Burg Rothenstein

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Burg Rothenstein
Ruine Rothenstein.jpg
Entstehungszeit: 1037 erstmals erwähnt
Burgentyp: Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand: Ruine
Ort: Bad Grönenbach-Rothenstein
Geographische Lage 47° 51′ 51,1″ N, 10° 12′ 5″ O47.864210.2014730Koordinaten: 47° 51′ 51,1″ N, 10° 12′ 5″ O
Höhe: 730 m ü. NN
Burg Rothenstein (Bayern)
Burg Rothenstein

Die Burg Rothenstein ist eine Burgruine über der Ortschaft Rothenstein, einem Ortsteil des bayerischen Kurortes Bad Grönenbach im schwäbischen Landkreis Unterallgäu in Bayern, Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Erbaut wurde die Spornburg vermutlich Anfang des 11. Jahrhunderts, 1037 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt. Die Erbauer, die Herren von Rothenstein, waren um 1180 Dienstmannen des Kemptner Stiftes. Ab 1482 kam die Burg in Besitz der Reichsmarschälle von Pappenheim. Auf der Burg Rothenstein lebte auch Philipp von Pappenheim, welcher ab 1559 nahe der Burg die ersten calvinistischen Predigten in Grönenbach halten ließ. Während des Bauernkrieges 1525 wurde Burg Rothenstein von aufständischen Bauern eingenommen. Marschall Wolfgang von Pappenheim, sowie die Witwe des Marschalls Alexander von Pappenheim, mussten von der Burg Rothenstein während der Besetzung nach Kempten fliehen.[1]

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde 1632 neben dem Hohen Schloss in Bad Grönenbach, auch die Burg Rothenstein geplündert. Im Jahr 1646 war die Burg im Dreißigjährigen Krieg Hauptquartier des schwedischen Feldmarschalls Carl Gustav Wrangel.[1]

1692 wurde die Burg für 65000 Gulden von Gustav von Pappenheim vom Stift Kempten erworben. 1803 wurde sie kurpfälzisch-bayerisch.

Am 9. März 1873 stürzten die bis dahin noch aufrecht stehenden Mauern und der Turm der Ruine Rothenstein, wohl aufgrund einer Erdsenkung, in sich zusammen und fielen zum großen Teil den Abhang hinunter. Der Einsturz geschah an einem Sonntagmorgen und war bis nach Grönenbach zu hören, wo die Menschen gerade vom Gottesdienst kamen.

[Bearbeiten] Beschreibung

Von der mittelalterlichen Anlage sind heute im Wesentlichen nur noch die Grundmauern erhalten. Im nördlichen Teil der Anlage befinden sich Reste des tonnengewölbten Kellers. Größere Teile der westlichen Mauer sind noch erhalten. Im südlichen Bereich der Burg befand sich ein hoher Wohnbau, von welchem lediglich noch die Grundmauern vorhanden sind.[2] Eine Besonderheit der Anlage war der Rundturm, der mit einem Zwiebeldach versehen war. Heute sind von diesem Turm noch die Grundmauern zu erkennen.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Burg Rothenstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Literatur

  • Dieter Buck: Burgen und Ruinen im Allgäu – 33 Ausflüge auf den Spuren der Ritter. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3-8062-1602-9, S. 35–37.
  • Joseph Sedelmayer: Geschichte des Marktfleckens Grönenbach. Historischer Verein zur gesamten Förderung der Heimatkunde des Allgäus, Kempten 1910, S. 248–250 (Beilage zu: Allgäuer Geschichtsfreund. Jg. 1910, ISSN 0178-6199).
  • Tilmann Breuer, Heinrich Kreisel und Adam Horn (Hrsg.): Stadt- und Landkreis Memmingen. Deutscher Kunstverlag, München 1959.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b Joseph Sedelmayer; Historischer Verein zur gesamten Förderung der Heimatkunde des Allgäus (Hrsg.): Geschichte des Marktfleckens Grönenbach. Kempten 1910, S. 249.
  2. Tilmann Breuer; Heinrich Kreisel und Adam Horn (Hrsg.): Stadt- und Landkreis Memmingen. Deutscher Kunstverlag, München 1959, S. 220.
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