgesundheitsministerium wechselnden Rösler als niedersächsischer Wirtschafts-, Arbeits- und Verkehrsminister.[2] Dieses Amt übte er bis Februar 2013 aus. Nach der Landtagswahl am 20. Januar 2013 gehört er auch dem 17. Niedersächsischen Landtag als Abgeordneter an.

Vom 30. Juni bis zum 1. Juli 2010 war er für wenige Stunden geschäftsführender Ministerpräsident von Niedersachsen, da Christian Wulff am selben Tag aufgrund seiner Wahl zum Bundespräsidenten dieses Amt niedergelegt hatte. Zwar wäre Wulff aufgrund von Art. 33 Abs. 4 der Niedersächsischen Verfassung verpflichtet gewesen, die Amtsgeschäfte des Ministerpräsidenten trotz seines Rücktrittes weiterzuführen, er bat jedoch Bode, welcher der Bitte entsprach, diese Aufgabe zu übernehmen.[3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jörg Bode – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jörg Bode an der Spitze der FDP-Landtagsfraktion (Version vom 3. März 2009 im Internet Archive), 17. Februar 2009.
  2. Niedersachsen: Jörg Bode wird Nachfolger von Rösler
  3. Halbtags-Regierungschef, Berliner Morgenpost vom 1. Juli 2010