Bonaventura Kloppenburg

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Karl Josef Bonaventura Kloppenburg OFM (eigentlich Karl Josef Kloppenburg; * 2. November 1919 in Molbergen, Deutschland; † 8. Mai 2009 in Novo Hamburgo, Brasilien) war Bischof von Novo Hamburgo.

Leben[Bearbeiten]

Nach der Schulzeit in Rolante besuchte er 1936/1937 das Priesterseminar in São Leopoldo und 1938/1939 das Priesterseminar in Santa Maria. Von 1940 bis 1942 studierte er Philosophie im Seminar von São Leopoldo und von 1943 bis 1947 Theologie im Franziskanerkloster in Petrópolis. Bonaventura Kloppenburg wurde am 21. Dezember 1946 in Bagé in Rio Grande do Sul zum Priester geweiht. Anschließend studierte er Dogmatik an der Päpstlichen Universität Antonianum in Rom, wo er auch 1950 promoviert wurde.

Bonaventura Kloppenburg war Professor für Dogmatik an der Universidade Católica de Petrópolis (1951 bis 1971), der katholischen Universität in Porto Alegre (1972) und an der Franziskanerhochschule Antonianum in Rom (1973); von 1974 bis 1982 war er Rektor des Lateinamerikanischen Pastoralinstituts (IPLA) der CELAM in Medellín. Die Revista Eclesiástica Brasileira wurde von ihm zwischen 1951 und 1972 herausgegeben.

Er war von 1962 bis 1965 Peritus des Zweiten Vatikanischen Konzils. Im Zeitraum zwischen 1975 und 1990 war er für vier Perioden ernanntes Mitglied der Internationalen Theologenkommission, die unter Leitung Joseph Ratzingers stand. Bonaventura Kloppenburg war langjähriges Mitglied der römischen Kongregation für den Klerus, dem Rat für den Interreligiösen Dialog und dem Rat zur Förderung der Einheit der Christen. Auf den CELAM-Generalkonferenzen in Rio de Janeiro 1955, in Medellín 1968 und in Puebla 1979 war er als theologischer Berater tätig.

Am 22. Mai 1982 wurde er durch Papst Johannes Paul II. zum Titularbischof von Vulturaria ernannt und zum Weihbischof im Erzbistum São Salvador da Bahia ernannt. Die Bischofsweihe spendete ihm am 1. August desselben Jahres der Erzbischof von São Salvador da Bahia, Avelar Kardinal Brandão Vilela; Mitkonsekratoren waren Alfredo Vicente Kardinal Scherer, Erzbischof von Porto Alegre, und Alfonso López Trujillo, Erzbischof von Medellín. Als Bischofsmotto wählte er Sub Umbris Fideliter.

Am 8. August 1986 wurde er zum Bischof von Novo Hamburgo ernannt. Am 22. November 1995 nahm Johannes Paul II. sein Rücktrittsgesuch aufgrund der Überschreitung der Altersgrenze an.

Er war Doktorvater von Leonardo Boff, brach aber mit Boff. Kloppenburg galt als Weggefährte Joseph Ratzingers (Benedikt XVI.).

1999 wurde er mit der Ehrendoktorwürde der Jesuiten-Universität Universidade do Vale do Rio dos Sinos (Unisinos), São Leopoldo, ausgezeichnet.[1]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • The Priest: Living Instrument and Minister of Christ, and Eternal Priest. Franciscan Press 1974
  • People's Church. Franciscan Press 1978, ISBN 978-0-8199-0692-2 (englisch, spanisch)
  • Pastoral Practice and the Paranormal. Franciscan Press 1979, ISBN 978-0-8199-0762-2 (englisch, spanisch)
  • Christian Salvation and Human Temporal Progress. Franciscan Press 1978, ISBN 978-0-8199-0778-3 (englisch, spanisch)
  • Ecclesiology of Vatican. Franciscan Press 1982, ISBN 978-0-8199-0771-4 (englisch, portugiesisch), Erstauflage 1974
  • Die neue Volkskirche. Pattloch 1984, ISBN 978-3-557-89007-2 (deutsch)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Neuigkeiten“, Fraternitas Nr. 51 2/2000

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Aloísio Sinésio Bohn Bischof von Novo Hamburgo
1986–1995
Osvino José Both