Bunny Wailer

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Bunny Wailer bzw. Bunny Livingston (* 10. April 1947 in Kingston; eigentlich Neville O'Reilly Livingston) ist ein jamaikanischer Reggae-Musiker.

Neben Bob Marley und Peter Tosh war er das dritte ständige Mitglied der (frühen) Wailers, d. h. er gründete sie mit Bob, bevor Peter dazustieß. Bis zur Trennung der ursprünglichen Wailers 1973/74 kamen und gingen viele verschiedene Musiker, doch Bob, Peter und Bunny waren seit der Gründung 1963 konstant dabei. Gemeinsam sorgten sie für zahlreiche Erfolge wie Trenchtown Rock, Nice Time, Stir It Up oder Get Up Stand Up.

Bunny Wailer 2008

Werdegang[Bearbeiten]

Bunny Wailer wuchs genauso wie Bob Marley im Dorf Nine Miles auf. Seit Bunnys neuntem Lebensjahr waren sie beste Freunde, und zogen beide später mit ihren Familien nach Trenchtown, Kingston. Bunnys Vater hatte ein Kind mit Bobs Mutter, was zusätzlich eine Verbindung zwischen den beiden schaffte. Gemeinsam lernten sie mit selbstgebauten Instrumenten zu musizieren, wobei eines Tages Peter Tosh zu ihnen stieß. Zu dritt gelang ihnen 1964 ihr erster Hit Simmer Down (für Coxsone Dodds Label Studio One). Neben Peter und vor allem Bob sang auch Bunny bei einigen Liedern die Singstimme, so zum Beispiel bei Dreamland oder Dancing Shoes.

Wie Peter Tosh verließ Bunny Wailer 1974 die Wailers, um eine Solokarriere zu beginnen. Sein Debütalbum war Blackheart Man, ein Meisterwerk des Roots-Reggae, welches von Kennern als Reggae-Klassiker angesehen wird. Bunny Wailer produzierte die meisten seiner Alben auf dem eigenen Label Solomonic Records Ltd..

Bunny Wailer ist der letzte noch Lebende der Original-Wailers, und er spielt immer noch Konzerte überall auf der Welt.

Er gewann im Jahr 1991 mit Time Will Tell - A Tribute To Bob Marley einen Grammy in der Kategorie Beste Reggae-Aufnahme, weitere Grammys folgten 1995 und 1997 mit Crucial! Roots Classics und Hall Of Fame - A Tribute To Bob Marley's 50th Anniversary, jeweils in der Kategorie Bestes Reggae-Album.[1]

Im Jahr 2012 wurde er für seinen Pionierbeitrag zur musikalischen Entwicklung Jamaikas mit dem Order of Jamaica ausgezeichnet, dem vierthöchsten Orden des Landes.[2]

Diskografie[Bearbeiten]

The Wailers[Bearbeiten]

Soloalben[Bearbeiten]

  • Blackheart Man (1976)
  • Protest (1977)
  • Roots Radics Rockers Reggae / In I Father's House (1979)
  • Rootsman Skanking / Rock 'N' Groove (1981)
  • Sings The Wailers (1981)
  • DUBD'SCO Volumes 1 & 2 (1981)
  • Time Will Tell / Tribute (1981)
  • Marketplace (1985)
  • Liberation (1988)
  • Rule Dance Hall (1988)
  • Gumption (1990)
  • Dance Massive (1992)
  • Just Be Nice (1993)
  • Crucial! Roots Classics (1994)
  • Hall of Fame (1995)
  • Communication (2000)
  • Rock ´N`Groove Neuauflage (2007)
  • Cross-Culture (2009)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. grammy.com – Past Winners Search. Abgerufen am 20. Februar 2012.
  2. National Civil Honours and Awards – Independence Day_2012 (PDF-Datei; 114 kB), Office of the Prime Minister. Abgerufen am 14. November 2012.